Winnenden

Urlaubsrückkehr in Corona-Zeiten: Das ist zu beachten

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Urlauber aus einem Risikogebiet sollten nicht nur Koffer, sondern auch einen negativen Coronatest dabeihaben, wenn sie schneller aus der Quarantäne entlassen werden wollen. Symbolbild. © Pixabay

Bei der Stadt Winnenden gehen immer mehr Anfragen ein, was nach einer Urlaubsrückkehr aus einem Corona-Risikogebiet zu beachten ist. Um die Verbreitung des Virus so gering wie möglich zu halten, hat die Landesregierung eine Einreise-Quarantäne erlassen. Das teilt die Stadt in einer Pressemitteilung mit.

Meldepflicht

Personen, die aus einem Risikogebiet einreisen, seien verpflichtet, sich unverzüglich und auf direktem Weg nach der Einreise in das Bundesland Baden-Württemberg in eine 14-tägige Quarantäne zu begeben und einen Coronatest durchführen zu lassen. Die Risikogebiete können im Internet unter https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html abgerufen werden. Es empfehle sich, die Auflistung täglich abzurufen, da sich diese regelmäßig ändert.

Zusätzlich müssen sich Einreisende aus einem Risikogebiet bei der für sie zuständigen Ortspolizeibehörde melden. Winnender Bürgerinnen und Bürger sollen diese Meldung per E-Mail an amtfueroeffentlicheordnung@winnenden.de schicken. Dabei müssen Betroffene Folgendes angeben: Personalien aller eingereisten Familienangehörigen (Name, Geburtsdatum, Adresse), Telefonnummern für eine eventuelle Kontaktaufnahme, Land/Gebiet, aus welchem die Einreise erfolgt, Datum der Einreise.

Test in Mitgliedsstaat der EU

Urlaubsrückkehrer können von der Ortspolizeibehörde vorzeitig aus der 14-tägigen Quarantäne entlassen werden, wenn ein negatives Testergebnis vorliegt. Hierfür müssen betroffene Winnender folgende Unterlagen bei der Ortspolizeibehörde Winnenden per E-Mail vorlegen: ein ärztliches Zeugnis in deutscher oder englischer Sprache, welches bestätigt, dass keine Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus vorhanden sind. Hierzu müsse nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt ein Arzt den Betroffenen sehen und bescheinigen, dass dieser keine verdächtigen Symptome hat.

Gestützt werde das ärztliche Zeugnis vom Vorliegen eines negativen Coronatests. Der Test muss in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union oder in einem sonstigen durch das Robert-Koch-Institut veröffentlichten Staat durchgeführt worden sein. Das Testergebnis dürfe bei der Einreise nicht älter als 48 Stunden sein, müsse in schriftlicher Form vorliegen und sei für mindestens 14 Tage nach Einreise aufzubewahren.

Sofern Betroffene beide Unterlagen eingereicht haben, prüft die Ortspolizeibehörde eine vorzeitige Entlassung aus der Quarantäne. Der Betroffene muss so lange in Quarantäne bleiben, bis dieser eine Bescheinigung zur vorzeitigen Entlassung aus der Quarantäne per E-Mail von der Ortspolizeibehörde erhält.

Ein Screenshot aus der Corona-Warn-App über ein negatives Testergebnis hat keine Gültigkeit für den Nachweis eines Negativtests.

Bußgelder

Wer nicht aus einem Risikogebiet einreist, hat keine Quarantäne- oder Testpflicht. Dennoch sind freiwillige Testungen möglich.

Die oben genannten Regelungen gelten für alle Personen, also auch für Kinder unabhängig von deren Alter, wie es in der Mitteilung heißt. Bei Nichteinhaltung der Regeln müsse mit Bußgeldern gerechnet werden.