Winnenden

Vor der Grippesaison: Was gehört in die Hausapotheke von Familien?

Grippesaison
Apothekerin Ingrid Hecht-Hatzis. © ALEXANDRA PALMIZI

Die Temperaturen sinken. Statt T-Shirt, kurzer Hose und Schirmmütze sind Jacken und Pullover angesagt. Und: Taschentücher sollten langsam wieder griffbereit sein, mit den kühleren Temperaturen steigt auch das Risiko einer Erkältung. Wenn es einen erwischt, freuen sich die Betroffenen über schnelle Hilfe. Besonders Kinder sind anfällig. Ingrid Hecht-Hatzis von der Apotheke am Torturm erklärt, worauf es beim Anlegen einer Hausapotheke ankommt, wie viel Geld Familien für eine Basisausstattung einkalkulieren sollten und wie die Medizin bestenfalls gelagert wird.

Ingrid Hecht-Hatzis zu Hausapotheken: „Auf alle Fälle ratsam“

„Generell kann ich sagen, dass es auf alle Fälle ratsam ist, so etwas zu Hause zu haben“, sagt die Apothekerin. Hersteller und exakte Medikamente möchte sie ungern nennen. „Jeder Mensch hat seine Schwächen. Der eine hat es im Hals, der andere hat Husten. Manche sind hingegen an den Augen anfällig, so dass immer auch ein kleiner Vorrat an Tropfen ratsam ist.“ Besonders zu letzterer Arznei gebe es in letzter Zeit viele Nachfragen. „Der eine benötigt etwas Entzündungshemmendes, aber auch Tränenersatzflüssigkeit wird momentan viel gebraucht. Diese kann die Augen beruhigen, wenn sie reiben und brennen“, erklärt Hecht-Hatzis.

Sinnvoll sei immer auch, ein Schmerzmittel zur Hand zu haben. „Wer öfters auch mal Probleme mit dem Magen hat, sollte auch hier vorsorgen“, empfiehlt sie. Grundsätzlich gebe es auch sehr gute pflanzliche Alternativen. Hierfür sei allerdings eine direkte Beratung in der Apotheke der Wahl zu empfehlen.

Wundversorgung gehört auf alle Fälle dazu

Besonders Familien mit Kindern rät Hecht-Hatzis, auch an die Wundversorgung zu denken. „Desinfektionsspray und genügend Pflaster gehören in jede Hausapotheke“, sagt die Expertin.

Außerdem sei ein Hustensaft, den es in extra Versionen für Kinder gibt, zu empfehlen. „Bei Kindern kommt es allerdings oft auch auf das jeweilige Alter an, deshalb ist es immer besser, wenn man sich in der Apotheke beraten lässt“, empfiehlt sie.

Ob Mittel wie Elotrans, die den Elektrolyt-Haushalt bei Durchfallerkrankungen ausgleichen, in eine Hausapotheke gehören, sei Abwägungssache. „Das ist kein Akutmittel. Vomex und Iberogast hat man bei Magen-Darm-Erkrankungen hingegen am liebsten sofort, daher ist das eher ratsam.“

Wie viel Geld muss in eine Basisausstattung investiert werden?

Die Winnender Apothekerin schätzt, dass etwa 50 bis 60 Euro für eine Basisausstattung investiert werden müssen. „Man sollte auch nicht zu viel zu Hause haben. Sonst hat man den Schrank voll und am Ende schmeißt man die Medikamente weg. Man will ja auch keinen unnötigen Müll produzieren.“

Jener Müll entsteht spätestens dann, wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum der Arznei abgelaufen ist.

Wie sollte man damit umgehen? „Man sollte es auf alle Fälle beachten und die Medikamente nicht mehr verwenden, wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist“, antwortet Hecht-Hatzis. Damit die Produkte möglichst lange halten, ist auch die richtige Lagerung wichtig. „Trocken und kühl. Möglichst nicht im Bad, das Schlafzimmer eignet sich besser.“

Die Temperaturen sinken. Statt T-Shirt, kurzer Hose und Schirmmütze sind Jacken und Pullover angesagt. Und: Taschentücher sollten langsam wieder griffbereit sein, mit den kühleren Temperaturen steigt auch das Risiko einer Erkältung. Wenn es einen erwischt, freuen sich die Betroffenen über schnelle Hilfe. Besonders Kinder sind anfällig. Ingrid Hecht-Hatzis von der Apotheke am Torturm erklärt, worauf es beim Anlegen einer Hausapotheke ankommt, wie viel Geld Familien für eine Basisausstattung

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