Winnenden

Unfälle auf der B 14 bei Nellmersbach

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Ein Schild weist auf die Spurverengung hin. Grund für einige, noch schnell zum Überholvorgang anzusetzen. © ZVW/Sarah Utz
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Rudolf Biehlmaier.
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Fast täglich staut es sich hier.

Leutenbach. Vergangene Woche hat sich erneut ein Unfall auf der B 14 bei der Anschlussstelle Nellmersbach in Fahrtrichtung Backnang ereignet. Man denkt unwillkürlich „Mein Gott, nicht schon wieder“. Fragen, die sich da stellen, hat Rudolf Biehlmaier vom Polizeipräsidium Aalen beantwortet.

Die Stelle ist doch sicher ein Unfallschwerpunkt, oder täuscht der Eindruck?

Es gab dort in den vergangenen drei Jahren etwas über 30 Unfälle mit Sachschäden. 2015 hatten wir zwei Schwerverletzte bei Unfällen dort, 2016 und 2017 jeweils einen Schwerverletzten, außerdem in diesen drei Jahren jeweils einen Leichtverletzten. Die Zahl 30 klingt erst mal hoch, aber man muss dabei bedenken, das ist eine Bundesstraße mit einer sehr hohen Zahl an Fahrzeugen, die an dieser Stelle durchkommen. 30 Unfälle in drei Jahren bedeutet im Schnitt zehn pro Jahr, das relativiert sich dann eben schon. Also aus Sicht der Polizei ist das keine Unfallhäufigkeitsstelle.

Aber es muss doch Gründe dafür geben, dass es dort immer wieder kracht?

Natürlich spielen die Gegebenheiten vor Ort da eine Rolle, also die Reduzierung der Fahrspuren zusammen mit der Ab- und der Zufahrt. Was genau jeweils die Ursache war, kann man aus den Unfallaufberichten, wo es nur Blechschäden gab, im Nachhinein aber nicht mehr aufschlüsseln.

Die Polizei sieht dort also keinen Grund einzugreifen, etwas zu verändern?

Wir haben diese Stelle durchaus im Blick. Aber für uns ist das eigentlich ein ganz normaler Geschwindigkeitstrichter. Die Situation dort wird sich spätestens entschärfen, wenn die Strecke bis Waldrems ausgebaut ist. Aber klar ist auch, dass sich dieser Trichter mitsamt der Fahrspurreduzierung eben dorthin verlagern wird.

Hinweisschilder

700 Meter vor der Fahrspurreduzierung wird auf das Ausbauende hingewiesen und die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 120 auf 100 Stundenkilometer reduziert. 300 Meter vor der Verengung wird erneut auf diese hingewiesen und es gilt ab da Überholverbot. 100 Meter vorher erneut ein Hinweisschild und das Tempolimit geht auf 70 runter, 30 Meter davor erneut der Hinweis und kurz danach, wo es schon einspurig ist, gilt ohnehin 50.