Winnenden

Personalmangel in Winnenden: Mineralfreibad Höfen bleibt am Samstag geschlossen

Mineralfreibad
Bleibt am Samstag leer: Das Becken im Mineralfreibad Höfen. © Alexandra Palmizi

Für den kommenden Samstag ist in Winnenden bestes Freibadwetter vorhergesagt: 25 Grad und Sonnenschein, Regenwahrscheinlichkeit null Prozent. Doch im „Höfi“ darf sich niemand erfrischen. „Aufgrund fehlender Fachkräfte“ für die Aufsicht wird das Mineralfreibad Höfen am Samstag, 2. Juli, und auch am Montag, 4. Juli, nicht öffnen. Das hat Bäderleiter Sascha Seitz verkündet – und bittet um das Verständnis der Gäste.

Erst das Wetter, jetzt das Personal

Deren Geduld wurde allerdings Anfang Juni schon einmal auf die Probe gestellt. An einem Mittwoch, ebenfalls bei gutem Wetter, hatten einige Gäste vor dem verschlossenen Bädle vergeblich auf Einlass gehofft, doch das Tor blieb verschlossen. Der Grund damals: die Schlechtwetterregel der Stadtwerke Winnenden. Die Verantwortlichen entscheiden jeden Morgen zwischen 8 und 8.30 Uhr, ob sie das Freibad öffnen. Weil für den Tag eigentlich durchwachsenes Wetter angekündigt worden war, entschloss sich Bäderleiter Sascha Seitz dagegen – und die verhinderten Badegäste klagten unserer Redaktion ihr Leid.

Aber zurück zum kommenden Wochenende: Mit dem Wetter hat die erneute Schließung des Freibads nichts zu tun. Als Grund wird Personalmangel angegeben. Doch was steckt genau dahinter? Müssen sich die Höfi-Fans nach dem Bangen um ihr marodes Bad im Frühjahr, den dringend notwendigen Bauarbeiten und der erlösenden Nachricht, die Saison sei gerettet, nun doch an ein geschlossenes Freibad gewöhnen? Anruf bei Sascha Seitz.

„Ein Problem ist, dass wir aktuell alle Azubis wegen Prüfungen in der Berufsschule haben“, erklärt der hörbar geknickte Bäderleiter. Die fünf jungen Menschen werden zu Fachkräften für Bäderwesen ausgebildet und sind für die Stadtwerke schon wichtige Arbeitskräfte. Hinzu kommt: Es habe sich niemand für die Saisonarbeit beworben. Einige Fachkräfte seien zudem krank, andere im Urlaub, klagt Seitz.

Auch im Wunnebad „an der Grenze“

Um den Freibadbetrieb sowohl im Wunnebad als auch in Höfen aufrechtzuerhalten brauche es sowohl Fachkräfte beziehungsweise Meister für Bäderwesen als auch Rettungsschwimmer. An beidem mangelt es. Insbesondere ins technisch anspruchsvolle Bädle in Höfen lassen sich nicht einfach ungelernte Kräfte oder reine Rettungsschwimmer abstellen. „Aber selbst im Wunnebad sind wir an der Grenze“, erklärt der Bäderleiter, „mehr darf nicht passieren, sonst müssen wir das Wunnebad auch schließen.“

Mit den zwei Tagen – kommenden Samstag und Montag –, an denen das Freibad in Höfen nun geschlossen bleibe, sei man noch glimpflich davongekommen, bis vor kurzem habe es sogar noch düsterer ausgesehen. „Ich habe alles gedreht und gemacht, dass wir die Bäder irgendwie offen halten können“, sagt Sascha Seitz.

Immerhin: Zum Dauerzustand soll das leere Bädle Anfang Juli nicht werden, kündigt der Bäderleiter an: „Für den Rest des Monats sieht es gut aus, im August auch. Ich gehe nicht davon aus, dass wir weitere Schließungen haben. Aber dieses Mal ist nichts zu machen.“

Am Sonntag ist das Bädle geöffnet

Kleiner Trost: Am Sonntag (und dann wieder ab Dienstag) hat das „Höfi“ (bei gutem Wetter) regulär geöffnet. Und: Wer eine Dauerkarte besitzt, kommt damit am Samstag und am Montag auch ohne Aufpreis ins Wunnebad.

Übrigens: Ähnliche Probleme wie in Höfen gibt es auch in Remshalden. Dort hatte sich vor zwei Wochen eine lange Schlange vor dem Eingang gebildet, weil die Gemeinde das Freibad wegen Krankheitsfällen beim Personal erst zwei Stunden später öffnete als geplant. Die Remshaldener haben ihre Öffnungszeiten jetzt durchgängig der Personalsituation angepasst - mittwochs bleibt das Freibad generell geschlossen.

Für den kommenden Samstag ist in Winnenden bestes Freibadwetter vorhergesagt: 25 Grad und Sonnenschein, Regenwahrscheinlichkeit null Prozent. Doch im „Höfi“ darf sich niemand erfrischen. „Aufgrund fehlender Fachkräfte“ für die Aufsicht wird das Mineralfreibad Höfen am Samstag, 2. Juli, und auch am Montag, 4. Juli, nicht öffnen. Das hat Bäderleiter Sascha Seitz verkündet – und bittet um das Verständnis der Gäste.

Erst das Wetter, jetzt das Personal

Deren Geduld wurde

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