Winnenden

Paulinenpflege Winnenden: Glückliche Gesichter beim Open Air am Samstag (2.7.)

Open_Air
Festivalgäste im schattigen Innenhof der Paulinenpflege. © Matthias Knödler

„Pauline bebt!“ hieß es am Samstag im Innenhof der Paulinenpflege mitten in Winnenden. Es war kein Erdbeben, sondern ein kleines Festival im Freien, wie Matthias Knödler von der diakonischen Einrichtung berichtet.

„Wir haben ein halbes Jahr geplant und manchmal nicht gewusst, ob es trotz Pandemie klappt. Jetzt bin ich gerührt und dankbar, dass ich in so viele glückliche Gesichter schauen darf“, sagt Nadine Schüler. Sie ist Bereichsgeschäftsführerin der Paulinenpflege und sie eröffnet am Samstag kurz nach 12 Uhr gemeinsam mit ihrem Club-Paula-Team, Vorstand Andreas Maurer und der Bewohner-Beiratsvorsitzenden Tina Spengler das inklusive Open-Air-Festival.

Gäste reisen, viele aus Backnang, einige sogar aus Butzbach an

Die Stimmung ist von Anfang an ausgelassen und fröhlich. Viele Menschen mit und ohne Behinderung sind aus Winnenden, Backnang, Murrhardt und sogar aus Leonberg sowie Butzbach in Hessen angereist, um gemeinsam bei guter Musik zu feiern.

Bunt gemischt wie das Publikum ist auch das Line-up auf der Bühne. Der Opener ist die Inklusions-Band „Better Than“ von der Lebenswerkstatt Heilbronn, die von sich sagt: „Wir sind acht Musiker mit und ohne sichtbare Behinderung. Wobei die Behinderung nicht im Vordergrund steht. Unser Repertoire besteht aus Cover-Musik quer durch die deutsche Rockgeschichte. Von BAP über Jupiter Jones bis hin zu den Toten Hosen ist alles dabei.“ Mit dieser musikalischen Reise inklusive vieler Mitsing-Songs begeistert die Band und holt immer mehr Festival-Gäste zum Tanzen nach vorne.

Das ist zunächst nicht einfach, da es rund um die Festivalwiese viele weitere Angebote gibt (Fanartikel-Verkaufsstände, Gebärdencrash- und Trommelkurse). Doch die Tanzfläche füllt sich immer mehr. Die Darbietungen werden für gehörlose Menschen von einer Dolmetscherin in Gebärdensprache übersetzt, so dass wirklich alle mitbekommen können, was auf der Bühne passiert.

Offene Bühne für Talente unter Mitarbeitern und Klienten

Und da tut sich viel: Moderator David Kiai kündigt auch nach „Better Than“ ein Highlight nach dem anderen an. Es stehen an diesem Tag viele talentierte Klientinnen und Klienten sowie Paulinenpflege-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter sowie deren Bekannte auf der Bühne. Egal ob Liedermacher Joe Härdter aus der Werkstatt für behinderte Menschen in Winnenden, die kleine Big Band der Paulinenpflege „Laiensclub“ oder Bewohnerin Ada Saracino mit reichlich italienischem Temperament und ihrem Song „Marina“ - es stehen immer musikalische Talente auf der Bühne.

Das erste Mal seit Jahren liegen sich die Tänzer wieder in den Armen

Richtig geschwoft wird, als die Band „Better Than“ ein zweites Mal das Festival rockt. Bei „Über sieben Brücken musst du gehn“ liegen sich viele in den Armen - das erste Mal nach der langen Pandemiepause. Ein weiterer Song der Band fasst die Atmosphäre dieses besonderen Tages zusammen: „An Tagen wie diesen wünscht man sich Unendlichkeit“. Dieser Wunsch geht leider nicht in Erfüllung, dafür der Wunsch des Club-Paula-Teams: „Ich bin total erleichtert und dankbar, dass alles geklappt hat. Mein Team und ich hatten ja vor der Corona-Pause einige solcher Veranstaltungen organisiert und durchgeführt. Nach der langen Veranstaltungspause waren wir dann doch etwas aufgeregt“, sagt Team-Chef Ulrich Bühner. Die Aufregung hat sich gelohnt - wie auch viele Nachrichten von Festival-Fans auf den Social-Media-Seiten der Paulinenpflege zeigen: „Super Party, es war sehr schön. Pauline bebt“, „Es war ein super Fest. Danke, dass ich dabei sein durfte“ oder „Was für ein Fest: genial organisiert, tolle Leute, tolle Stimmung. Es war uns eine Ehre, bei Euch spielen zu dürfen.“ Und alle Beteiligten sind sich am Samstagabend einig: Die Pauline wird auch im Jubiläumsjahr 2023 so richtig beben.

„Pauline bebt!“ hieß es am Samstag im Innenhof der Paulinenpflege mitten in Winnenden. Es war kein Erdbeben, sondern ein kleines Festival im Freien, wie Matthias Knödler von der diakonischen Einrichtung berichtet.

„Wir haben ein halbes Jahr geplant und manchmal nicht gewusst, ob es trotz Pandemie klappt. Jetzt bin ich gerührt und dankbar, dass ich in so viele glückliche Gesichter schauen darf“, sagt Nadine Schüler. Sie ist Bereichsgeschäftsführerin der Paulinenpflege und sie eröffnet

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