Winnenden

Vor Ablauf des Tankrabatts: Viel Betrieb an Zapfsäulen in Winnenden

MTB-Tankstelle
Gut besucht am Dienstagvormittag: Die MTB-Tankstelle an der Wiesenstraße. © Gabriel Habermann

Zum Ende des Monats läuft nicht nur das Neun-Euro-Ticket im Nahverkehr aus, sondern auch der sogenannte Tankrabatt. Bereits vor Ablauf haben an vielen Tankstellen die Spritpreise wieder angezogen, obwohl die Senkung auf die Energiesteuer noch bis einschließlich Mittwoch in Kraft ist. Das hat unter anderem den ADAC auf den Plan gerufen, dessen Verkehrspräsident Gerhard Hillenbrand via Bild am Sonntag kritisierte, dass sich Mineralölkonzerne offensichtlich ein Polster verschaffen wollen.

Die Kunden wollen wissen, wie sich die Preise entwickeln

Dass das Thema die Menschen beschäftigt, auch in Winnenden, das merkt Lothar Ulrich, der die MTB-Tankstelle an der Wiesenstraße verwaltet. „Die Kunden fragen mich immer wieder, wie sich die Preise ohne den Tankrabatt entwickeln“, erzählt er. Doch auch Ulrich kann darauf keine genaue Antwort geben. „Man kann nicht richtig einschätzen, was ab Donnerstag passiert“, sagt er gegenüber unserer Redaktion.

Wie andere Experten vermutet jedoch auch er, dass die Spritpreise steigen. „Die Energiesteuer wird sich auf den Preis durchschlagen. Der Zeitpunkt ist jedoch ungewiss.“ Am Dienstagvormittag hat der Liter Diesel an der Wiesenstraße 2,079 Euro gekostet, Super lag bei 1,659 Euro.

Tankstellen werden am Mittwoch noch einmal ihren Vorrat auffüllen

Vor dem Ablauf des Tankrabatts steigt auch der Andrang an der Zapfsäule. „Es ist auf jeden Fall mehr los als üblich, und zwar seit Ende der vergangenen Woche“, hat Ulrich festgestellt. Ob die Kunden dann ihren Tank auch jeweils vollfüllen, das kann er nicht nachvollziehen. „Aber ich gehe davon aus“, so der Verwalter der MTB-Tankstelle. Teilweise komme der ein oder andere auch mit einem Kanister, um einen kleinen Vorrat anzulegen.

Das werden wohl auch die Tankstellen tun. „Man wird am Mittwoch sicher noch einmal die Tanks füllen“, sagt Ulrich. Aber: Das Kontingent unter der Erde ist begrenzt. „Es kann dadurch natürlich schon sein, dass die Preise noch nicht direkt am Donnerstag steigen, sondern dass es noch etwas dauert. Nach ein oder zwei Tagen ist allerdings der Vorrat vom Sprit mit der niedrigeren Energiesteuer aufgebraucht. Man wird sehen, was dann passiert“, so Ulrich. Mit der Einführung des Tankrabatts hat es schließlich auch gedauert, bis dieser sich an den Tankstellen bemerkbar gemacht hat.

Aral: Aufgrund der Versorgungslage regelmäßig auftanken

Auch bei anderen Tankstellen hat unsere Redaktion angefragt. So beispielsweise bei der Presseabteilung von Aral. Das Unternehmen hat schließlich einen Ableger an der Ringstraße. „Wir erwarten, dass die Autofahrer/-innen vor dem Ende der Energiesteuersenkung ihr Fahrzeug noch einmal auftanken werden“, heißt es dort.

Aufgrund der aktuellen Versorgungslage empfehle man dies, wenn möglich, regelmäßig zu tun und nicht bis zu einem knappen Tankstand zu warten.

Wie sich die Preise wohl weiterentwickeln werden und wie stark der Andrang über die Zeit, seitdem der Tankrabatt gültig ist, war, dazu gibt es von der Aral-Pressestelle keine Auskunft. „Wir bitten Sie um Verständnis, dass Fragen zu Produktständen, Absatzmengen sowie zur Entwicklung von Kraftstoffpreisen aus kartellrechtlichen Gründen nicht beantwortet werden können“, heißt es in einer E-Mail.

Lothar Ulrich an der Wiesenstraße erzählt, dass sich die Zahl der Kunden in den letzten Wochen auf ein normales Maß eingependelt habe, eben mit Ausnahme der vergangenen Tage. Möglicherweise spielt auch die Baustelle auf der Waiblinger Straße eine Rolle, dass mehr Kundschaft an die Wiesenstraße kommt. „Ich glaube jedoch nicht, dass das viel ausmacht. Wir haben eine gewisse Stammkundschaft, die immer zu uns kommt. Zudem sind die Aral- und die Jet-Tankstelle ja auch problemlos anfahrbar.“

Zum Ende des Monats läuft nicht nur das Neun-Euro-Ticket im Nahverkehr aus, sondern auch der sogenannte Tankrabatt. Bereits vor Ablauf haben an vielen Tankstellen die Spritpreise wieder angezogen, obwohl die Senkung auf die Energiesteuer noch bis einschließlich Mittwoch in Kraft ist. Das hat unter anderem den ADAC auf den Plan gerufen, dessen Verkehrspräsident Gerhard Hillenbrand via Bild am Sonntag kritisierte, dass sich Mineralölkonzerne offensichtlich ein Polster

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