Winnenden

Warnstreiks in Winnenden und Umgebung: Welche Kitas sind am 07. Oktober zu?

Kita Kindergarten Kind spielen Symbol
Symbolbild. © pixabay

Von einem Kindergarten in Winnenden immerhin, wusste die Stadtverwaltung am Dienstagmittag, dass er am Mittwoch (07.10.) bestreikt wird und deshalb geschlossen sein wird: der Kindergarten des Jugendhauses. Pressesprecherin Emely Rehberger ging aber am Tag davor auf Nachfrage davon aus, dass sicher noch mehr städtische Kitas am Mittwoch bestreikt werden.

Das Wesen eines Streiks sei ja, dass er von der davon betroffenen Seite her nicht planbar sei. „Wir wissen nur, dass die Gewerkschaft Verdi für diesen Tag die Mitarbeiterin in Kitas und Einrichtungen der Schulkindbetreuungen zu einem Warnstreik aufgerufen hat.“ Die Stadtverwaltung habe deshalb einen Elternbrief verschickt, in dem sie auch darauf hinwies, das es wegen der Corona-Verordnung nicht möglich sein werde, eine Notbetreuung anzubieten. Die würde nämlich bedeuten, die bisherige Trennung der Gruppen und damit Mischung von Kindern aus verschiedenen Gruppen aufzuweichen, ja aufzuheben.

In dem Brief an die Eltern appelliert die Stadtverwaltung außerdem an diese, am Streiktag ihre Kinder, wenn sie diese betreuen lassen wollen, selbst direkt zur betreffenden Kita zu bringen. Die Eltern sollten sich also vergewissern, dass dort wirklich Betrieb stattfindet oder nicht, so Emely Rehberger: „Damit soll verhindert werden, dass ein Kind alleine vor einer verschlossenen Tür steht.“

Eine klitzekleine, aber wohl eher theoretische Chance auf eine vor Ort sich erst am Streiktag ergebende Notbetreuung sieht sie aber doch: Wenn in einer großen Kita nur ein, zwei Erzieherinnen streiken würden und es mit den verbleibenden Erzieherinnen möglich wäre, den Betrieb aufrecht zu erhalten. Dann würden aber auch die Gruppen wie bislang getrennt bleiben. In kleineren Kitas dagegen sei eine Notbetreuung auf keinen Fall möglich. Im weiteren Verlauf des Dienstags berichtete Emely Rehberger, dass in der „Tomate“ voraussichtlich zwei Gruppen bestreikt werden. In diesen Gruppen würde damit keine Schulkindbetreuung stattfinden. Dass weitere Gruppen betroffen sein werden, sei nicht auszuschließen, so die Pressesprecherin.

In Schwaikheim verwies der Pressesprecher der Gemeinde Dominik Thewes am Dienstag auf Nachfrage darauf, dass es dort keine Abfrage in den Einrichtungen gab, in welchen Kitas gestreikt wird und welche Erzieherinnen sich an dem Streik beteiligen. „Der Arbeitgeber darf das gar nicht abfragen.“ Die Gemeinde wisse also nicht, wo gestreikt werde. Es habe aber einen Elternbrief zum möglichen Streik gegeben und auch dazu, dass wegen Corona, dem Verbot des Zusammenlegens von Gruppen keine Notbetreuung möglich ist. Thewes betont zudem, dass es anders laufen werde als bei bisherigen Streiks von Erzieherinnen. Bislang sei die Praxis gewesen, wenigsten ein bis zwei Kitas offen zu halten und dort Notbetreuung für die Kinder anzubieten, deren Eltern wegen Berufstätigkeit darauf angewiesen sind. Das Zusammenziehen von Erzieherinnen, die nicht streiken, und den betreffenden Kindern sei aber dieses Mal nicht möglich.

In Leutenbach ändert sich nichts am bereits bekannten Stand: Nämlich dass dort der Arbeitgeber, die Gemeinde, bereits vorher weiß, in welche Kitas Erzieherinnen streiken und sich deshalb dazu wappen kann. Also, im Teilort Leutenbach ruht der Betrieb zwangsweise im Kindergarten Walzenhalde und im Kinderhaus Mühlefeld, dort aber ohnehin wegen einer coronavirusinfizierten Erzieherin. In Nellmersbach ist der Kindergarten Lange Äcker vom Streik betroffen, also ebenfalls dicht. Dagegen ist der Kindergarten Schwalbenweg in Betrieb, ebenso der Hort beziehungsweise die Kernzeitbetreuung. In Weiler zum Stein hat der Kindergarten Fröbelstraße geöffnet. Im Kindergarten Hummerholz gibt es eine Notbetreuung für maximal 15 Kinder von 7.30 bis 13.30 Uhr. Der Hort beziehungsweise die Kinderbetreuung in Weiler zum Stein sind in Betrieb.

Auch in Berglen bleibt es am bislang Bekannten: Dort streiken die Erzieherinnen nicht. Die Kitas sind also in Betrieb.