Winnenden

Staufermedaille für Pfarrer Dr. Weinmann

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Auftritt des Gebärdenchors „Hands on Music“ der Schule beim Jakobsweg. Viele Weggefährten kamen zur Verabschiedung von Pfarrer Dr. Thomas Weinmann, dem langjährigen Vorstand und Hauptgeschäftsführer der Paulinenpflege Winnenden. © Habermann / ZVW
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Paulinenfest
Pfarrer Dr. Thomas Weinmann. © Benjamin Büttner

Winnenden. Viele Weggefährten aus den verschiedensten Institutionen gaben Pfarrer Dr. Thomas Weinmann, dem langjährigen Vorstand und Hauptgeschäftsführer der Paulinenpflege Winnenden, bei seiner Verabschiedung die Ehre. Von der Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann wurde Weinmann bei dem Festakt für seine Verdienste – als persönliche Auszeichnung des Ministerpräsidenten – auch die Staufermedaille verliehen.

Zum 1. März 1994 hatte Pfarrer Dr. Thomas Weinmann die Leitung der Paulinenpflege übernommen. In ihrer Laudatio würdigte die Oberkirchenrätin Dr. Birgit Sendler-Koschel, wie Weinmann dabei die Herausforderung einer Professionalisierung der diakonischen Arbeit „engagiert und umsichtig“ angenommen habe. „Mit fundierten theologischen, juristischen und ökonomischen Kenntnissen setzte er sich für die stets spannungsreiche Verbindung des evangelischen Profils der diakonischen Arbeit und die professionelle Qualität der diakonischen Dienste ein.“

„Ein Pfarrer mit weitem Herzen für ganz unterschiedliche Menschen“

Sie selbst habe Weinmann dabei als „zugänglichen Pfarrer mit einem weiten Herzen für ganz unterschiedliche Menschen“ erlebt, der die Paulinenpflege „solide in die Zukunft geführt hat. An Geldmangel sollten gute Ideen nicht scheitern, war die Maxime Weinmanns.“ Ein Mann „standhaft, protestantisch und doch beweglich.“

Lob von Dr. Susanne Eisenmann

„Dass sich die Paulinenpflege auf einem guten Weg ins 21. Jahrhundert befindet, dies ist das Verdienst des evangelischen Theologen, des Juristen und des Wirtschaftsexperten Dr. Thomas Weinmann“, lobte denn auch Ministerin Dr. Susanne Eisenmann. „Ihre Wahl war auch ein Glücksfall für das Land Baden-Württemberg. Seit Sie Mitte der 1990er Jahre die Hauptgeschäftsführung übernommen haben, ist die Mitarbeiterzahl von 600 auf 1500 gestiegen. Gleichzeitig wuchs die Zahl der Menschen, die von den Angeboten der Paulinenpflege profitieren um das Dreifache, auf heute 3700.“ Für Eisenmann zeigten Einrichtungen wie die Paulinenpflege, „wie die Zusammenarbeit und wie die subsidiäre Aufgabenverteilung zwischen Staat und zivilgesellschaftlichen Partnern funktionieren. Die kirchlichen Träger sind hierbei von besonderer Bedeutung.“

Staufermedaille überreicht

Auch wegen seines vielfältigen Engagements in anderen Institutionen überreichte die Ministerin Thomas Weinmann für „Ihre großen Verdienste um das Gemeinwohl“ die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg.

"Mit allen Wassern gewaschen"

Auch in den Grußworten vieler seiner Weggefährten wurde die Arbeit Thomas Weinmanns noch einmal anschaulich gewürdigt. Er habe „die Arbeit der Paulinenpflege mit tiefer Leidenschaft geprägt“, bescheinigte ihm der Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werks Baden-Württemberg, OKR Dieter Kaufmann. Dabei sei er auch „ein Meister der produktiven Irritation“ gewesen. „Mit allen Wassern gewaschen, schlau wie ein Fuchs“, bestätigte denn auch Dekan Timmo Hertneck per Video-Einspielung.

Voll konzentriert in Sitzungen

Andere Freunde lobten per Video Weinmanns Fähigkeit, in Sitzungen voll konzentriert zu sein, „wenn er im Hintergrund (Sudoku) noch was nebenher machen konnte“ oder als einen Mann, „um Neuerungen nie verlegen“, der aber auch, etwa ein großes Steak, „genießen“ könne und sich dabei „seinen trockenen, schwäbischen Humor“ bewahrt habe.

Und Landrat Dr. Richard Sigel hob besonders Weinmanns Bemühen um „Bildungswege für Menschen, die es nicht leicht haben“ hervor. „Dass Schüler erfahren, eigentlich bin ich dem Leben gewachsen, das vermittelt kein Smartphone, das ist pädagogische Basisarbeit“, meinte denn auch Thomas Weinmann in seinen Abschiedsworten.


Stimmen des Lobs

„Weinmann hat die Anliegen der Stadt stets mit berücksichtigt.“ „Die Paulinenpflege nimmt sich ganz besonders junger, unbegleiteter Flüchtlinge an.“ Lobte Winnendens OB Hartmut Holzwarth den scheidenden Weinmann.

„Ein knitzes Käpsele mit Hartnäckigkeit und Langstreckenqualitäten.“ So Christoph Schneider-Happrecht und Werner Baur von den Evang. Schulwerken Baden und Württemberg über Thomas Weinmann.