Winnenden

Ralf Özkara (AfD) gewinnt Wahl

Özkara_Ralf_0
Ralf Özkara aus den Berglen will am Wochenende in Sulz am Neckar AfD-Landessprecher werden. In Sachen Prominenz ist er zwar nicht konkurrenzfähig mit Alice Weidel, der baden-württembergischen Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl, und Marc Jongen, dem altgriechischkundigen Oberphilosophen der Partei – aber Özkara gilt als gut vernetzt mit der Parteibasis. © Ramona Adolf

Sulz am Neckar.

Baden-Württembergs krisengeschüttelte AfD kommt nicht zur Ruhe. Die Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl, Alice Weidel, scheiterte am Samstag bei einem Parteitag in Sulz am Neckar mit dem Versuch, auch Landesvorsitzende zu werden. Statt die Unternehmerin vom Bodensee, die zum liberal-konservativen Flügel der AfD zählt, wählten die Delegierten Ralf Özkara zum Landeschef. Er war bisher Büroleiter von Landtagsfraktionschef Jörg Meuthen und wurde von diesem stark unterstützt.

Der 46-jährige Özkara erhielt 224 Stimmen, für die 38-jährige Weidel stimmten 209 Delegierte. Zuvor hatte Meuthen sich in einer Rede gegen die Vereinbarkeit von Bundestagsmandat und Amt in der Landespartei ausgesprochen. Das wurde als Affront gegen Weidel aufgefasst, deren Image mit der Niederlage wenige Monate vor der Bundestagswahl als angekratzt gilt. Während Weidels Bewerbungsrede hatte es von Delegierten Buh-Rufe und Beleidigungen gegeben.

Während Weidel sich vehement für einen Parteiausschluss des umstrittenen thüringischen Landeschefs Björn Höcke einsetzt, sind Meuthen und Özkara für seinen Verbleib in der AfD.