Winnenden

Vorerst keine Gemeinschaftsschule

Rathaus - Winnenden - Torstraße 10
Rathaus Winnenden. © Nicole Heidrich

Winnenden. Der Gemeinderat hat sich nach einer nichtöffentlichen Klausurtagung mit der Finanzlage und dem geplanten Schulneubau für die Robert-Boehringer-Gemeinschaftsschule beschäftigt. Die Mitglieder wollen ihn nun nicht mehr, sondern das Konzept für die weiterführenden Schulen zusammen mit den Nachbarkommunen überarbeiten.

Die schockierende Zahl von 21,9 Millionen Euro für eine neue Gemeinschaftsschule einschließlich Mensa für das gesamte Bildungszentrum II verarbeiteten die Gemeinderäte nicht nur in einer öffentlichen Sitzung im Juni, sondern kurz vor Schulende auch in einer Klausurtagung. Dabei wurde der unter anderem von Stadtrat Richard Fischer vorgebrachte Gedanke weiterentwickelt: Könnten Kinder aus Winnenden und Berglen, die bisher auf die Robert-Boehringer-Gemeinschaftsschule gehen, auch nach Schwaikheim und Leutenbach gehen, wo es ebenfalls Gemeinschaftsschulen gibt?

Die geschaffenen Tatsachen und die Schülerzahlprognosen geben diesem Modell recht, wie Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth ausführt. „Es wird voraussichtlich 100 Gemeinschaftsschüler in unserer Raumschaft geben, der Bedarf ist zweifellos vorhanden. Aber sie kommen gut an den zwei zweizügigen Gemeinschaftsschulen der Nachbarn unter.“ Zudem sind die Ausbaupläne von Leutenbach und Schwaikheim schon wesentlich weiter gediehen und wesentlich günstiger als der Neubauplan der Winnender. „Wir werden nun Gespräche mit dem Schulamt Backnang und mit den Nachbarkommunen führen“, so Holzwarth. „Zielsetzung ist es, Winnenden als zentralen Realschul- und Gymnasialstandort sowie Leutenbach und Schwaikheim als die beiden zentralen Gemeinschaftsschulstandorte für die gesamte Raumschaft zu entwickeln.

Durch die Konzentration der Gemeinschaftsschulen auf zwei Standorte soll langfristig sichergestellt werden, dass in allen drei Kommunen ein hochwertiges weiterführendes Schulangebot besteht. Auch unter neuen Standortbedingungen sollen die pädagogischen Qualitäten und erfolgreichen Konzepte der Robert-Boehringer-Gemeinschaftsschule Winnenden fortgeführt werden“, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt Winnenden. Im September 2014 starteten die ersten Fünftklässler als Gemeinschaftsschüler.