Winnenden

Schwimmkurs zum vierten Geburtstag

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Schwimmkurs im Wunnebad: Kinder ab vier Jahren lernen an neun Nachmittagen bei Schwimmmeisterin Silke Jantz. © ZVW/Gaby Schneider

Winnenden.
Schwimmen kann doch jeder – dachte man früher immer. Aber wer genau hinschaut – auch auf die ältere Generation –, der merkt: In jedem Jahrgang findet man welche, die sich nicht selbst über Wasser halten könnten, wenn sie hineinfielen. Nichtschwimmer aller Generationen bleiben außerhalb der Becken im Wunnebad, sitzen am Strand, ohne ins Wasser zu gehen, und können sich nicht retten, wenn sie ins Wasser fallen. Zwingen kann man niemanden, das Schwimmen zu lernen. Aber man kann Eltern einen Anstoß geben, dass sie ihr Kind in den Kurs schicken, und man kann als Stadt erreichen, dass es am Geld nicht scheitern muss.

Daran arbeitet seit dieser Woche die Stadt Winnenden. Sie möchte im nächsten Jahr den jungen Familien ein Geschenk machen. Jedes Kind soll zu seinem vierten Geburtstag einen Gutschein für einen Schwimmkurs bekommen. Die Gutscheine sollen zumindest fürs Wunnebad und das Höfener Mineralbad gelten. Ob Kurse in weiteren Bädern der Nachbarschaft auch von der Stadt Winnenden bezahlt werden können, steht noch nicht fest.

Wunnebad verbreitert gerade sein Angebot an Kursen

Schwimmkurse hat das Wunnebad der Stadt immer schon angeboten, mal viele, mal fast gar keine. Seit diesem Jahr ist das Bad wieder stark in die Kurse eingestiegen, hat auf seiner Homepage ein übersichtliches Angebot an Kursen für Kinder und Erwachsene, für absolute Anfänger, für junge Schwimmer mit ersten Erfahrungen, für Jugendliche und auch für Erwachsene, denn, siehe oben, unter denen sind doch etliche, die in offenen Gewässern verloren wären. Das immer breitere Kursangebot des Bads spricht sich gerade herum. Mehr Eltern melden ihre Kinder an. Einzelne Kurse sind gut ausgebucht, zum Beispiel ein Schwimmkurs für Kinder ab vier Jahren am Dienstagnachmittag. Da rudern fünf Kinder zusammen mit Schwimmmeisterin Silke Jantz im Becken, haben Schwimmgurte an, trainieren die Bewegungen und das Atmen. Immer neun Einheiten hat ein Anfängerkurs. Manche finden dreimal die Woche statt und sind nach drei Wochen schon durch. Wenn das Kind von sich aus gut klarkommt, erreicht es am Ende des Kurses schon das „Seepferdchen“, das Abzeichen, das einem Kind bescheinigt, dass es vom Becken springen und 25 Meter ohne fremde Hilfe schwimmen, und dass es einen Gegenstand vom Beckenboden hochholen kann. Damit ist das Mindestziel im Schwimmen erreicht.

So niedlich das Seepferdchen aussieht, es zu bekommen ist für Kinder ganz schön schwierig. Wer sich schwertut, kann einen zweiten Kurs buchen, „Anfänger+“, mit dem die Unsicherheiten überwunden werden, die ein Kind zuvor noch am Seepferdchen gehindert hatten. Die Kurse haben alle einen leicht zu merkenden Preis: 111 Euro kosten die neun Stunden mit der Schwimmlehrerin, egal ob sie in drei oder in neun Wochen absolviert werden.

Diese 111 Euro werden Kinder vielleicht schon Mitte nächsten Jahres, spätestens aber Anfang 2021 jeweils zu ihrem vierten Geburtstag von der Stadt Winnenden geschenkt bekommen. Die Stadt wird das schätzungsweise 30 000 Euro im Jahr kosten, und der Gemeinderat hat diese Woche beschlossen, dieses Geld im Haushaltsplan bereitzustellen.

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Schwimmen kann doch jeder – dachte man früher immer. Aber wer genau hinschaut – auch auf die ältere Generation –, der merkt: In jedem Jahrgang findet man welche, die sich nicht selbst über Wasser halten könnten, wenn sie hineinfielen. Nichtschwimmer aller Generationen bleiben außerhalb der Becken im Wunnebad, sitzen am Strand, ohne ins Wasser zu gehen, und können sich nicht retten, wenn sie ins Wasser fallen. Zwingen kann man niemanden,

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