Winnenden

Stadtwerke Winnenden: Wie entwickeln sich die Preise für Strom und Gas?

Stadtwerke
Das Kundencenter der Stadtwerke beim Rathaus. © Gabriel Habermann

Die Themen schlechthin sind momentan Strom und Gas. Dreht sich die Preisschraube weiter nach oben? Was passiert im Winter? Im Rems-Murr-Kreis hat der Energieanbieter EnBW vergangenes Wochenende an Bestandskunden die Nachricht versandt, dass zum 1. Oktober der Strom teurer wird. Wie reagieren die Stadtwerke Winnenden?

Klar ist: Deren Mitarbeiter dürften momentan keinesfalls zu beneiden sein, ob der vielen Rückfragen. Die Kunden sind verunsichert. Das merkt auch Stadtwerke-Geschäftsführer Stefan Schwarz. Auf Nachfrage schreibt er, dass man die Verunsicherung der Kunden deutlich spürt. „Kein Gespräch, kein sonstiger Austausch, ohne die Besorgnis zu hören, wie dies alles leistbar sein und bleiben soll. Das können wir gut nachvollziehen.“

Gasumlage wird an Kunden weitergegeben

Die Stadtwerke haben deshalb sämtliche Gegenmaßnahmen losgetreten, wie Schwarz erklärt. Dazu gehört unter anderem, dass die Schwimmbecken nicht mehr beheizt sind und das Hallenbad geschlossen ist.

Aber auch ein kurzfristiger Brennstoffwechsel (Pellets, aber auch Öl statt Erdgas) wird geprüft. „Darüber hinaus versuchen wir, insbesondere im Fernwärmeversorgungsbereich schnellstmöglich die Transformation der Wärmeerzeugung von fossil auf regenerativ voranzutreiben und unsere Netze auszubauen. Aber das sind Investitions- beziehungsweise Bauprojekte die vorbereitet, geplant und gebaut werden müssen, und das braucht seine Zeit“, schreibt Stefan Schwarz.

Blicken wir ins Hier und Jetzt: Was passiert mit den Preisen bei den Stadtwerken? Zieht man mit der EnBW mit? „Momentan und das Restjahr über sind wir, die neuen Umlagen beim Gas außen vor, in einer komfortablen Situation“, so Schwarz. Die Kunden seien gar auf der „Insel der Glückseligen“, wenn man die Preise sehe, welche die Grundversorger aktuell aufrufen. Der Vorteil der Stadtwerke: Man hat sich bereits im vergangenen Jahr vollständig eingedeckt, daher könne man die Strom- und Gaspreise (29,95 und 8,4 Cent/Kilowattstunde brutto) weiter aufrecht halten.

Aber: Die nun neu zum 1. Oktober eingeführten Beschaffungs- und Speicherumlagen beim Gas werden die Stadtwerke an ihre Kunden weitergeben, und zwar im Rahmen der AGB-Preisanpassungsklausel. „Allein im Restjahr 2022 kommen dadurch Zusatzkosten von rund 200 000 Euro auf uns zu“, weiß Schwarz.

Wie geht es im kommenden Jahr weiter?

Die Prognose, die Stefan Schwarz für das kommende Jahr abgibt, klingt für den Verbraucher dann allerdings nicht mehr ganz so gut. Ganz konkret kann der Geschäftsführer der Stadtwerke natürlich noch nicht sagen, was Strom und Gas dann kosten werden, aber: „Fakt ist, dass wir im Zuge der Beschaffung für 2023 den vollen Preisauftrieb in 2022 mitbekommen haben und es daher ab 2023 zu deutlich höheren Endkundenpreisen kommen wird“, schreibt Stefan Schwarz. Wo diese genau zum Tragen kommen, lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehen. Dafür sind die Märkte zu undurchsichtig.

Die Themen schlechthin sind momentan Strom und Gas. Dreht sich die Preisschraube weiter nach oben? Was passiert im Winter? Im Rems-Murr-Kreis hat der Energieanbieter EnBW vergangenes Wochenende an Bestandskunden die Nachricht versandt, dass zum 1. Oktober der Strom teurer wird. Wie reagieren die Stadtwerke Winnenden?

Klar ist: Deren Mitarbeiter dürften momentan keinesfalls zu beneiden sein, ob der vielen Rückfragen. Die Kunden sind verunsichert. Das merkt auch

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