Winnenden

So läuft der Schulbetrieb nach der Corona-Pause an der Winnender Kastengrundschule

Kastenschule
Eine Erstklässlerin wäscht sich vor dem Unterricht die Hände mit Seife. Einen Mundschutz trägt sie ebenfalls. © Gabriel Habermann

Für die Erstklässler der Kastengrundschule sind die ersten Tage zurück im Schulalltag besonders spannend. Seit Montag dürfen sie wieder täglich für zwei Stunden nach langer Coronapause in den Unterricht kommen. Doch das ist längst nicht alles, denn auch der Anbau der Schule ist inzwischen so weit fertig, dass die Schüler dort unterrichtet werden können. „Am Montag habe ich die anwesenden Schüler in Kleingruppen durch das neue Schulhaus geführt“, erzählt Schulleiterin Margit Claudi. Wo ist das Lehrerzimmer? Wo habe ich Unterricht? Und wo kann ich auf die Toilette gehen? Mit all diesen Fragen beschäftigten sich die Schüler an ihrem ersten Schultag nach der Coronapause. Und dann sind da ja auch noch die Hygiene- und Abstandsregeln, die es zu beachten gilt. Für einen Erstklässler nicht einfach. „In diesem Alter weiß man noch gar nicht so richtig, was anderthalb Meter sind“, sagt Margit Claudi. Sie habe den jungen Schülern versucht, den Abstand bildlich zu beschreiben. „Ein Auto oder ein liegender Mensch sollte zwischen euch passen, habe ich ihnen gesagt“, erzählt die Schulleiterin.

Einzeln und mit Mundschutz dürfen die Schüler in das Klassenzimmer

Derweil versammeln sich um kurz vor 8 Uhr die Schüler mit dem nötigen Abstand auf dem Pausenhof. Es regnet, trotzdem lachen sie viel. Der ein oder andere sieht auch noch etwas müde aus. Gemeinsam dürfen sie das Klassenzimmer nicht betreten. Einzeln und mit Mundschutz heißt die Devise. Vor ihrem Klassenraum angekommen, setzen sie ihren Schulranzen ab, legen die Jacke beiseite und gehen ans Waschbecken. Gründlich und mit viel Seife waschen sie ihre Hände. Ist das erledigt, schnappen sie sich wieder Schulranzen und Jacke und laufen zu ihren Plätzen. „Das braucht morgens natürlich seine Zeit“, sagt Margit Claudi. Eine Schülerin erschrickt, bevor sie das Klassenzimmer betritt. „Mist, jetzt habe ich vergessen, meine Maske aufzusetzen. Ich dachte, ich komme zu spät“, sagt sie. Auf dem Schulflur trifft die Schulleiterin auf eine andere Schülerin. „Du bist zu früh da“, sagt sie ihr. „Warte bitte noch auf dem Pausenhof, deine Klasse ist erst in fünfzehn Minuten an der Reihe.“

In jedem Klassenzimmer sind maximal elf Schüler und eine Lehrkraft. „Wir haben alle Klassen geteilt“, sagt die Schulleiterin. Schließlich brauche der Lehrer oder die Lehrerin vorne auch genügend Platz, um zu unterrichten.

Auf die Toilette darf immer nur ein Kind zeitgleich. Neben den Erstklässlern sind in dieser Woche auch die Drittklässler an der Schule. „Jede Klasse hat in dieser Woche zehn Stunden Unterricht“, sagt Margit Claudi. „In der nächsten Woche kommen dann die Zweit- und Viertklässler, die dafür jetzt zu Hause sind und Aufgaben von ihren Lehrern bekommen haben. Was den Bildungsanspruch angeht, ist diese Zeit für uns sehr wichtig. Wir arbeiten mit den Kindern die für sie sehr aufregenden letzten Wochen auf, wollen ihnen aber darüber hinaus natürlich auch etwas beibringen. Da müssen wir die richtige Balance finden. Was den Betreuungsanspruch angeht, sind diese zehn Stunden für die Eltern aber nur ein Tropfen auf dem heißen Stein“, meint die Schulleiterin. Von Seiten der Eltern habe es zum Hygiene- und Abstandskonzept der Kastenschule kaum Rückfragen gegeben. „Wir haben alle Regeln frühzeitig an die Eltern kommuniziert“, sagt Claudi. „Fragen gab es dann eher dazu, wie es mit Kindern abläuft, die Angehörige aus den Risikogruppen haben“, fährt sie fort. Manche Eltern hätten sich dann dafür entschieden, ihre Kinder zu Hause zu lassen. „Andere Eltern wiederum haben sich auch dafür entschieden, das Kind trotzdem in die Schule zu schicken.“ Bis auf eine Ausnahme sind auch alle Lehrer wieder an der Schule.

„Können nicht so weitermachen wie vor Corona“

„Was ich bisher sagen kann, ist, dass es ganz gut klappt. Nach der langen Zeit können wir nicht einfach wieder die Tür aufmachen und so weitermachen wie vor Corona“, sagt Schulleiterin Margit Claudi.

Für die Erstklässler der Kastengrundschule sind die ersten Tage zurück im Schulalltag besonders spannend. Seit Montag dürfen sie wieder täglich für zwei Stunden nach langer Coronapause in den Unterricht kommen. Doch das ist längst nicht alles, denn auch der Anbau der Schule ist inzwischen so weit fertig, dass die Schüler dort unterrichtet werden können. „Am Montag habe ich die anwesenden Schüler in Kleingruppen durch das neue Schulhaus geführt“, erzählt Schulleiterin Margit Claudi. Wo ist

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