Winnenden

Wie läuft es ohne Corona-Testpflicht in einer Kita in Winnenden?

Kinderhaus Baach
Bei gutem Wetter sind die Kinder in Baach meist im Garten unterwegs. © Klecker

In den Kitas ist wieder so etwas wie Normalität eingekehrt. „Zwar noch nicht zu 100 Prozent, aber so ziemlich“, sagt Melissa Leonberger, die das Kinderhaus in Baach leitet.

Bei Ankunft des Redakteurs trägt sie eine FFP2-Maske. Am Eingang weist ein Schild Besucher auf eine Maskenempfehlung hin. „Wir empfehlen weiterhin das Tragen der Masken im Innenbereich, wenn der Abstand unter Erwachsenen nicht eingehalten werden kann“, heißt es dort.

Eltern setzen zum Großteil weiter auf die Maske

Melissa Leonberger hat bisher die Erfahrung gemacht, dass ein Großteil der Eltern die Einrichtung ohnehin nur mit Maske betritt, auch wenn es keine Pflicht mehr dazu gibt. So ein bisschen wie beim Einkaufen also. „Die Eltern unserer größeren Kinder kommen oft nur bis zur Tür. Die Kinder erledigen den Rest dann selbst“, erzählt Leonberger.

35 Kinder besuchen die Einrichtung in Baach. Es gibt eine Kita- und eine Krippengruppe. Da momentan Ferienzeit ist, sind jedoch nur 30 von ihnen da. Betreut werden sie von vier Vollzeitkräften, einer Teilzeitkraft und einer Auszubildenden.

Auch beim Personal gibt es diejenigen, die sich in manchen Situationen mit Maske noch sicherer fühlen, und jene, die darauf gänzlich verzichten.

Eine Testpflicht für Kita-Kinder gibt es nicht mehr

Regeln hinsichtlich der Pandemie gibt es kaum mehr. „Vergangene Woche ist die Corona-Verordnung für die Kitas ausgelaufen“, berichtet die Baacher Kita-Leiterin. Seitdem müssen die Kinder keinen Testnachweis mehr vorlegen. „Nach den Osterfeiertagen haben wir von der Stadt noch Tests bekommen, da die Kinder mit der Verwandtschaft zusammengekommen sind, viele Kontakte hatten. Die Rückmeldung der Eltern dazu war sehr positiv. Überwiegend wurden die Tests auch gemacht“, berichtet Melissa Leonberger.

Selbst ist sie gespannt, wie sich die Situation ohne die Testpflicht entwickelt. Noch kann sie wenig dazu sagen. Nachdem die Verordnung ausgelaufen ist, standen die Osterfeiertage an, in der Kita dann noch ein pädagogischer Tag, so dass erst seit Mittwoch dieser Woche wieder geöffnet ist.

Wie wirkt sich die Pandemie auf die Entwicklung der Kinder aus?

Auch wie sich die Corona-Zeit auf die Entwicklung der Kinder auswirkt, werde sich wohl erst in einigen Monaten zeigen. „Ich kann hier bei uns bisher keine Beeinträchtigungen feststellen“, meint Leonberger.

Es sei allerdings durchaus möglich, dass Kinder, die beispielsweise in der Sprachentwicklung ohnehin mit Verzögerungen zu kämpfen hatten, durch die Pandemie weiter zurückgeworfen wurden. Schließlich haben Masken beispielsweise die Mimik der Erwachsenen verdeckt. Generell habe man die Situation in Baach allerdings auch mit Testpflicht und Co gut im Griff gehabt. Unter anderem genesene Kinder waren von den Tests ausgenommen. „Bei uns im Haus ist die Lage übersichtlich. Für größere Einrichtungen ist es sicher deutlich aufwendiger gewesen, im Blick zu behalten, wer wann getestet kommen muss und wer nicht“, vermutet Melissa Leonberger.

Da es in Baach nur eine Kindergartengruppe gibt, mussten beispielsweise auch die Gartenzeiten nicht extra eingeteilt werden, um eine Durchmischung der Kinder zu verhindern. Die Krippengruppe hat ohnehin einen eigenen Gartenteil, der mit einem Törchen abgetrennt werden kann. „Wenn es warm war, dann haben wir den ganzen Tag draußen verbracht“, erzählt Leonberger. Die Kinder hat es gefreut und an der frischen Luft hat sich auch das Personal sicherer gefühlt.

Sommerfest soll wieder mit „externen“ Gästen stattfinden

In diesem Jahr ist es angedacht, dass beispielsweise auch wieder die Eltern zum Sommerfest kommen dürfen. „Wir haben auch im vergangenen Jahr Feste gefeiert, allerdings nur mit den Kindern“, erklärt Leonberger. Auch hier kehrt also, vorausgesetzt die Situation ändert sich nicht wieder, Normalität ein. Für die Kinder habe sich die Situation bereits schon länger wieder normalisiert. „Seit sie wieder Freunde treffen dürfen, auf den Spielplatz gehen können und das Kinderturnen stattfindet“, weiß die Kita-Leiterin.

In den Kitas ist wieder so etwas wie Normalität eingekehrt. „Zwar noch nicht zu 100 Prozent, aber so ziemlich“, sagt Melissa Leonberger, die das Kinderhaus in Baach leitet.

Bei Ankunft des Redakteurs trägt sie eine FFP2-Maske. Am Eingang weist ein Schild Besucher auf eine Maskenempfehlung hin. „Wir empfehlen weiterhin das Tragen der Masken im Innenbereich, wenn der Abstand unter Erwachsenen nicht eingehalten werden kann“, heißt es dort.

Eltern setzen zum Großteil weiter auf

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