Winnenden

Werbefoto am Schulzentrum sorgt für Aufregung

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Dieser LKW stand am Dienstag in der Nähe des Schulzentrums. © Privat

Winnenden. Ein Werbeplakat auf einer LKW-Plane hat am Dienstag bei Anwohnern der Stöckachschule für Aufregung gesorgt. Das Plakat zeigt eine Frau, die zwei Pistolen schussbereit auf zwei Ziele richtet.

Die Stöckachstraße ist keine 500 Meter von der Albertville-Schule entfernt. Anwohner reagierten geschockt und riefen die Zeitung an. „Ich bin entsetzt darüber, dass man überhaupt mit so einem Werbeaufdruck herumfährt. Noch mehr entsetzt mich, dass dieses Fahrzeug in Winnenden abgestellt worden ist und dann auch noch in unmittelbarer Nähe der Albertville-Realschule, in der Nähe von zwei Bildungszentren und Kindergärten“, schreibt Anwohner Rainer Christ.

Ein Sprecher der Werbefirma, der dieser LKW gehört, war am Dienstag selbst erschüttert über die Wirkung seiner Werbung. Er und seine Kollegen hatten nicht im Geringsten daran gedacht, dass ausgerechnet dieser LKW mit dieser Werbung eines Tages in Winnenden in der Nähe der Albertvilleschule stehen würde. Der Sprecher der Firma Artistic Werbewelten aus Bisingen bei Balingen auf der Alb bittet die Winnender Bevölkerung um Entschuldigung für diesen unpassenden Auftritt.

Werbeplakate spielen mit Ironie

"Wir wollen nicht provozieren und schon gar nicht in Winnenden. Ich habe selber drei Kinder. Wir sind ganz normale, friedliebende Menschen und halten gar nichts von Waffen.“

Das Werbeplakat sei eines von mehreren, in denen die Firma mit Ironie spiele. „Kriminell gute Werbekonzepte“, steht unter den Pistolen. Es sollte ein Gag sein. Am Dienstag hatte einer der LKW-Fahrer eine Tour, die über Winnenden führte. Er hatte sich am Morgen den nächstbesten LKW auf dem Hof geschnappt und war losgefahren. Ohne groß etwas dabei zu denken, machte er in Winnenden Pause, stellte seinen Karren irgendwo ab, um ihn später wieder wegzufahren.

Das Werbeplakat sei schon vorher in der Firma diskutiert worden, räumt der Pressesprecher ein. Jetzt rechnet er mit einer neuen Diskussion, und sagt selbst, vielleicht müsse man jetzt eine andere Werbung machen.