Winnenden

Trotz Corona-Bedenken: Winnender Pflegekräfte streiken und demonstrieren

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Warnstreiktag der Beschäftigten im ZfP Winnenden mit Unterstützung von Verdi. © Ralph Steinemann Pressefoto

Winnenden.

Geplant war am Dienstagvormittag eine coronakonforme Menschenkette der Beschäftigten des ZfP. Verdi-Geschäftsführer Cuno Brune-Hägele hatte dies den Demonstranten vor dem ZfP-Eingang vorgeschlagen. Aber die Wut der Pflegerinnen und Pfleger ist größer. „Des mach i net mit. Ich will eine Demo. Mir hend a Gwerkschaft und koin Kendergartaverei“, rief ein Pfleger dem Gewerkschafter zu. Weitere ZfP-Beschäftigte zeigten sich wild entschlossen zu einer Demo durch die Stadt. Alle trugen Masken und versicherten, dass sie Abstände einhalten könnten. Brune-Hägele verhandelte mit der Polizei und der Stadt und bekam schließlich die Genehmigung für eine spontane Demo der 80 Beteiligten. Auf dem Marktplatz verkündete der Verdi-Geschäftsführer den Passanten, worum es den ZfP-Mitarbeitern geht: 300 Euro mehr Lohn monatlich für Beschäftigte im Gesundheitswesen. Die Arbeitsbelastung ist in der Coronazeit erheblich gestiegen.

Pflegekräfte werden dringend gebraucht. Gerade jetzt. Verdi erhielt auch schon E-Mails: „Seid Ihr wahnsinnig, in der Pandemie zu streiken?“ Brune-Hägele sagt dazu: „Was sollen wir denn machen? Unser einziges Mittel, Aufmerksamkeit zu bekommen, ist, unsere Arbeit niederzulegen.“ Pflegekräfte wollen jetzt die oft versprochene Wertschätzung und das entsprechende Geld. Die Tarifverhandlungen laufen weiter. Wenn bis Dezember nichts dabei herauskomme, dann gelte der Spruch: „Weihnachten steht vor der Tür! Und wir auch!“

Winnenden.

Geplant war am Dienstagvormittag eine coronakonforme Menschenkette der Beschäftigten des ZfP. Verdi-Geschäftsführer Cuno Brune-Hägele hatte dies den Demonstranten vor dem ZfP-Eingang vorgeschlagen. Aber die Wut der Pflegerinnen und Pfleger ist größer. „Des mach i net mit. Ich will eine Demo. Mir hend a Gwerkschaft und koin Kendergartaverei“, rief ein Pfleger dem Gewerkschafter zu. Weitere ZfP-Beschäftigte zeigten sich wild entschlossen zu einer Demo durch

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