Winnenden

Sumpfgoischder machen Häuser zur Schnecke

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Impressionen vom Schwaikheimer Rathaussturm. © Benjamin Büttner
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Impressionen vom Schwaikheimer Rathaussturm. © Benjamin Büttner
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Impressionen vom Schwaikheimer Rathaussturm. © Benjamin Büttner
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Impressionen vom Schwaikheimer Rathaussturm. © Benjamin Büttner

Schwaikheim. Wer dachte, dass Bürgermeister Gerhard Häuser nach drei Amtsperioden in die Jahre gekommen ist, der wurde am Donnerstagmittag eines Besseren belehrt. Nachdem die Narren den Rathausschlüssel an sich gerissen hatten, verließ Häuser als Rennschnecke das Schwaikheimer Rathaus.

Video: Sumpfgoischder und Putzteufel stürmen das Rathaus.

„Im Turbo-Schnecken-Tempo zur schuldenfreien Gemeinde“ ist auf Häusers Schneckenhäuschen zu lesen, das er beim Gang aus dem Rathaus auf dem Rücken trug. Zwei grüne Bommel als Schneckenfühler wippten dabei vergnüglich auf seinem Kopf. Doch bis der Schultes das Rathaus in Begleitung von Sumpfgoischdern und Putzteufeln verlassen hatte, musste einiges an Überzeugungsarbeit geleistet werden. Immerhin ist der 54-Jährige nicht mehr der Jüngste. „Der Bürgermeister isch ja jetzt vielleicht in seiner letzten Amtsperiode und bereitet sich womöglich auf seinen Ruhestand vor“, sagte Sumpfgoischd Holger Pfanz. Sicherlich hat er sich im Anbau des Hauses Elim einen Platz reserviert.

Häuser betritt freiwillig den Balkon

Doch zur Ruhe will sich Häuser noch nicht setzen. Er betrat sogar freiwillig den Rathausbalkon. Allerdings sei sein Auftritt streng geheim, vermeldete er. Es sei auch nicht erlaubt, Bilder zu machen und diese zu veröffentlichen. Nicht, dass wieder die Rechtsaufsichtsbehörde des Landratsamts auf den Plan komme. „Schließlich habt ihr den Bürgermeister erst neu gewählt. Der will jetzt was schaffe“, sagte er. Keine Bilder, kein Artikel in der Zeitung – „das soll unter uns bleiben!“, wofür Häuser von den Anwesenden einen lauten Widerspruch erntete. Schließlich waren sie zum Feiern gekommen. Weniger sei manchmal mehr, so Häuser. Das sei auch in der Neuen Ortsmitte der Fall. „Ja, das wissen wir“, winkte Sumpfgoischd Holger Pfanz ab. „Weniger Parkplätze bedeutet mehr Betrieb auf der Straße, um einen Parkplatz zu finden!“ Doch das mit den Parkplätzen habe man doch extra für die Anwohner gemacht, so Häuser, „dass die Lärmschutzschneise den Anlieferungskrach etwas dämpft!“

Keine Zeit für den gemütlichen Teil der Veranstaltung

Überhaupt habe Häuser gar keinen Kopf dafür. Er müsse sich um die gestarteten Projekte kümmern. Die Sumpfgoischder empfahlen ihm, dass er sich ein Beispiel an der Fridi nehmen solle, die immerhin 90 Prozent ihres Gehalts spenden wolle, „denn für sie zählt nicht der Profit, sondern der Mensch“, so Sumpfgoischd Holger. So wäre auch genug Geld für die vielen Projekte da, und die Verschuldung von Schwaikheim ginge nicht weiter in die Höhe. „Aber ehrlich gesagt, des wället mir gar net. Uns würde es reichen, wenn du am Rathaussturm für jeden a Gläsle Sekt ausgeben würdest. Wir könnten friedlich eine Shisha rauchen, da würde vielleicht auch die SPD dazusitzen“, so Pfanz. Häuser zeigte sich begeistert, doch Zeit für den gemütlichen Teil der Veranstaltung habe er dennoch nicht. Er müsse schauen, dass es im Flecken vorangeht. Doch die Sumpfgoischder und Putzteufel hielten an ihrer Idee fest: „Holt den Bürgermeister zum Feiern runter“, appellierte Pfanz an die Narren. In den kommenden acht Jahren würde er als Rennschnecke in Turbogeschwindigkeit die Projekte vollenden. Und weil sich die Zeitung nicht an den Appell des Schultes hält, erfährt jeder Schwaikheimer von seinem Versprechen.


Die Lösung

Wenn es nach den Sumpfgoischdern geht, ist Schwaikheim jetzt schuldenfrei. Die Narren haben der Rennschnecke Häuser ein Körbchen in die Hand gedrückt. So sollte Häuser von jedem der Anwesenden einen 103-Euro-Schein einsammeln – Papier-Spielgeld, das die Narren zuvor verteilt haben. „Dann ist Schwaikheim schuldenfrei“, kommentierte Holger Pfanz das Geschehen.