Winnenden

Teilnahme am "Wattbewerb": Verdoppelt die Stadt Winnenden ihre Fotovoltaikflächen?

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Symbolfoto. © Benjamin Büttner

Die Stadt Winnenden möchte sich an der bundesweiten Fotovoltaik-Offensive „Wattbewerb“ beteiligen. Das teilt die Verwaltung per Pressemitteilung mit.

Antreten beim „Wattbewerb“ dürfen sowohl Großstädte als auch Städte unter 100.000 Einwohner. Beendet werde der Wettbewerb, wenn eine der Großstädte ihre Fotovoltaikflächen verdoppelt hat. Fotovoltaik-Anlagen, die auf Dächern, Freiflächen, überbauten Parkplätzen und als Balkonmodule errichtet werden, zählen beim „Wattbewerb“ mit. Gewonnen hat am Ende die Stadt, die den größten Zuwachs an solarer Wattleistung pro Einwohner geschaffen hat

OB erkennt noch viel Potenzial

„Wir sind uns bewusst, dass wir in Winnenden noch ein großes Fotovoltaik-Potenzial haben“, so Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth in der Pressemitteilung. „Aus diesem Grund stellen wir uns auch gern der Städte-Challenge der Gruppierungen um Fridays for Future. Jedoch waren wir, zusammen mit unseren Stadtwerken Winnenden, auch in diesem Sektor des Klimaschutzes schon in der Vergangenheit fleißig.“ Fotovoltaikmodule finde man in Winnenden bereits auf vielen städtischen Liegenschaften. Insgesamt würde man dort bereits eine Leistung von rund 436 kWp generieren. Zudem habe man zwei Bürgersolaranlagen initiiert und fachlich unterstützt. „’WinnSolar’ mit rund 13 kWp auf der Grundschule in Birkmannsweiler und ‘Solarkraft Winnenden’ auf dem Dach des Bildungszentrums I mit 22 kWp. In absehbarer Zeit werden von unseren Stadtwerken weitere Fotovoltaik-Anlagen in Winnenden federführend oder fachlich begleitend umgesetzt.“ Im Bau befinde sich zurzeit die Anlage auf dem Dach der Wasserwerke Birkmannsweiler mit rund 29 kWp. Die größte, in Winnenden in nächster Zeit konzipierte PV-Anlage, werde die Anlage auf dem geplanten Parkhaus des Rems-Murr-Klinikums mit einer prognostizierten Leistung von rund 500 kWp sein.

Informationen bei Jürgen Kromer

Bürgermeister Norbert Sailer, der selbst seit Jahren auf seinem Privathaus eine Fotovoltaik-Anlage betreibe, erklärt „Solaranlagen auf dem Hausdach erzeugen klimafreundlichen Strom. Langfristig sind sie weiterhin wirtschaftlich. Der Renditetreiber dabei ist der Anteil des selbst verbrauchten Solartstroms. Im Schnitt können Eigentümer 20 bis 30 Prozent des Solarstroms im Haushalt verbrauchen. Batteriespeicher im Haus steigern den Anteil auf bis zu 60 Prozent. Wer ein Elektroauto hat, steigert seinen Eigenverbrauch noch weiter. Das senkt die Kosten fürs Autofahren“, führt Bürgermeister Sailer weiter aus.

Allgemeine Informationen zur Fotovoltaik erhalten Sie auch unter www.photovoltaik-bw.de und/oder unter www.zukunftaltbau.de/pv. Mit dem Batterieförderprogramm unterstützt das Land Baden-Württemberg Batteriespeicher ausschließlich in Verbindung mit neu zu errichtenden Fotovoltaik-Anlagen. Die KfW fördert Wallboxen, mit denen man das E-Auto zu Hause schnell aufladen kann. (Kro, BfU)

Wer noch Fragen hat, kann sich an den Umweltschutzbeauftragten/Energiemanager der Stadt Winnenden, Jürgen Kromer,(07195) 13-204, wenden.

Info

Der Jugendgemeinderat berät in seiner Sitzung am Mittwoch, 9. Juni, über die Teilnahme. Die Initiative zur Teilnahme kommt von der Fridays-for-Future- Gruppe Winnenden.