Winnenden

Unzählige Besucher feiern den Schnaps

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Schnaps direkt vom Hersteller, leckere Speisen und Livemusik gabs Samstagabend in den Berglen. © Benjamin Beytekin
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Schnaps direkt vom Hersteller, leckere Speisen und Livemusik gabs Samstagabend in den Berglen. © Benjamin Beytekin

Berglen. Bei „Streich brennt“ feierten wieder Hunderte, vielleicht sogar mehr als 1000 Besucher den Schnaps. „Es war noch mehr los als im Vorjahr“, ist der Eindruck von Sandra Geiger. In fünf Brennereien gaben Familien und freiwillige Helfer alles, um dem Besucheransturm Herr zu werden.

„Beim ersten Mal standen grad mal drei Pavillons vor dem Haus“, erinnert sich Sandra Geiger. „Es ist immer größer, viel größer geworden“, sagt sie über die achte Auflage des Brennereifestes. „Wir haben nur bissle Holz, bissle Trauben, das Brennen hat man auch gelernt – und man sieht ja, dass es geht und die Leute kommen“, sagt Brenner Heinz Weng.

Die Autokennzeichen an der hoffnungslos zugeparkten Wiese am Ortseingang geben Aufschluss über die Kreise, die das einst urige, gemütliche Dorffest rund ums Schnapsen zieht. Gäste kommen aus Stuttgart und Esslingen, lassen sich die Unterschiede zwischen Bränden erklären, testen Spezialitäten, halten sinnig die Nase über die Gläschen und wandern genüsslich süppelnd durch den beschaulichen Ort, der den Großansturm des Jahres erlebt. Heike Ludwig aus Schorndorf staunt über den „Riesenaufwand“ der Brennerfamilien, die „schnuckelig und toll“ die Garagen und Keller mit einbezogen haben, an Fässer zum Hinstehen gedacht und viel dekoriert haben.

Kartoffellager wird zum Partykeller umfunktioniert

Bei Wengs ist im ehemaligen, zum Partykeller umfunktionierten Kartoffellager Alt und Jung versammelt. „Gemütlich, mal was anderes als ein normales Straßenfest“, ist es für Bärbel, Martina, Melanie und Sabine aus dem Ostalbkreis, die „Wahli“ probieren, ein Birnenschnäpsle aus der Wahl’schen Birne. Für Joachim Schönberger aus Breuningsweiler ist der Rundgang „Wahnsinn“. Das Engagement, wie die Brenner als Selbstvermarkter leben – „das haben wir alles direkt vor der Haustüre“.

Familie Geiger hat am Nachmittag noch Biernachschub gekauft. „Wenn so schönes Wetter ist, muss vorgesorgt sein“, sagt Sandra Geiger. Der Aufwand, den die Familie betreibt für einen einzigen Abend, ist bei den beteiligten Brennereien ähnlich. „Wir haben beim ersten Fest gesagt, dass wir eigene und selbst gemachte Produkte verkaufen wollen, das ziehen wir jetzt durch“, so Sandra Geiger. Die Tage nach Ostern waren dem Aufbau und der Vorbereitung gewidmet. Salzkuchen wurden gebacken, für den die Besucher zehn Minuten oder länger Schlange stehen, weil er so gut sei. Sogar die Pommes machen Geigers aus den eigenen Kartoffeln. Gern wird auch zum Most gegriffen, den es trotz der mauen Apfelernte im vergangenen Jahr gibt. „Wir haben die Saftproduktion zurückgefahren und dafür das, was wir geerntet haben, gemostet“, erklärt Sandra Geiger.

Besucher wagen einen Blick ins 120-Liter-Fass

Gerhard Geiger ist an der feuerbeheizten Brennblase anzutreffen, meist steht ein Pulk Leute um ihn herum, die ihm beim Schnapsen zuschauen. Geiger überwacht einen Birnenbrand aus einer oberösterreichischen Mostbirne und der späten Graubirne, eine alte Sorte. Der Geschmack sei nicht so vordergründig birnig wie beim Williams, so Geiger. Das Öffnen des Deckels zum 120-Liter-Fass zieht die Blicke an. Es hat was, den Rohstoff so unverfälscht vorgeführt zu bekommen, nur zwei Meter entfernt vom eingemaischten Obst zu stehen, den säuerlichen Geruch einatmen zu können und das schmatzende Geräusch zu hören, mit dem der Fassinhalt eimerweise im heißen Bauch der Brennblase verschwindet. Dort vollzieht sich der Brennverlauf aus Erhitzung auf 900 Grad, aufsteigendem Alkoholdampf im Steigrohr, Abkühlung im Kühler, bis das klare Endprodukt seitlich heraussickert und im Eimer aufgefangen wird.

Der trinkbare Mittellauf, das „Filetstückle“, wird von 70 Prozent Alkohol mit enthärtetem Wasser auf 40 Prozent verdünnt, erklärt Brenner Heinz Weng, der einen Apfelbrand herstellt. Wissbegierige können fachsimpeln über den Vor- und Mittellauf, während am Tresen die Gläschen befüllt werden. Der Andrang reißt kaum ab. „Man meint, es waren alle schon mal da, aber es kommen jedes Jahr wieder neue Besucher dazu“, staunt Geiger. „Die Produkte werden gut angenommen, vielleicht, weil sie auf vielen Festle nicht mehr angeboten werden.“


Die Tücken einer Fest-Vorbereitung

Heinz Weng brannte bei „Streich brennt“ aus Apfelmaische und Apfelsaft einen Apfelbrand. „Aus 2016-Rohmaterial, das ich extra für ,Streich brennt’ beiseitegestellt habe“, wie er erklärt. „Als klar war, dass die Blüte gefroren war, haben wir drei Fässle der klein geschroteten Apfelmaische aufgehoben und mit Zitronensäure haltbar gemacht.“ Weitere Spezialität: sein „Conjäckle“. Cognac dürfe er den Weintraubenbrand nicht nennen, für die er Trauben entstielt und vergoren hat.

Der erste Schwung, der sogenannte Vorlauf, ist nicht trinkbar. Mit ihm habe er schon „ab und zu mal eine Kuh desinfiziert“, so der hauptberufliche Landwirt Gerhard Geiger, der Milch- und Mastviehhaltung betreibt. Auch die Kühe wurden vom Großfest der örtlichen Brenner tangiert: Geiger erzählt, dass er die Leitung von der Milchkammer auf die Straße verlegen musste, damit der Milchwagen die Milch abholen konnte. Er konnte nicht mehr wie gewohnt bis vor das Haus fahren, weil ein Pavillon, ein extra für das Fest von einem Zimmermann verlängertes Vordach und ein Zelt für die Gäste aufgebaut waren.