Winnenden

Wer wird das nächste Winnender Mädle?

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Nachfolger gesucht: Die Amtszeit von Leonie König als Winnender Mädle geht im Mai zuende. © Sarah Utz
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Timm Hettich mit dem neuen Plakat vor der Winnender-Mädle-Galerie im Rathaus. Auf den Bildern im Hintergrund (von links): Janina Bäder, Selina Gerst und Leonie König.

Winnenden. Die Amtszeit des dritten Winnender Mädle, Leonie König, endet in gut vier Monaten. Zeit für den Marketing-Verein Attraktives Winnenden und seinen Geschäftsführer Timm Hettich, die Wahl der Nachfolgerin einzufädeln. „Wir haben die Hürden gesenkt und die Preise für die Gewinnerin noch attraktiver gemacht“, sagt er und hofft auf möglichst viele Kandidatinnen zwischen 16 und 25 Jahren.

Im Rathaus hängen über der Treppe zum Sitzungssaal drei schöne Fotos der bisherigen Winnender Mädle. „Man sieht daran ganz gut, dass wir nicht auf einen bestimmten Typus festgelegt sind.“ Hettich nennt nur drei Bedingungen, die erfüllt sein müssen, um das Repräsentantinnen-Amt für zwei Jahre zu ergattern: Die Kandidatin sollte einen Winnenden-Bezug haben, also hier aufgewachsen sein oder hier wohnen, sie sollte sympathisch und charmant sein.

Da man mit diesen Eigenschaften offenbar nicht nach vorne ins Rampenlicht drängt, will Timm Hettich mit der Wahlwerbung vor allem auch Freunde und Verwandte potenzieller Kandidatinnen erreichen. „Bei den meisten waren es andere, die die Kandidatin zur Teilnahme überredet oder ermutigt haben.“

Hettich wird in den nächsten zwei Wochen alle Register ziehen, um die Wahl bekannt zu machen: auf Facebook und Instagram und über den Jugendgemeinderat per Whatsapp. Flugblätter werden in Schulen und Vereinen und gezielt auch bei den Schülervertretungen verteilt. „Jede im fraglichen Alter muss erfahren, dass wir auf der Suche sind.“

Bewerberinnen-Zahl ging von 18 auf zwei zurück

Bei der ersten Wahl im Jahr 2012 wollten 18 junge Frauen Winnender Mädle werden, von ihnen gingen zwölf ins Wahlverfahren, das die Öffentlichkeit auf dem Marktplatz mitverfolgte, eine Jury entschied für Janina Bäder. In der Folge konnte sie ihrem Amt nur positive Seiten abgewinnen. Bei den öffentlichen Terminen, die sie freiwillig wahrnahm, wuchs die Sicherheit im Auftreten und die Rolle verschaffte ihr viele Kontakte und Bekanntheit.

Trotzdem sank das Interesse 2014 stark, nur noch fünf stellten sich zur Wahl. Schon ein bisschen komisch in Zeiten von DSDS, Germany’s Next Top Model, Supertalent und Voice of Germany ... dagegen ist doch eine Bewerbung fürs Winnender Mädle ein Klacks, sollte man meinen. Auch Selina Gerst, das zweite Winnender Mädle, mochte die Rolle der nicht-politischen Stadtrepräsentantin an der Seite von Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth und kam dazu noch in den Genuss eines Skoda, kostenlos für die Amtszeit zur Verfügung gestellt. „Wegen ihres Studiums war sie dann oft in Heidelberg, aber das ist kein Grund, nicht Winnender Mädle zu sein“, sagt Timm Hettich.

Die Talfahrt ging dennoch weiter, 2016 waren es nur noch zwei Kandidatinnen. Das Wahlverfahren selbst lief deshalb hinter verschlossenen Türen ab. Gewonnen hat Leonie, die sich 2012 schon beworben und damals nicht gewonnen hatte. „Solange man nicht älter als 25 Jahre ist, kann man es gern nochmals versuchen“, sagt Timm Hettich.

Bewerbung bis 28. Februar läuft komplett online

Die Bewerbungsphase beginnt am 1. Januar und endet am 28. Februar. „Mit ein paar Klicks auf Handy oder Computer kann man ganz entspannt das Formular ausfüllen und sein Bild hochladen, man muss nichts mehr ausdrucken und mit der Post verschicken.“ Die Bewerberinnen werden im März mit einem Artikel in der Winnender Zeitung öffentlich vorgestellt. Die Wahl findet jedoch, nur unter Beisein der Eltern und Freundinnen, nicht-öffentlich, statt. „Gekürt wird die Siegerin dann am 6. Mai, unserem nächsten Wonnetag“, sagt Hettich. Dann beginnt die zweijährige Amtszeit, in der das Winnender Mädle lediglich für die Eröffnung des Citytreffs im Juli und den Neujahrsempfang im Januar zur Verfügung stehen sollte. „Alle anderen Termine sind freiwillig. Externe Anfragen laufen über unsere Geschäftsstelle, so dass das Mädle es auch einfacher hat, etwas abzusagen.“

Timm Hettich hofft auf große Resonanz: „Die bisherigen drei Siegerinnen haben es auch einfach mal probiert und nicht bereut!“

Mädle Nummer 4 fährt einen 1er-BMW

Die Siegerin der vierten Mädleswahl bekommt tolle Preise: Sponsor Volksbank schenkt ihr ein Sparbuch mit 500 Euro drauf und ein professionelles Fotoshooting. Die Fahrschule TW sponsort ihren Führerschein bis zu 1000 Euro. Und das Autohaus Mulfinger stellt ihr zwei Jahre lang kostenlos einen 1er-BMW zur Verfügung.

Infos findet man Ende Dezember auf www.attraktives-winnenden.de, die Bewerbungsphase beginnt am 1. Januar 2018 und endet am 28. Februar.

Timm Hettich kann man anrufen unter 07195/13309. Er will Kandidatinnen einen Termin mit Leonie König anbieten, damit ihr direkt Fragen zur Wahl und zum Amt gestellt werden können.