Winnenden

So kommen Autofahrer sicher durch den Winter: Tipps vom Fahrlehrer aus Winnenden

Fahrschule Academy
Was Fahrlehrer Ralf Klopfer bei Eis und Schnee rät. © Alexandra Palmizi

In der Academy-Fahrschule von Ralf Klopfer witzeln die Lehrer immer mit den Schülern herum, wenn das Thema auf die Fahrweise bei Eis und Schnee kommt. „Wir fragen die Jungen im Unterricht immer, ob sie das weiße Zeug noch kennen, das von oben kommt und aus dem man Kugeln machen kann.“ Wohl wahr: Es schneit hierzulande im Vergleich zu früher seltener und wenn, dann mengenmäßig weniger. Autofahrer haben wenig Gelegenheit, den Umgang mit der im Verkehr gefährlichen weißen Pracht zu üben. „Wir sagen immer, man muss angepasst fahren.“ Doch was genau soll das sein? Hier fünf Tipps von Ralf Klopfer.  

1. Wintermodus von Oktober bis Ostern 

Auto rechtzeitig auf die Winterzeit vorbereiten. Also Winterreifen montieren lassen und die Flüssigkeit für den Scheibenwischer mit frostsicherem Reinigungsmittel oder einem Spritzer Spiritus mischen. So hat man besseren Grip bei Matsch und Schnee und gute Sicht.

2. Zeit fürs Kehren und Kratzen einplanen

„Mein wichtigster Tipp lautet: Garage. Ich genieße es sehr, aus ihr im Winter herauszufahren.“ Ralf Klopfer weiß wohl, dass nicht jeder über das Haus fürs Auto verfügt. „Der muss das gesamte Fahrzeug von Schnee und Eis befreien, das Dach abkehren, alle Scheiben freikratzen.“

3. Scheiben mit Gebläse und Klimaanlage entfeuchten

Wer dann leicht erhitzt und mit nassen Schuhen ins Auto steigt, sieht sich schnell vors nächste Problem gestellt: Die Scheibe läuft an. „Das Gebläse stark auf die Windschutzscheibe einstellen, auch die Heckscheibe heizen“, empfiehlt Fahrlehrer Klopfer. Außerdem zieht die Klimaanlage Feuchtigkeit ab, auch wenn geheizt wird. Den Motor deshalb schon während des Eiskratzens laufen lassen, ist aber aus Umweltgründen nicht erlaubt. „Die Elektroautos hingegen haben so eine Art Standheizung, die man vorher einschalten kann. Eigentlich soll sie die optimale Temperatur für die Batterie erzeugen, zugleich hilft sie aber auch beim Scheibenenteisen“, berichtet Klopfer von den E-Modellen der Fahrschule. „Da ist aber vielleicht jeder Autotyp anders, man muss sich da erkundigen“, rät er.

4. Abstand halten, der Bremsweg ist länger

Elektroautos haben ein Automatikgetriebe und laden die Batterie beim Bremsen auf. Somit kann man nicht mit der Motorbremse arbeiten wie beim Schaltgetriebe. „Umso mehr muss der Fahrer also darauf achten, dass er mehr Abstand zum Vordermann hält.“

5 Langsam fahren, Umweg fahren

Angepasst fahren heißt auch langsam fahren, um Rutschen und Schlittern zu vermeiden. Es bedeutet demnach früher als gewohnt loszufahren, um nicht in Zeitdruck zu kommen. Und oft ist es auch ratsam, auf den „großen“ Straßen zu fahren, die besser und öfter geräumt und gestreut werden als die „kleinen“ Landstraßen, zumindest in den Nachtstunden.

In der Academy-Fahrschule von Ralf Klopfer witzeln die Lehrer immer mit den Schülern herum, wenn das Thema auf die Fahrweise bei Eis und Schnee kommt. „Wir fragen die Jungen im Unterricht immer, ob sie das weiße Zeug noch kennen, das von oben kommt und aus dem man Kugeln machen kann.“ Wohl wahr: Es schneit hierzulande im Vergleich zu früher seltener und wenn, dann mengenmäßig weniger. Autofahrer haben wenig Gelegenheit, den Umgang mit der im Verkehr gefährlichen weißen Pracht zu üben. „Wir

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