Winnenden

Sing4Fun gibt Konzert in der Stadtkirche Winnenden - einen Tag vor Ende der Maskenpflicht

Chor Sing4Fun und Magier Miele
Sing4Fun mit Gastsängern aus Oppenweiler und Aspach beim ersten großen Konzert in der Pandemie. © Alexandra Palmizi

Der Chor Sing4Fun hat alles gegeben, um der Fernseh-Samstagabendunterhaltung mit einem eigenen Konzert Paroli zu bieten. Ein Moderator erzählte von der Kanzel der Stadtkirche herab ein Liebesmärchen über das Winnender Mädle Barbara, den Rockstar Gottfried und den Herzog Karl Alexander und seinen Mops. Frei erfunden freilich von den Chorleuten, aber eben mit historischen Anklängen und vielen witzigen Bezügen zum Heute.

Fürs Auge boten die an eine Leinwand gebeamten Fotos und Zeichnungen dem Publikum Fantasie-Unterstützung, fürs Ohr sangen die elf Frauen und sechs Männer herrlich beschwingt, beseelt und auswendig zum Inhalt der Geschichte passende Lieder. Sie stammen aus dem Balladen- und Poprepertoire des Birkmannsweiler Frohsinn-Chors, bis auf „Funkelperlenaugen“ alle auf Englisch, von Pink, Queen, den Beach Boys („Barbara Ann“, locker-flockig fröhlich) oder Duffy (die Version ihres „Mercy“ gelang mal richtig genial).

Der Pandemie zum Trotz haben die Chorleute aufs Konzert hingearbeitet

Wie krass, dass den 150 Zuhörern in der Stadtkirche dazu noch der aus Waiblingen stammende Magier und Mentalist Marco Miele geboten wurde, der allein einen Abend hätte füllen können, und orientalischer Tanz von Raihana und ihren Schülerinnen. Aber gell, ob Kulenkampff oder Thomas Gottschalk, große Shows müssen die Sendezeit überziehen, da muss man durch, und wenn's drei Stunden (mit Pause) sind.

Apropos durchmachen: Viele Chöre mussten in den vergangenen Monaten ihre Konzerte absagen, viele haben sich in der Alarmstufe gar nicht mehr zum Proben getroffen. Wenn überhaupt fangen sie jetzt, bei einer nie vorstellbaren Inzidenz von 2000 (Winnenden) wieder zu singen an ... Sing4Fun hat ebenfalls Mitglieder, wie Vorsitzender Peter Ihl sagte, die seit 2,5 Jahren nicht mehr gesehen wurden, denen das Wagnis Singen zu gefährlich ist, sich mit dem Virus anzustecken. Trotzdem haben die Verbliebenen immer weitergemacht, alle Mittel ausgeschöpft, die möglich und erlaubt waren, und ihre Musik am Leben gehalten. Dank Gastsängern aus Chören, die Chorleiter Armin Scherhaufer ebenfalls leitet (Klangschmiede und Chor & The Gang) sowie finanziellem Engagement der Sänger haben die Akteure in vier Monaten diesen bezaubernden Abend auf die Beine gestellt, zufällig pünktlich zum Wegfall der meisten Corona-Regeln.

Bewegend daher auch Armin Scherhaufers Schlusswort: „Ich durfte in den letzten zwei Jahren kaum mehr etwas tun – ihr habt mir Halt und Zuspruch gegeben.“

Der Chor Sing4Fun hat alles gegeben, um der Fernseh-Samstagabendunterhaltung mit einem eigenen Konzert Paroli zu bieten. Ein Moderator erzählte von der Kanzel der Stadtkirche herab ein Liebesmärchen über das Winnender Mädle Barbara, den Rockstar Gottfried und den Herzog Karl Alexander und seinen Mops. Frei erfunden freilich von den Chorleuten, aber eben mit historischen Anklängen und vielen witzigen Bezügen zum Heute.

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Fürs Auge boten die an eine Leinwand gebeamten Fotos und

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