Winnenden

Spielplätze öffnen mit neuen Regeln

Spielplatz
Annette Leschik mit ihrem Sohn Luke auf dem Spielplatz bei der Hermann-Schwab-Halle. © Klecker

Am Vormittag gehen Eltern mit ihren Kindern eher nicht auf den Spielplatz. In Coronazeiten schon gar nicht. Allmählich spricht es sich allerdings herum, dass die lange Zeit gesperrten Spielflächen seit diesem Mittwoch nach und nach wieder öffnen. Noch sind es nicht alle, aber spätestens am Donnerstag soll es so weit sein.

Mittwochmorgen, 10 Uhr: Auf dem Spielplatz bei der Hermann-Schwab-Halle ist es ruhig. Kinder sind weit und breit nicht zu sehen. Eigentlich darf dort wieder geschaukelt, geklettert, gebuddelt und getobt werden. Damit das Ganze so coronakonform wie möglich abläuft, gibt es Spielregeln der Landesregierung. So ist, wenn möglich, auch auf Spielplätzen der inzwischen übliche Abstand von 1,5 Metern einzuhalten. Kinder, insbesondere ab dem Grundschulalter, und Erwachsene müssen sich an diesen Abstand halten, außer sie kommen aus derselben Familie. Außerdem darf pro zehn Quadratmeter Gesamtfläche nur ein Kind auf einem Spielplatz toben. Auf jedem Spielplatz hängen Schilder mit der jeweils zulässigen Anzahl an Kindern. Um Infektionen möglichst zu vermeiden, dürfen Kinder auf Spielplätzen außerdem nur in Begleitung eines Erwachsenen spielen, der auf die Einhaltung der Abstände achten sollte. Das berichten die Stadt Winnenden und die Gemeinde Leutenbach in Pressemitteilungen.

Blonder Bub ist der Pionier bei der Hermann-Schwab-Halle

In Winnenden waren am Mittwoch noch nicht alle Spielplätze wieder freigegeben. „Der Bauhof ist dabei, die Flächen zu messen, um festzulegen, wie viele Kinder auf dem jeweiligen Platz spielen dürfen“, sagt Emely Rehberger, Pressesprecherin der Stadt. Spätestens im Laufe des Donnerstags sollen alle Spielplätze wieder eröffnet sein.

In Leutenbach waren die Spielflächen am Mittwoch zur Mittagszeit wieder geöffnet. Das berichtete Hauptamtsleiter Jakob Schröder. Am Vormittag habe man noch entsprechende Hinweisschilder angebracht. „Die Quadratmeterbegrenzung setzen wir nicht eins zu eins um“, sagt er. „Auf Spielplätzen mit 1500 Quadratmetern lassen wir keine 150 Kinder zu, sondern maximal 30. Ansonsten wäre der Platz so voll, dass die Hygiene- und Abstandsregeln beim Spielen wohl nicht mehr eingehalten werden könnten.“

Stromausfall bremst Gemeinde Schwaikheim

Auch in Berglen waren laut Bürgermeister Maximilian Friedrich gegen 14 Uhr alle Spielplätze wieder geöffnet. „Einige haben wir in den letzten Tagen bereits gemäht. Das kann ich nicht für alle der über 25 Spielplätze in Berglen versprechen, aber es wird in den nächsten Tagen noch passieren.“ Man halte sich, was die Quadratmeterbegrenzung angehe, an die Vorgaben der Landesregierung. „Es werden keine 150 Kinder gleichzeitig auf einem Spielplatz in Berglen spielen. Damit ist auch nicht auf unseren größten Spielplätzen, wie beispielsweise dem Waldspielplatz bei Kottweil, zu rechnen.“ An allen Spielplätzen habe man Schilder mit den Verhaltensregeln aufgehängt. „Dort steht auch eine Telefonnummer, die man bei Unsicherheit anrufen kann“, sagt Friedrich.

In Schwaikheim haben die Spielplätze am Mittwochabend wieder geöffnet. „Am Mittwochmorgen hat unser Bauamt alle Quadratmeterzahlen der Spielplätze zusammengesucht. Der Bauhof war im Anschluss daran unterwegs, um die Plätze auf die Öffnungen vorzubereiten“, sagt Dominik Thewes, Pressesprecher der Gemeinde. Dann sei allerdings ein Stromausfall dazwischengekommen. Hinweisschilder für die Spielplätze konnten nicht mehr gedruckt und laminiert werden. Als der Strom wieder da war, machten sich Mitarbeiter der Gemeinde sofort ans Drucken. Auf dem Spielplatz beim Freizeitzentrum dürfen maximal 15 Kinder gleichzeitig spielen, auf den Flächen im Fritz-Ulrich-Weg oder in der Fichtenstraße sind es jeweils drei.

Gegen 13 Uhr passierte es dann doch. Ein kleiner Bub gibt auf dem Spielplatz bei der Hermann-Schwab-Halle den Pionier. Seine Mutter ist dabei, wie es die Verordnung der Landesregierung verlangt. Annette Leschik ist erleichtert, dass sie mit ihrem Sohn Luke wieder auf Spielplätze gehen kann. „Auf jeden Fall finde ich es gut, dass die Spielplätze jetzt wieder geöffnet sind“, sagt sie. „Das ist jetzt mal eine echte Abwechslung. In den letzten Wochen waren wir sehr viel draußen, sind spazieren gewesen. Aber immer wenn es an einem Spielplatz vorbeiging, wollte Luke dorthin. Es war schwierig, ihn davon abzuhalten“, erzählt Leschik. Ob sie verwundert darüber ist, mit ihrem Kind die Einzige auf dem Spielplatz zu sein? „Ich hätte auch gedacht, dass mehr los ist“, sagt sie. „Vielleicht kommen manche aber auch erst um die Nachmittagszeit.“

Wer gegen die Regeln verstößt, muss vorerst wohl nicht mit Strafen rechnen. „Der Gemeindevollzugsdienst, der auf seiner Streife kontrolliert, wird zu Beginn ermahnen und informieren“, sagt Emely Rehberger.

Am Vormittag gehen Eltern mit ihren Kindern eher nicht auf den Spielplatz. In Coronazeiten schon gar nicht. Allmählich spricht es sich allerdings herum, dass die lange Zeit gesperrten Spielflächen seit diesem Mittwoch nach und nach wieder öffnen. Noch sind es nicht alle, aber spätestens am Donnerstag soll es so weit sein.

Mittwochmorgen, 10 Uhr: Auf dem Spielplatz bei der Hermann-Schwab-Halle ist es ruhig. Kinder sind weit und breit nicht zu sehen. Eigentlich darf dort wieder

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