Winnenden

Wichtiger Schritt in Richtung Hungerberg-Turnhalle - Wie groß wird sie?

Schulsporthalle Sporthalle Turnhalle Hertmannsweiler
Kleinturnhalle in Hertmannsweiler: In der gleichen Größenordnung wird die Halle für die Hungerbergschule geplant. © Pavlovic

Die Hungerbergschule war lange eine der kleineren, hatte von der ersten bis zur vierten Klassenstufe nur jeweils eine Klasse und konnte mit einigen Unzulänglichkeiten leben. Dass sie keine eigene Sporthalle hat, zwingt sie zu umständlichen Busfahrten. Oft fahren Schüler beispielsweise nach Hertmannsweiler in die Kleinturnhalle der dortigen Schule. Mit wenigen Klassen ging das noch. Aber jetzt wächst die Schule. Räume werden knapp und eine Turnhalle wird absolut nötig. Stadtverwaltung und Gemeinderat reagieren. Am Dienstag haben sie einen wichtigen Schritt in Richtung Turnhalle getan, aber bis sie gebaut wird, kann es noch Jahre dauern.

Räume für die Ganztagsbetreuung werden ebenfalls gebaut

Fest steht jetzt schon, dass die künftige Halle ihren Platz direkt angrenzend an die Schule bekommen wird. Seit Dienstag ist beschlossen, wie groß das Gebäude wird und wie viel Räume für die Ganztagsbetreuung an der Schule gleich mitgebaut werden. So sieht das Raumprogramm aus: Das Sportfeld in der Halle wird 12 mal 18 Meter groß, und die Halle wird 5,50 Meter hoch. Mit allem Drumherum wie Umkleiden, Toiletten, Geräteräumen wird der Sportbereich des neuen Gebäudes grob geschätzt 500 Quadratmeter Fläche brauchen. Dazu kommt die Ganztagsbetreuung mit Gruppenräumen, einer Mensa mit Vorbereitungsküche und Verwaltungsräumen, die noch einmal 550 Quadratmeter brauchen werden. Dieser ganze Raumbedarf ist jetzt vom Gemeinderat beschlossen. Ungefähr so groß werden die Flächen, die ein Architekt im Plan unbedingt unterbringen muss. Die Stadt wird das Gebäude nicht selbst planen, sondern vergeben an einen Architekten, wie OB Holzwarth auf eine Frage von Andreas Herfurth (SPD) erklärte.

Stadträte drängen auf einen multifunktionalen Boden

Noch ungeklärt ist die Frage, ob die Turnhalle auch als Mehrzweckhalle gestaltet werden kann, , oder ob nicht wenigstens der Boden so gewählt wird, dass darin auch Versammlungen stattfinden können und dass die Halle mit Straßenschuhen betreten werden darf. Viele Gemeinderäte fänden dies wichtig. Christoph Mohr (ALi), selbst Lehrer von Beruf, bat eindringlich um einen Allzweckboden: „Es ist ein Segen für eine Schule, wenn man auch mal spontan in dem Raum sich versammeln kann.“ Thomas Traub, (CDU), Dr. Jürgen Hägele und Diethard Fohr (beide FDP) drängten auf einen strapazierfähigen Boden. OB Holzwarth nahm diese Bitten als Prüfauftrag an. Die Verwaltung werde prüfen, ob ein multifunktionaler Boden möglich wäre.

Der Bedarf an Räumen in der Hungerbergschule wächst weiter

Sind die Gruppenräume mit 66 Quadratmetern so groß, dass sie bei Bedarf als Klassenzimmer genutzt werden können? Danach fragte Rahel Dangel (ALi) und bekam gleich die Antwort von Schulamtsleiterin Sibylle Mack: Es sei die übliche Größe von Klassenzimmern. Die Schule könnte also, wenn sie das neue Gebäude hätte, auf Veränderungen im Bedarf reagieren, wobei allerdings in der Sitzung schon klar wurde, dass der Bedarf eigentlich zurzeit nur eine Änderung kennt: Er wächst.

Ab Herbst braucht die Schule mindestens acht Klassenzimmer

Die Schule wird im Herbst zum ersten Mal durchgängig zweizügig sein, wird also acht Klassenzimmer brauchen und braucht deshalb spätestens im Herbst nächsten Jahres Schulcontainer für die Ganztagsbetreuung. Auch die wird größeren Bedarf haben. Das Gesetz für mehr gesicherte Ganztagsbetreuung an Schulen ist vom Bundestag beschlossen, stößt aber bei den Landern und im Bundesrat noch auf Widerspruch. Es sieht vor, dass ab dem Jahr 2026 ein individueller Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Schulkinder gilt. Eine wachsende Zahl von Eltern wird diesen Anspruch einfordern, wenn er erst einmal gilt.

Schüler aus dem neuen Gebiet Adelsbach kommen erst noch

Der Bedarf wird auch steigen, weil zur Freude der Allgemeinheit mehr Kinder in der Gegend wohnen werden. Die Hungerbergschule wird auch das gerade entstehende Wohngebiet Adelsbach mitversorgen. SPD-Stadtrat Andreas Herfurth sagt: „Soll die Schule zweizügig bleiben? Wenn die Kinder vom Adelsbach kommen, wird sie dreizügig werden müssen.“ So drastisch sieht OB Holzwarth die Entwicklung nicht. Die Schule könne die Kinder vom Adelsbach aufnehmen und könne bei Bedarf Kinder aus Wohngebieten, die näher bei anderen Schulbezirken wohnen, an diese weiterleiten. Für eine dreizügige Schule reiche der Platz nicht im Hungerberg. Herfurth regte an, mit dem Baugebiet Adelsbach II ein paar Jahre zu warten, um die Schule nicht vergrößern zu müssen. „Es wird im Adelsbach Schwankungen bei den Kinderzahlen geben, und sie werden auch wieder zurückgehen“, meinte OB Holzwarth dazu. „Für Adelsbach II haben wir noch einige Jahre vor uns bis zum Baubeginn.“

Die Hungerbergschule war lange eine der kleineren, hatte von der ersten bis zur vierten Klassenstufe nur jeweils eine Klasse und konnte mit einigen Unzulänglichkeiten leben. Dass sie keine eigene Sporthalle hat, zwingt sie zu umständlichen Busfahrten. Oft fahren Schüler beispielsweise nach Hertmannsweiler in die Kleinturnhalle der dortigen Schule. Mit wenigen Klassen ging das noch. Aber jetzt wächst die Schule. Räume werden knapp und eine Turnhalle wird absolut nötig. Stadtverwaltung und

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