Winnenden

Virtueller Neujahrsempfang in Winnenden: OB Holzwarth wirbt für Solidarität

Neujahrsempfang Winnenden
Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth bei seiner Ansprache zum neuen Jahr. © Benjamin Büttner

Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth hat beim „zweiten virtuellen Neujahrsempfang der Stadt Winnenden“ am Samstagabend leise Töne angeschlagen. Zum Beginn seiner Ansprache erinnerte er an den vor wenigen Tagen verstorbenen langjährigen Bauamtsleiter Klaus Hägele, der eine Lücke hinterlassen habe, die sich nicht schließen lasse. Außerdem rief Holzwarth zu Solidarität in der Corona-Pandemie auf. Später sprach er unter anderem über Bauprojekte und kündigte den Breitbandausbau der Telekom an. Wer den Neujahrsempfang verpasst hat, kann die Aufzeichnung des Livestreams aus der Hermann-Schwab-Halle auf dem Youtube-Kanal der Stadt Winnenden nachschauen.

Hier lesen Sie unsere kurze Zusammenfassung des Abends.

Wie sich das für eine Fernsehübertragung am Samstagabend gehört, gibt es mehrere Kameraeinstellungen, einen Gastgeber (OB Holzwarth), Co-Moderatoren (das Winnender Mädle Giuliana Di Donna und Dezernent Jürgen Haas), Interview-Gäste (die Organisatoren der Winnender Konzerttage) sowie Musikauftritte (städtisches Blasorchester und ein Quartett des Festivalorchesters der Konzerttage) und vorab produzierte Einspieler. Wie im vergangenen Jahr sitzt das Publikum am Samstag nicht in der Hermann-Schwab-Halle, sondern zu Hause vor den Bildschirmen. Abermals versuchen die Winnender, das Beste aus der Corona-Situation zu machen, wenngleich sich eines nicht ersetzen lässt: die persönliche Begegnung.

Holzwarths Ansprache: In Winnenden wird viel bewegt, nicht nur gegen Corona

Die Pandemie macht OB Holzwarth nach der Eröffnung des Abends durch das Blasorchester unter der Leitung von Thomas Kratzer und dem Gedenken an Klaus Hägele zum ersten Thema seiner Neujahrsansprache: „Nach wie vor sind für viele Menschen die Belastungen durch die allerdings notwendigen Einschränkungen sehr groß, da wir eine große Impflücke haben.“ Um diese zu schließen, hätten sich die „vielen kommunalen Impfaktionen“ bewährt, so Holzwarth. Eine zusätzliche Teststation für Winnenden soll bald im früheren Modehaus Hardy in der Marktstraße eröffnen.

Trotz der Corona-Einschränkungen rief er zu Solidarität und Zuversicht auf: „Lassen Sie uns dennoch solidarisch sein. Unterstützen Sie bitte Kulturaktionen, lokales Gastgewerbe und Händler, örtliche Vereine, Organisationen und Kirchengemeinden.“

In seiner Ansprache adressierte Holzwarth aber auch andere Themen, unter anderem die vielen Winnender Bauprojekte: die laufende Sanierung des Lessing-Gymnasiums als größte Baumaßnahme der Stadt sowie weitere Investitionen in die Schulen; die anstehende Vergabe für ein neues Kunstrasenspielfeld in Hertmannsweiler; den sozialen Wohnungsbau in der Körnle-Erweiterung; die kostenintensive Generalsanierung und Erweiterung des Wunnebads; die Erneuerung des Omnibusbahnhofs in diesem Jahr – um einige zu nennen.

Eine interessante Neuigkeit: Die Telekom habe angekündigt, „dass sie den Glasfaserausbau nicht nur partiell, sondern in allen Stadtteilen nun vorantreiben will. Wir sind da im Rems-Murr-Kreis an oberster Stelle auf der Ausbauliste der Telekom.“ Vielleicht werde der Konzern durch den Erfolg der Firma Netcom angetrieben, die sich bei der Ausschreibung Glasfaseranschluss der Schulen durchgesetzt habe.

Das Winnender Mädle als Interviewerin: Werbeblock für die Konzerttage

Einen souveränen Job als Interviewerin macht im zweiten Sendeblock des Neujahrsempfangs das „Winnender Mädle“ Giuliana Di Donna. Kulturamtsleiterin Sybille Mack, Michael Kiefer vom Festivalorchester und Mathias Mundl vom städtischen Blasorchester entlockt sie Wissenswertes zu den Winnender Konzerttagen. Diese finden vom 29. Januar bis 5. Februar mit Winnender Amateurmusikern, lokalen Profis und „internationalen Spitzenkünstlern“ (Kiefer) statt – und zwar unter 2G-plus-Bedingungen mit geringerer Saalauslastung als sonst. „Ich bin mir sicher, dass wir alle dadurch ein sicheres Gefühl haben und umso mehr diese Abende und die Musik genießen können“, sagt die Kulturamtsleiterin.

Einen Vorgeschmack auf die Konzerttage gibt ein Ensemble des Festivalorchesters: Michael Kiefer (Oboe), Kathrin Scheytt (Violine), Eva-Maria Kiefer (Viola) und Felix Brade (Cello) spielen ein Stück von Wolfgang Amadeus Mozart. Karten sind auf www.konzerttage-winnenden.de und in den üblichen Winnender Vorverkaufsstellen erhältlich.

Ehrungen für verdiente Winnender: Martin Schmitzer und Marco Kelch

Als begeisterter Musikfan wird bestimmt auch der ehemalige Leiter der Lokalredaktion Winnenden das ein oder andere Konzert besuchen. Ende des Jahres ist er nach 16 Jahren an der Spitze der Winnender Zeitung in den Ruhestand gegangen. Im Rahmen des Neujahrsempfangs wird Martin Schmitzer in einem eingespielten Video von Oberbürgermeister Holzwarth verabschiedet: „Danke, dass Sie Winnenden mit Ihrer Arbeit bereichert haben und nie das Wesentliche aus den Augen verloren haben.“

Marco Kelch, 30 Jahre sowohl Vorstand beim VfR Birkmannsweiler als auch Pressesprecher der Paulinenpflege, wird von Bürgermeister Norbert Sailer mit der Bürgermedaille in Bronze ausgezeichnet. Auch diese Ehrung ist als Einspieler in die Aufzeichnung eingebettet (mehr dazu unter diesem Link).

Jugendrätin Jil Weber: „Unsere Anliegen werden ernst genommen“

Das Finale des Neujahrsempfangs, ehe ein neuer Imagefilm der Stadt passend zum neuen Logo gezeigt wird, läutet Dezernent Jürgen Haas an. Er kündigt an, die Stadt arbeite „frohen Mutes an den Vorbereitungen für den Citytreff sowie der Backhäuslestour und der Weintage“.

Über die anstehende Jugendgemeinderatswahl vom 28. Januar bis 21. Februar plaudert Haas mit der Vorsitzenden des Nachwuchsgremiums, Jil Weber. Diese ruft alle Jugendlichen dazu auf, sich zu bewerben – das ist allerdings nur noch bis Montag, 12 Uhr, möglich. Das Bewerbungsformular gibt’s online. Der Jugendgemeinderat habe eine hohe Stellung in der Stadt Winnenden, sagt Weber, die aus Altersgründen nicht mehr kandidieren darf: „Unsere Anliegen werden ernst genommen und im Regelfall auch umgesetzt.“

Nächstes Jahr wieder live vor Ort? „Die Hoffnung stirbt zuletzt“

Unser Fazit: Auch der zweite virtuelle Corona-Neujahrsempfang ist gut gelungen. Am Sonntagnachmittag hatten sich immerhin bereits 550 Menschen den Livestream oder die Aufzeichnung angeschaut. Es bleibt dennoch zu hoffen, dass im kommenden Jahr wieder persönliche Begegnungen beim Neujahrsempfang möglich sind.

Mit den Worten des Winnender Mädles Giuliana Di Donna: „Man sagt ja immer: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Und genau mit der Einstellung geh’ ich auch ins Jahr 2022.“

Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth hat beim „zweiten virtuellen Neujahrsempfang der Stadt Winnenden“ am Samstagabend leise Töne angeschlagen. Zum Beginn seiner Ansprache erinnerte er an den vor wenigen Tagen verstorbenen langjährigen Bauamtsleiter Klaus Hägele, der eine Lücke hinterlassen habe, die sich nicht schließen lasse. Außerdem rief Holzwarth zu Solidarität in der Corona-Pandemie auf. Später sprach er unter anderem über Bauprojekte und kündigte den Breitbandausbau der Telekom an. Wer

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