Winnenden

Nur noch 190 „Spaziergänger“ am Montag (21.2.) in Winnenden unterwegs

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(Archivfoto). © Benjamin Büttner

Zu einem als Spaziergang getarnten Protestmarsch kreuz und quer durch die Innenstadt haben sich am Montagabend (21.2.) deutlich weniger Menschen zusammengefunden als bisher, wie die Polizei berichtet. Der stumme Marsch ohne Maske gilt als dezentrale Protestform gegen die allgemeine Impfpflicht und die Einschränkungen im Alltag, die Politiker zum Schutz der Bevölkerung vor dem Coronavirus verfügt haben. 270 waren es vor einer Woche, nun liefen etwa 190 Leute eine Stunde lang umher.

Die Gründe dafür sind vielleicht, dass Ungeimpfte inzwischen wieder mehr Rechte haben. Weitere Lockerungen könnten spätestens am Donnerstag (24.2.) greifen und das Ende der meisten Einschränkungen ist für 20. März in Aussicht gestellt. Die Impfpflicht für alle peilt die Bundesregierung erst für 1. Oktober an. All das nimmt dem Protest möglicherweise den Wind aus den Segeln. Dass auch das ungemütliche Sturmtief Antonia seinen Anteil hatte, ist ebenfalls denkbar.

Friedlich blieb die marschierende Masse in Winnenden von Anfang an, und sie bleibt es auch diese Woche. Die Polizei nimmt die Beobachterrolle ein, hat die Teilnehmer und ihr Abstandhalten im Blick und auch, ob sich jemand als Anführer gebärdet, der zur Verantwortung gezogen werden könnte, weil er die Demonstration nicht bei der Stadt Winnenden angemeldet hat. Diese hat bewusst auf ein Verbot der „Spaziergänge“ verzichtet, um keine Eskalation zwischen Bürgern und Polizei zu provozieren.

Seit 6. Februar hat sich in Winnenden eine ebenso friedliche Gegenbewegung formiert und ihre Stimme im Internet erhoben: für die Impfung, für die Corona-Einschränkungen, für Demokratie. „Wir stehen zusammen im Namen der Vernunft. Ärzte, Wissenschaftler, Amts- und Mandatsträger haben unser Vertrauen – in Stadt, Land und Bund“, heißt es auf der Website des „Winnender Appells“. Ein breites Parteienbündnis hat ihn initiiert, das Ziel von 500 Unterschriften ist nah, am Montagabend waren es bereits 479. Die Aktion „für ein gutes Miteinander in unserer Gesellschaft“ läuft noch sechs Wochen lang (https://winnender-appell.de/)

Zu einem als Spaziergang getarnten Protestmarsch kreuz und quer durch die Innenstadt haben sich am Montagabend (21.2.) deutlich weniger Menschen zusammengefunden als bisher, wie die Polizei berichtet. Der stumme Marsch ohne Maske gilt als dezentrale Protestform gegen die allgemeine Impfpflicht und die Einschränkungen im Alltag, die Politiker zum Schutz der Bevölkerung vor dem Coronavirus verfügt haben. 270 waren es vor einer Woche, nun liefen etwa 190 Leute eine Stunde lang umher.

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