Winnenden

Urteil: Gericht sieht fahrlässige Tötung eines Radfahrers als erwiesen an

Amtsgericht Waiblingen Symbolfoto
Symbolfoto. © Joachim Mogck

Das Amtsgericht Waiblingen hat eine inzwischen 45 Jahre alte Autofahrerin, die im Januar einen vorfahrtsberechtigten Radfahrer im Schelmenholz übersehen hat, zu einer Geldstrafe in Höhe von 6000 Euro und einem zweimonatigen Fahrverbot wegen fahrlässiger Tötung und Verkehrsgefährdung verurteilt. Der schwer verletzte Mann ist 20 Tage nach dem Unfall im Klinikum verstorben.

Operation der Hüfte erfolgte erst zehn Tage nach dem Unfall

Eine erste Verhandlung vor dem Amtsgericht in Waiblingen ist Anfang des Monats vertagt worden, da der Richter auch einen Behandlungsfehler im Stuttgarter Katharinenhospital als Todesursache nicht ausschließen konnte. Der schwer verletzte Radfahrer war erst zehn Tage nach dem Unfall operiert worden. Warum?

Gutachterin fehlen Unterlagen, aber ihre Einschätzung ist eindeutig

Die medizinische Gutachterin stellte durch eine Analyse der Krankenakten des Verstorbenen inzwischen fest, dass der Mann Vorerkrankungen hatte und ein erhöhtes Risiko für Thrombosen. Außerdem haben die Protokolle der Operationen gefehlt, was allerdings nicht ungewöhnlich sei. Auch in dieser Verhandlung konnte die Gutachterin nicht erklären, weshalb der Mann nicht früher operiert wurde. Wie schon Anfang des Monats blieb sie allerdings dabei, dass der Tod des Mannes mit dem Verkehrsunfall zusammenhänge. Die schwere Hüftverletzung, die sich der Mann beim Sturz zuzog, sei ziemlich sicher die Ursache für seine Thrombose gewesen. Diese löste die Lungenembolie aus, die schließlich zu seinem Tod führte.

Das Amtsgericht Waiblingen hat eine inzwischen 45 Jahre alte Autofahrerin, die im Januar einen vorfahrtsberechtigten Radfahrer im Schelmenholz übersehen hat, zu einer Geldstrafe in Höhe von 6000 Euro und einem zweimonatigen Fahrverbot wegen fahrlässiger Tötung und Verkehrsgefährdung verurteilt. Der schwer verletzte Mann ist 20 Tage nach dem Unfall im Klinikum verstorben.

Operation der Hüfte erfolgte erst zehn Tage nach dem Unfall

Eine erste Verhandlung vor dem Amtsgericht in

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper