Winnenden

Wie sich die Albertville-Realschule auf die Öffnung nach den Pfingstferien vorbereitet hat

Alberville Realschule
Schulleiter Sven Kubick im Eingangsbereich der Albertville-Realschule. © Gabriel Habermann

Wer in diesen Tagen die Albertville-Realschule betritt, der muss im Eingangsbereich erst einmal an zwei großen Desinfektionsspendern vorbei. „Die Schüler und auch alle anderen, die in das Gebäude kommen, sind angehalten, die Spender auch zu nutzen“, sagt Schulleiter Sven Kubick. Die vergangenen Tage und Wochen waren für ihn und seine Kollegen im Rektorat sehr anstrengend. Pfingstferien? Nicht für Schulrektoren in Zeiten von Corona. „In den letzten zwei Wochen hatte ich vielleicht vier Tage frei“, meint Kubick. Die restliche Zeit über hat er sich gemeinsam mit Kollegen darauf vorbereitet, dass circa 500 Schüler wieder zurück an die Albertville-Realschule kommen. „Wir haben insgesamt 650 Schüler an der Schule. Die Abschlussklassen haben noch ihre mündlichen Prüfungen, sind allerdings nicht mehr präsent an der Schule“, erklärt der Rektor.

„Es klappt bisher sehr gut“

Die Neuntklässler, die nächstes Jahr ihre Abschlussprüfungen schreiben, sind täglich an der Schule, die Fünft- und Sechstklässler wechseln sich wöchentlich mit den Siebt- und Achtklässlern ab. „Da durch den Mindestabstand immer nur eine bestimmte Anzahl an Schülern in ein Klassenzimmer darf, haben wir unsere Klassen, die im Schnitt aus 27 oder 28 Schülern bestehen, gedrittelt. Aus einem Stundenplan pro Klasse wurden drei. Insgesamt haben wir jetzt 73 unterschiedliche Stundenpläne an der Schule. Sie können sich vorstellen, wie lange es gedauert hat, die Pläne zu erstellen“, sagt Sven Kubick. Schließlich müsse man für jede Klasse auch einen Raum finden, wobei auch Fachräume genutzt werden. „Heute hatte zum Beispiel eine Klasse Ethik in einem Chemiesaal“, erzählt der Schulleiter.

Doch nicht nur die Suche nach einem Raum gestaltete sich schwierig. Auch den passenden Lehrer zu finden war nicht einfach. „Doch wir haben es geschafft“, sagt der Rektor erleichtert.

„Für das, dass wir auch fünfte und sechste Klasse wieder dabei haben, klappt das bisher sehr gut. Die Schüler halten sich an die Regeln und sind sehr diszipliniert“, sagt der Rektor. „Was fehlt, sind natürlich unsere Angebote, die über die Fächer hinausgehen, wie unser Schülercafé. Ganz neu haben wir zum Beispiel auch einen Bienenschwarm. Schule ist nicht nur Deutsch, Mathe und Englisch.“

Ob er als Schulleiter der Corona-Krise etwas Positives abgewinnen kann? „Möglicherweise, dass wir alle achtsamer sein sollten. Außerdem wurde verdeutlicht, wie wichtig Hygiene ist.“ Auch kann er sich vorstellen, dass zukünftig im Medienunterricht auf Themen wie Videokonferenzen eingegangen wird, die inzwischen aus der Arbeitswelt nicht mehr wegzudenken sind. „Aber“, sagt Kubick, „es haben sich auch ein paar Dinge offenbart, die noch zu verbessern sind. Ganz oben steht für mich das Thema Digitalisierung und IT. Das Land Baden-Württemberg kann nicht zum Home-Schooling aufrufen, obwohl nicht überall die Voraussetzungen dafür geschaffen sind.“

Lob für die Lehrer

An der Albertville-Realschule gibt es seit etwa fünf Jahren ein Cloudsystem, über das Schüler mit ihren Lehrern kommunizieren können. „Für uns war das also nichts Neues, aber das ist nicht überall so“, meint der Schulleiter, der ein dickes Lob an seine Lehrer und Lehrerinnen ausrichtet. „Was sie in den letzten Wochen geleistet haben, ist toll. Sie haben sich auf alle Neuerungen sehr schnell eingestellt, das hat sehr gut funktioniert.“

Wer in diesen Tagen die Albertville-Realschule betritt, der muss im Eingangsbereich erst einmal an zwei großen Desinfektionsspendern vorbei. „Die Schüler und auch alle anderen, die in das Gebäude kommen, sind angehalten, die Spender auch zu nutzen“, sagt Schulleiter Sven Kubick. Die vergangenen Tage und Wochen waren für ihn und seine Kollegen im Rektorat sehr anstrengend. Pfingstferien? Nicht für Schulrektoren in Zeiten von Corona. „In den letzten zwei Wochen hatte ich vielleicht vier Tage

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