Winnenden

Wenn die Bürger anders votieren ...

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Schild im Altbau – die Winnender Schule soll mit dem Schwaikheimer Pendant fusionieren. © Habermann / ZVW

Winnenden/Schwaikheim. Das laufende Winnender Bürgerbegehren kann alles durcheinanderwirbeln, was Schulamt und Bürgermeister am Donnerstag zur geplanten Schulfusion erklärt haben.

Allen Beteiligten ist klar, dass dieses Bürgerbegehren, die Stadt Winnenden soll eine neue Robert-Boehringer-Schule zum Preis von 14 Millionen Euro bauen, alles ändern kann. Schulamtsleiterin Sabine Hagenmüller-Gehring wies darauf hin, dass die Besetzung der Schulleiterstelle schwierig wird. Ist doch klar: Welcher mögliche Schulleiter hält seine Bewerbung aufrecht, wenn er nicht weiß, welche Schule er dann leiten wird: die fusionierte oder die Schwaikheimer oder die Winnender?

Der Winnender Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth hatte es auch angedeutet: „Wenn wir bauen würden, käme der Standort in Schwaikheim in Gefahr.“ Indirekt würden Bürger von Winnenden über Schwaikheims Schule mitentscheiden.

Der Einzige, der sich bei einem Bürgerentscheid gelassen zurücklehnen kann, ist Bürgermeister Jürgen Kiesl von Leutenbach. Seine Schule ist gut besucht. Er macht sich keine Zukunftssorgen, sieht höchstens die Gefahr, dass die Klassen sehr groß werden könnten.

Der Stadt Winnenden könnte dann die Gemeinde Berglen helfen. Deren Bürgermeister Maximilian Friedrich bot am Donnerstag erneut einige Klassenzimmer im Oppelsbohmer Schulgebäude für die Winnender Gemeinschaftsschule an. Und OB Holzwarth erklärte überraschend, dass er darauf zurückkommen würde, wenn der Bürgerentscheid die Stadt verpflichte, die Schule zu bauen. Ob allerdings das Berglener Angebot ausreicht, um die Baukosten von derzeit mindestens 18 Millionen Euro auf 14 Millionen zu drücken, das weiß noch keiner. Aber die 14 Millionen Euro stehen im Bürgerbegehren, das schon 1700 Personen unterschrieben haben.