Winnenden

Rems-Murr-Kliniken dürfen für neue Infektionsstation in Winnenden die Baugrenze überschreiten

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Das Rems-Murr-Klinikum in Winnenden. © ZVW/Benjamin Büttner

Wer Baugrenzen überschreiten will, braucht dafür die Zustimmung von Gemeinderäten im Technischen Ausschuss. Das Rems-Murr-Klinikum bekam am Dienstagabend diese Zustimmung für den Bau einer Infektionsstation. Damit hat das dringend gebrauchte Gebäude eine wichtige Hürde genommen auf dem Weg zur Baugenehmigung. Alle Gemeinderäte im Technischen Ausschuss stimmten dem Bauantrag zu, nachdem sie sich noch einmal vergewissert hatten, dass das aus Containern bestehende Gebäude nur fünf bis sieben Jahre am Klinikum nahe bei der Wohnsiedlung stehen soll. Deutlich wurde im Sitzungssaal gesagt, dass das geplante Gebäude die Bauverbotsfläche um 947 Quadratmeter überschreitet.

Ganz klar ausgedrückt wurde auch, dass Anwohner eine Lärmbelästigung befürchten, und dass sie bereits jetzt ihre Erfahrungen gemacht haben mit einem großen Container und dessen Klimaanlage, deren Aggregate in Nachbarhäusern zu hören waren. Eine weniger schöne Erfahrung, wie OB Holzwarth kommentierte.

Dr. Marc Nickel, Geschäftsführer der Rems-Murr-Kliniken, versicherte: „Es wird keine Klimaanlage benötigt, weil das Infektionsgebäude auf der Nordseite des Hauptgebäudes stehen wird.“ In dem bisherigen Container sei Isopropyl-Alkohol für Desinfektionsmittel gelagert worden. Das sei gekühlt worden. „Aber dieser Container ist wieder abgebaut.“ „Wenn ich Anwohner wäre, wäre für mich der Schallpegel einer Klimaanlage das Störendste an diesem Projekt“, meinte FWV-Stadtrat Hans-Peter Luckert.

Nebenbei erfuhren die Gemeinderäte, dass die Kreisbau im nächsten Jahr den Bau eines Parkhauses fürs Klinikum neben dem Feuerwehrhaus beginnen soll.