Winnenden

Regiorad: Eine Fahrradleihstation für Bahnhof in Winnenden

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Leutenbachs Bürgermeister Jürgen Kiesl, Ralf Maier-Geißer (Gesamtkoordinator Regiorad Stuttgart), Daniel Baier (ADFC Winnenden), Thomas Bopp (Vorsitzender Verband Region Stuttgart) und Winnendens Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth (von links) an der Radstation. © Ralph Steinemann Pressefoto

Wer von der Arbeit mit der S-Bahn am Bahnhof in Winnenden ankommt, den Anschlussbus knapp verpasst, der kann sich ab sofort ein Fahrrad schnappen und heimradeln. Winnenden ist an das Regiorad-Netz angeschlossen. Am S-Bahn-Ausgang in Richtung Innenstadt stehen die Zweiräder bereit.

Will man das Angebot nutzen, benötigt man entweder ein Smartphone oder die Polygocard, mit welcher auch die Busse und Bahnen im Netz des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart (VVS) genutzt werden können.

Nutzer können die Räder per Anruf, App oder mit der Karte entsichern und losfahren. „Wer eine Polygocard besitzt, fährt am günstigsten“, erklärte Ralf Maier-Geißer, Gesamtkoordinator von Regiorad Stuttgart, bei der Einweihung am Donnerstagmittag.

Winnender Gemeinderäte haben sich zunächst skeptisch gezeigt

Dass es dieses Angebot nun in Winnenden gibt, hat eine längere Vorgeschichte. „Wir sind mit der Einrichtung zweimal im Gemeinderat gescheitert“, erinnerte sich Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth. Bei den Gemeinderäten hat die Skepsis überwogen, die Befürchtung, wonach die Räder die meiste Zeit ungenutzt am Bahnhof herumstehen.

Da es inzwischen jedoch eine bezuschusste „Zwei für eins“-Aktion für Regiorad-Stationen gibt, ist Holzwarth mit seinem Ansinnen erneut vor das Gremium getreten. „Zuvor habe ich beim Leutenbacher Bürgermeister Jürgen Kiesl angerufen und ihn gefragt, ob Leutenbach mitmacht. Er war sofort dabei“, so Winnendens OB. Und auch der Gemeinderat hat seine Zustimmung erteilt.

Zur anfänglichen Skepsis der Räte beigetragen haben könnte die Tatsache, dass es mit Freiberg am Neckar eine Kommune gibt, die erst vor kurzem beschlossen hat, ab November per Sonderkündigungsrecht wieder auszusteigen. Wie die Bietigheimer Zeitung berichtet, hat es dort 2020 nur 296 Entleihungen gegeben, 2021 nur 199. Dem gegenüber standen jährliche Kosten zwischen 12 000 und 13 000 Euro.

Die Laufzeit des Vertrages in Winnenden mit Regiorad ist auf den 30. November 2026 datiert. „Eigentlich sind wir am Start und wollen jetzt nicht über das Ende sprechen. Unser Ziel ist, noch weitere Stationen aufzubauen. Wir werden aber die Nutzungszahlen regelmäßig beobachten“, so Jürgen Kromer, Beauftragter für Umweltschutz bei der Stadt, auf Nachfrage.

Räder können an jeder beliebigen Station zurückgegeben werden

Bis die Station in Leutenbach eingerichtet ist, wird es wohl noch etwas dauern. Grund: Die Gemeinde möchte die Station am Löwenplatz einrichten, dort ist momentan jedoch noch der Corona-Testcontainer von Noah Schäftlmeier aufgebaut.

Ralf Maier-Geißer versicherte, dass die Stationen regelmäßig überprüft, wenn nötig mit Fahrrädern aufgefüllt werden. Nutzer müssen das Rad nicht an der Station zurückgeben, an der sie es ausgeliehen haben. „Es kann an jeder beliebigen Regiorad-Station abgegeben werden“, so Maier-Geißer. Auch, wenn die Station voll ist. Dann können es Nutzer neben der Station platzieren. Diese soll dann erkennen, dass die Station voll ist, und ein Abstellen ermöglichen.

Wer von der Arbeit mit der S-Bahn am Bahnhof in Winnenden ankommt, den Anschlussbus knapp verpasst, der kann sich ab sofort ein Fahrrad schnappen und heimradeln. Winnenden ist an das Regiorad-Netz angeschlossen. Am S-Bahn-Ausgang in Richtung Innenstadt stehen die Zweiräder bereit.

Will man das Angebot nutzen, benötigt man entweder ein Smartphone oder die Polygocard, mit welcher auch die Busse und Bahnen im Netz des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart (VVS) genutzt werden

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