Winnenden

Parkplätze? Stadt Winnenden plant Verkauf von 80 Quadratmetern am Starenweg

80 Quadratmeter
Parkplätze und Baum will die Stadt an Privat verkaufen. © Benjamin Büttner

Der Eigentümer des Mehrfamilienhauses am Starenweg 14 im Hungerberggebiet ist auf die Stadt zugegangen mit dem Wunsch, ihr ein rund 80 Quadratmeter großes Grundstück am Starenweg abzukaufen. Das Ordnungsamt hat deshalb die Gemeinderäte im Technischen Ausschuss befragt und – bei einer Enthaltung – das einstimmige „Go“ erhalten. Zuvor wollten die Räte aber noch wissen, wie es überhaupt kommt, dass der Stadt ein dreieckiger Zipfel (Flurstück 6510) am Starenweg gehört. „Ist das öffentliche Grünfläche? Will der Hauseigentümer seinen Garten vergrößern?“, fragte SPD-Stadtrat Andreas Herfurth.

Beatrice Hertel: "Solche Restflächen haben wir hier und da"

Ordnungsamtsleiterin Beatrice Hertel vermutet, dass die Stadt die Fläche behalten hatte, falls ein Ausbau der Straße geplant wird. „Solche Restflächen haben wir hier und da.“ Inzwischen sind dort aber bereits, wie auch unser Foto zeigt, zwei Stellplätze entstanden, und es wächst ein Baum.

„Will der Käufer Parkplätze daraus machen?“, fragte FDP-Stadtrat Diethard Fohr. „Das kann man vermuten, aber das ist keine Vorgabe von uns für den Verkauf.“ Beatrice Hertel muss als Vertreterin der Stadt lediglich sicherstellen, dass die Fläche nicht für den Verkehr oder von Leitungsträgern wie den Stadtwerken Winnenden für ihre Zwecke benötigt werden. „Sie haben keine Einwendungen oder Bedenken erhoben“, berichtet Hertel den Gemeinderäten von einer bereits erfolgten Abfrage. Im Grundbuch werden deren Belange gleichwohl abgesichert, sollte es zum Verkauf kommen. Wer weiß, ob in dem Bereich nicht doch irgendwann neue Leitungen verlegt werden müssen.

Bürger können Widerspruch einlegen

Da die Fläche aus Sicht der Stadt auch keine Zufahrt zu angrenzenden Grundstücken darstellt und für den öffentlichen Verkehr entbehrlich ist, schlägt Beatrice Hertel den Verkauf vor. Der Verkaufspreis wurde in der öffentlichen Sitzung nicht thematisiert.

Die Bürgerschaft, vor allem die in direkter Nachbarschaft, wird allerdings auch noch gehört, bevor der Handel unterschrieben werden kann.

Die Verkaufsabsicht wird zweimal veröffentlicht, innerhalb bestimmter Fristen können die Bürger dann Bedenken und Widerspruch äußern. Sie müssen nur wissen, dass so ein Verkauf einer öffentlichen Fläche ganz komisch bezeichnet wird: Im Verwaltungssprech heißt das „Straßenrechtliche Einziehung einer Teilfläche des Flurstücks 6510 Starenweg“ und richtet sich nach den Vorschriften des Straßengesetzes für Baden-Württemberg.

Der Eigentümer des Mehrfamilienhauses am Starenweg 14 im Hungerberggebiet ist auf die Stadt zugegangen mit dem Wunsch, ihr ein rund 80 Quadratmeter großes Grundstück am Starenweg abzukaufen. Das Ordnungsamt hat deshalb die Gemeinderäte im Technischen Ausschuss befragt und – bei einer Enthaltung – das einstimmige „Go“ erhalten. Zuvor wollten die Räte aber noch wissen, wie es überhaupt kommt, dass der Stadt ein dreieckiger Zipfel (Flurstück 6510) am Starenweg gehört. „Ist das öffentliche

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