Winnenden

"Simtschuk" aus Winnenden: Musik, um die Gedanken zu sortieren

Simtschuck
Samuel Mathias, genannt „Simtschuk“. © Gabriel Habermann

Musiker Samuel „Simtschuk“ Mathias veröffentlicht kommenden Freitag, 22. April, sein erstes Soloprojekt. „Der Song, eine Pop-Rap-Single, heißt ‘Wollen und machen‘. Er handelt von großen Zielen, die jeder hat. Dabei übernimmt man sich jedoch oft und baut sich selbst zu viel Druck auf“, erzählt der 33-Jährige im Gespräch mit unserer Zeitung. Persönliche Erfahrungen und Gedanken haben zum Songtext beigetragen. Er handelt von Arbeit, gescheiterten Liebesbeziehungen und Zukunftswünschen.

„Doch wenn ich so überleg, denke ich mir manchmal besser früh als spät, dann wünsch ich mir Familie, ein Haus und ein Gemüsebeet“, heißt es unter anderem im Songtext. Mal gefühlvoll, mal findet er deftigere Worte.

Musik, um sich selber kennenzulernen

Die Musik hilft Samuel Mathias, Erlebnisse zu verarbeiten, Gedanken zu sortieren, zu sich selbst zu finden. „Ich bin witzig, oft ironisch. Aber ich habe eben auch eine emotionale Seite. Emotionen lässt man teilweise nicht zu. Musik verschafft mir einen Zugang. Sie hilft mir, mich selber besser kennenzulernen“, weiß der Musiker, der sich seit knapp 20 Jahren mit Texten, Beats und Co beschäftigt.

In Winnenden aufgewachsen

Aufgewachsen in Hertmannsweiler, hat er das Georg-Büchner-Gymnasium, später die Albertville-Realschule besucht. Dann folgte der Umzug nach Ludwigsburg. „Beim Abschlussball hatte ich meinen ersten Auftritt, habe über die Schulzeit gesungen“, erinnert er sich. In dieser Zeit verpasste ihm ein Kumpel auch den Spitznamen „Simtschuk“, unter welchem er noch heute seine Songs veröffentlicht. Auch wenn er nicht mehr in Winnenden wohnt, kommt er nach wie vor in seine Heimat, etwa um Schulfreunde zu besuchen.

Noch im vergangenen Jahr hat er als „Yuffimodel“ sein Lieblingsgericht, den Yufka, besungen (Speise aus der türkischen Küche; ein dünnes, gerolltes Fladenbrot mit Fleisch und Gemüse gefüllt). „Das war eher spaßig“, meint Simtschuk mit einem Lächeln. Von diesem Image will er nun erst einmal weg, hin zu seriöseren Texten.

Das erste „ernste“ Soloprojekt

Mit Freunden hat er in der Vergangenheit ein Reggae-Projekt gestartet. „Und gemeinsam mit den Winnendern Claudio Rapp und Mike Ullrich bin ich als ,Zwei mit Mike' aufgetreten. Jetzt folgt mein erstes, ernst gemeintes Soloprojekt. Die Songtexte sind ziemlich deep“, kündigt der 33-Jährige, der auch noch drei Auftritte in diesem Jahr plant, an. Ein Leben ohne Musik ist für Samuel Mathias unvorstellbar.

Seine Texte schreibt er selbst. „Manchmal flutscht es richtig, manchmal dauert es aber auch etwas länger. Das ist ganz unterschiedlich“, gibt er einen Einblick in seine Arbeit. Im Gegensatz zu früheren Zeiten lässt er seine Beats mittlerweile größtenteils produzieren. Hat er seine Aufnahme im Kasten, bringt er sie zu einem Mischer. „Nach der ersten Version gibt es ein Feedback. So tasten wir uns quasi ran, bis der Song fertig ist“, erklärt er. Im Großen und Ganzen kümmere er sich jedoch um den Großteil selbst, beispielsweise auch um Ideen für die Musikvideos.

Seinen Musikstil beschreibt der 33-Jährige als Urban-Pop. „Mit Hip-Hop und Rap-Einflüssen. Aber auch Afro-Pop, Soul und Gospel sind dabei. Eigentlich alles aus dem Black Kosmos“, ordnet er ein.

Leben kann er von seinem Hobby nicht. „Ich arbeite als IT-Berater. Mit der Musik versuche ich, Zusatzeinnahmen zu generieren, zum Beispiel auch durch den Verkauf von Fanartikeln“, erzählt er.

Während der Corona-Pandemie hatte „Simtschuk“ wie die meisten Künstler keine Auftritte. „Als Gast war ich bei ein paar Poetry-Slams. Das war es allerdings auch“, sagt er.

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Musiker Samuel „Simtschuk“ Mathias veröffentlicht kommenden Freitag, 22. April, sein erstes Soloprojekt. „Der Song, eine Pop-Rap-Single, heißt ‘Wollen und machen‘. Er handelt von großen Zielen, die jeder hat. Dabei übernimmt man sich jedoch oft und baut sich selbst zu viel Druck auf“, erzählt der 33-Jährige im Gespräch mit unserer Zeitung. Persönliche Erfahrungen und Gedanken haben zum Songtext beigetragen. Er handelt von Arbeit, gescheiterten Liebesbeziehungen und

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