Winnenden

Vereinsheim des SV Hertmannsweiler: Endlich mehr Platz und ein "richtiges Dach"

SV Hertmannsweiler
Die Vereinsvorstände Carola Schäfler und Josip Ljubas auf der Baustelle in Hertmannsweiler. © Alexandra Palmizi

Neuer Kunstrasen, neues Vereinsheim, 75-jähriges Bestehen: Der SV Hertmannsweiler (SVH) hat in diesem Jahr allen Grund zur Freude. Und reichlich Arbeit.

Die Bauarbeiten beim SVH haben einen langen Vorlauf. Bereits vor etwa fünf Jahren hat man sich Gedanken gemacht, wie es mit dem Vereinsheim weitergeht. „Wir haben geprüft, ob ein Neubau Sinn macht, wie es mit der Statik aussieht oder ob wir das Flachdach erneut sanieren sollen“, erzählt SVH-Vorstand Josip Ljubas beim Baustellenbesuch.

Das ursprüngliche Gebäude ist aus dem Jahr 1968

Gebaut wurde das Heim 1968. Das Flachdach ist seitdem regelmäßiges Thema im Verein. „Jetzt hätten wir 150.000 Euro investieren müssen“, nennt Ljubas eine Zahl. In ein paar Jahren wäre das Ganze wohl erneut aufgeploppt, weshalb man sich für eine Aufstockung des Gebäudes entschieden hat, „mit einem richtigen Dach“, wie Ljubas sagt.

Dadurch schafft der SV Hertmannsweiler neue Räume. Auf 250 Quadratmetern entsteht ein Besprechungsraum für circa 30 Personen, Umkleideräume mit Duschen, ein Zimmer für Akten und Vereinsarbeit sowie eine Wohnung für den Pächter der im Erdgeschoss ansässigen Gaststätte.

In der Gaststätte gibt es momentan Speisen zur Abholung

Die Familie Altieri, die die dortige Pizzeria betreibt, hat es mit der Corona-Pandemie und der Baustelle doppelt hart getroffen. „Wir haben im November damit begonnen, die Küche zu richten, damit der Pächter schnellstmöglich wieder loslegen kann“, berichtet Josip Ljubas.

Momentan werden in der Pizzeria Speisen zur Abholung angeboten. „Der Wirt will aber bald die Terrasse als eine Art Biergarten öffnen“, weiß Ljubas, der von einem Quantensprung für den Verein spricht. „Momentan ist es so, dass jeder, der eine Aufgabe im Verein hat, die jeweiligen Ordner bei sich zu Hause hat. Wir arbeiten im Home-Office. Durch die neuen Räume haben wir deutlich mehr Möglichkeiten“, freut er sich. Teilweise sind an Spieltagen vier Mannschaften vor Ort, die sich zwei Umkleidekabinen teilen müssen. Auch hier soll die Situation durch den Umbau entspannter werden.

In der vergangenen Woche wurden erste Fenster eingebaut, nun stehen Decken und Böden auf dem Programm. „Ab Ende Mai soll die Gaststätte wieder regulär laufen“, erzählt SVH-Vorstand Ljubas.

Spätestens im Herbst, vielleicht auch schon etwas früher, soll die Anlage dann komplett gerichtet sein, also das Vereinsheim und der neue Kunstrasenplatz, auf dem momentan noch die Bagger rollen. Passend dazu steht in diesem Jahr auch das 75-jährige Bestehen des Vereins an. „Das werden Festwochen“, freut sich Ljubas.

Verzögerung auf der Baustelle von einem halben Jahr

Alles andere als ein Grund zur Freude sind hingegen die Verzögerungen, mit denen der Verein auf der Baustelle zu kämpfen hat. „Wir sprechen etwa von einem halben Jahr“, sagt Ljubas. Grund ist unter anderem Rohstoffknappheit. „Zu allem Überfluss ist dann auch noch die halbe Belegschaft der Produktionsabteilung der Baufirma wegen Corona ausgefallen“, seufzt Ljubas.

Für den Verein sind die Umbauten ein Kraftakt. 900.000 Euro kostet alleine die Aufstockung, 80.000 Euro die neue Heizung, 35.000 Euro die Fotovoltaikanlage, die auf das Dach des Vereinsheims kommt. Nicht im Budget lag hingegen ein barrierefreier Umbau. „Ein Aufzug hätte den Kostenrahmen gesprengt“, bedauert Josip Ljubas.

An den Baukosten beteiligen sich unter anderem die Stadt und der Württembergische Landessportbund. Und auch die Karl-Krämer-Stiftung steuert 20.000 Euro bei. „Ihr habt Mut“, sagt Horst Becker, Vorstand der Stiftung, in Richtung Carola Schäfler und Josip Ljubas. Die Förderung des Sports sei für die Stiftung ein besonderes Anliegen.

Josip Ljubas hofft, dass durch die neue Anlage auch die Zahl der Mitglieder steigt. „Wir haben über die Corona-Pandemie sogar einen Zuwachs verzeichnet“, freut er sich. Vor der Pandemie habe man 620 Mitglieder gezählt, inzwischen sind es 650 Personen.

Neuer Kunstrasen, neues Vereinsheim, 75-jähriges Bestehen: Der SV Hertmannsweiler (SVH) hat in diesem Jahr allen Grund zur Freude. Und reichlich Arbeit.

Die Bauarbeiten beim SVH haben einen langen Vorlauf. Bereits vor etwa fünf Jahren hat man sich Gedanken gemacht, wie es mit dem Vereinsheim weitergeht. „Wir haben geprüft, ob ein Neubau Sinn macht, wie es mit der Statik aussieht oder ob wir das Flachdach erneut sanieren sollen“, erzählt SVH-Vorstand Josip Ljubas beim

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