Winnenden

Weintage in Winnenden: Am Abend hatte der Wettergott ein Einsehen

Weintage
Weintage-Stammbesucher Hans Schüle (l.) mit Bekannten und Freunden. © Gabriel Habermann

Sie sind ohne Regenschirm gekommen. Weil Hans und Maria Schüle Optimisten sind, wie sie sagen. Vielleicht sind die beiden ja auch ein bisschen abergläubisch, nach dem Motto „Wenn man einen Regenschirm dabei hat, dann regnet's prompt.“ Nein, sie haben gesagt: „Das Wetter wird gut“. Immerhin, das Paar aus Hertmannsweiler ist nicht hergelaufen, sondern hat sich vorsichtshalber von Bekannten im Auto mitnehmen lassen. Sie sind Stammgäste bei den Weintagen, so lange es die gibt, sind sie immer dabei. „Halt bis auf die zwei letzten Jahre eben, wo sie ausgefallen sind“, betont sie.

Ja, die Witterung ist das große Thema der diesjährigen Ausgabe, war es vor allem am Samstag. Den Tag über regnete es immer wieder, zeitweise goss es regelrecht, aber am späten Nachmittag hatte der Wettergott doch noch ein Einsehen. Um halb sieben seien noch relativ wenig Leute dagewesen, viele hätten wohl abgewartet, der Sache noch nicht so ganz über den Weg getraut, meint die Gruppe um Schüles. Aber gegen 20 Uhr hat es sich gefüllt, die Weinliebhaber trauten sich dann doch raus – und wurden nicht enttäuscht.

Temperatur war genau richtig für einen kühlen Rosé oder einen kalten Weißen

Während an den Rändern zum Viehmarktplatz und zum Torturm hin gleichwohl die eine oder andere Sitzbank leer oder spärlich besetzt blieb, herrschte rund um den Marktbrunnen reger Sitz- und Stehbetrieb. Petrus spendierte dazu laue 20 Grad, angenehmes Spätsommerwetter, gerade richtig für ein oder mehrere Viertele kühlen Rosé oder kalten Weißen, anders als noch bei der Bruthitze vor kurzem während der Ludwigsburger Weinlaube.

Also denn, was soll's nun sein, kann sie etwas besonders empfehlen unter den angebotenen Rosé-Weinen? Verblüffend ehrliche Antwort: „Das ist Geschmacksache“. Oha, klar, dass bei Ihnen alle gut sind, daran kann's ja wohl keinen Zweifel geben, aber wirklich kein Tipp „unter uns“? Nein, sie lässt sich nichts entlocken. Selbst ist der Mann. Okay, dann für ihn den feinherben und für die Gattin den Muskat-Trollinger. Volltreffer, sie ist vom fruchtigen Ton begeistert, genau ihr Geschmack, er hat gar nichts auszusetzen, was in Schwaben bekanntlich das höchste Lob ist. „Feinherb“ trifft's genau, nicht zu viel versprochen also.

Am Marktbrunnen sitzt der OB mit einer fünfköpfigen Delegation aus der spanischen Partnerstadt Santo Domingo de la Calzada. Die war am Vorabend mit reichlich Verspätung, wohl wegen Wetterturbulenzen, auf dem Stuttgarter Flughafen gelandet, gerade noch vor dem Beginn des Nachflugverbots, und kam auch in Winnenden deshalb sehr spät an, so dass es eben noch was zum Trinken und zum Essen gab, berichtet Hartmut Holzwarth. Klarer Fall, dass die Spanier und ihre Gastgeber die Letzten auf dem Fest waren, die feuchtfröhlich den Marktplatz verließen. Und weil's dort so schön war, kamen sie am Abend darauf gleich noch mal.

Sie sind ohne Regenschirm gekommen. Weil Hans und Maria Schüle Optimisten sind, wie sie sagen. Vielleicht sind die beiden ja auch ein bisschen abergläubisch, nach dem Motto „Wenn man einen Regenschirm dabei hat, dann regnet's prompt.“ Nein, sie haben gesagt: „Das Wetter wird gut“. Immerhin, das Paar aus Hertmannsweiler ist nicht hergelaufen, sondern hat sich vorsichtshalber von Bekannten im Auto mitnehmen lassen. Sie sind Stammgäste bei den Weintagen, so lange es die gibt, sind sie immer

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