Winnenden

Pfarrer Reimar Krauß verlässt Winnenden und wird Co-Dekan in Friedrichshafen

Jakobsaltar
Pfarrer Reimar Krauß vor dem Jakobusaltar in der Schlosskirche Winnenden. © Gabriel Habermann

Die evangelische Gesamtkirchengemeinde Winnenden verliert ihren geschäftsführenden Pfarrer: Nach 15 Jahren zieht es Reimar Krauß an den Bodensee. Der 61-Jährige ist im Kirchenbezirk Ravensburg zum Co-Dekan gewählt worden und wird geschäftsführender Pfarrer in Friedrichshafen. „Ich habe mir überlegt, ob ich die letzten fünf Amtsjahre in Winnenden verbringe, was mir auch sehr gefallen hätte“, sagt Pfarrer Krauß im Gespräch mit unserer Redaktion, „ich habe dann aber doch noch einmal eine neue Herausforderung gesucht und diese in Friedrichshafen gefunden.“

Für den sport- und musikbegeisterten dreifachen Familienvater ist es gewissermaßen eine Rückkehr zu seinen theologischen Wurzeln: „Ich komme ja aus Oberschwaben“, sagt Reimar Krauß. Er ist in Marburg an der Lahn geboren, in Isny im Allgäu aufgewachsen – und hat sein Ausbildungsvikariat in Baienfurt absolviert, also im Kirchenbezirk Ravensburg.

Dort folgt Reimar Krauß jetzt auf Gottfried Claß, der in den Ruhestand gegangen ist. Der genaue Termin des Amtsantritts steht laut einer Pressemitteilung der Landeskirche Baden-Württemberg noch nicht fest.

Von der Schlosskirche Winnenden in die Schlosskirche Friedrichshafen

An einen neuen Kirchennamen muss sich Reimar Krauß, wenn es dann so weit ist, nicht gewöhnen: Seine Wirkungsstätte ist in Friedrichshafen wie schon in Winnenden eine „Schlosskirche“. Das sei aber kein Kriterium für seinen Wechsel an den Bodensee gewesen, sagt der 61-Jährige, eher schon, „dass es dort genauso schöne Kirchenmusik gibt wie hier an der Schlosskirche“.

In Winnenden würde der Pfarrer an Himmelfahrt sein 15-Jahr-Jubiläum feiern. 2007 ist er nach Stationen in Kirchdorf/Rot und Notzingen in den Rems-Murr-Kreis gekommen. Hier fühlten er und seine Frau sich bis heute wohl, betont Reimar Krauß. Er werde seine „Radelfreunde“ vermissen, und überhaupt, sagt der 61-Jährige: „Wir werden ganz wichtige Beziehungen zurücklassen.“

Wobei er freilich nicht nur frohe Zeiten in Winnenden erlebt hat: Der Amoklauf im Jahr 2009 habe ihn wie alle Menschen hier „kalt erwischt“, erinnert sich Reimar Krauß, „eine prägende und einschneidende Erfahrung“. Zwei Jahre nach seinem Amtsantritt war er als Seelsorger gefragt, aber auch als Mitorganisator von Trauerfeiern und Gedenkgottesdiensten.

Bis heute sei er der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen „sehr dankbar“, sagt Krauß: „Es hat sich sehr bewährt, dass wir miteinander gearbeitet haben.“

Um die Zukunft der Kirche in Winnenden ist ihm "nicht bange"

Mit Interesse verfolgen wird Reimar Krauß die Sanierung der Stadtkirche – er gehöre schließlich zu den Gründungsstiftern für das Projekt. Weitere Meilensteine waren für ihn der neu eingerichtete Kindergarten im Paul-Schneider-Haus und die „Hochzeit“ der dortigen Kirchengemeinde mit der Gemeinde in der Stadtmitte.

An neuer Wirkungsstätte wird er den Dekan unterstützen, Kirchengemeinden besuchen, „meine Erfahrung einbringen“. Es sei ihm immer eine Freude, „den Blick zu weiten und zu schauen, was die Kolleginnen und Kollegen an anderen Orten machen“, sagt Reimar Krauß. „Ich freue mich, zu sehen, was alles wächst und gedeiht in unserer Kirche – trotz aller Probleme wie zum Beispiel dem Mitgliederschwund. Die Leute, die da sind, die sind klasse.“

Das gilt auch für seine Gemeinde in Winnenden. Wer auch immer ihm nachfolgen werde: „Mir ist nicht bange.“

Die evangelische Gesamtkirchengemeinde Winnenden verliert ihren geschäftsführenden Pfarrer: Nach 15 Jahren zieht es Reimar Krauß an den Bodensee. Der 61-Jährige ist im Kirchenbezirk Ravensburg zum Co-Dekan gewählt worden und wird geschäftsführender Pfarrer in Friedrichshafen. „Ich habe mir überlegt, ob ich die letzten fünf Amtsjahre in Winnenden verbringe, was mir auch sehr gefallen hätte“, sagt Pfarrer Krauß im Gespräch mit unserer Redaktion, „ich habe dann aber doch noch einmal eine neue

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