Winnenden

Wie sich die Geschwister-Scholl-Realschule mit dem langsamen Internet arrangiert

tabletschule
Ein Notebook kann Schülern und Lehrern auch beim Heimunterricht helfen. Doch in der Schule dafür üben kann man nur dann gut, wenn die Schule an schnelles Internet angeschlossen ist. © Alexandra Palmizi

Wie sieht es in der Praxis aus? Wir fragten nach bei zwei weiterführenden Schulen und erhielten Einblicke von der Geschwister-Scholl-Realschule, die zwischen der Stöckach-Grundschule und dem Georg-Büchner-Gymnasium liegt, zwischen Ring- und Paulinenstraße. In der Scholl-Schule stehen weniger als 30 MBit/s pro Klassenzimmer zur Verfügung. Leiterin Sabine Klass freut sich, wenn ihr Gebäude in gut einem Jahr mit einem hohen Standard versorgt sein wird und Lehrer und Schüler anschließend passende Endgeräte bekommen. Es ist aber nicht so, dass sie zurzeit gar nichts mit Internet machen konnten. „Bisher arrangieren wir uns mit dem, was wir haben, es klappt soweit. In den zurückliegenden Monaten seit Beginn der Corona-Pandemie haben wir uns selbst enorm weiterentwickelt, das hätten wir vorher nicht gedacht.“

So sei jeder Lehrer für Quarantäne-Fälle und Fernunterricht vorbereitet: „Wenn ich eine Klasse heute nach Hause schicken muss, kann er oder sie schon am nächsten Tag Online-Unterricht halten“, sagte Klass. Das kommt allen bei der vorgezogenen Schulschließung seit Mittwoch (außer für Klassen, die in diesem Schuljahr Abschlussprüfungen haben) zugute.

Sabine Klass und Kollegen haben sich für das Konferenz-System „Microsoft Teams“ entschieden, das auch auf den Handys der Schüler funktioniert. „Leihgeräte für die Jugendlichen haben wir noch nicht, es gibt, glaube ich, zurzeit Lieferprobleme, weil ja derzeit alle möglichen Schulen und Betriebe bestellen.“ Bezahlt werden diese aus einem weiteren Fördertopf, dem Soforthilfeprogramm.

Gibt es irgendwann Wechselunterricht, würde ihn das Kollegium so gestalten: „Die eine Hälfte der Klasse bekommt Aufgaben für daheim, die andere kommt in die Schule. Täglich wechseln sich die Gruppen ab“, so Klass. Ein Streamen des Unterrichts auf die Geräte der Schüler zu Hause sei aus mehreren Gründen nicht möglich. „Die Kinder und Jugendlichen können wir aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht übers Internet übertragen, und wenn man nur den Lehrer und die Tafel filmt, sind die Nebengeräusche extrem und störend.“

Unterricht mit Lehrerlaptop und Beamer klappe meist, „kürzlich habe ich in Reli ein Youtube-Video gezeigt“, so Sabine Klass.

Was nicht geht, sind Gesamtlehrerkonferenzen auf Abstand in der Schule: „Wir haben nicht in jedem Klassenzimmer eine gleich gute Verbindung. Deshalb fangen die Konferenzen später an, damit alle am Freitag nach Hause fahren und von dort aus teilnehmen können.“ Wenn die Geschwister-Scholl-Schule bis Ende 2021 an Glasfaser angeschlossen ist, werden sich im Jahr 2022 neue digitale Möglichkeiten eröffnen.

Wie sieht es in der Praxis aus? Wir fragten nach bei zwei weiterführenden Schulen und erhielten Einblicke von der Geschwister-Scholl-Realschule, die zwischen der Stöckach-Grundschule und dem Georg-Büchner-Gymnasium liegt, zwischen Ring- und Paulinenstraße. In der Scholl-Schule stehen weniger als 30 MBit/s pro Klassenzimmer zur Verfügung. Leiterin Sabine Klass freut sich, wenn ihr Gebäude in gut einem Jahr mit einem hohen Standard versorgt sein wird und Lehrer und Schüler anschließend

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 6,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 83,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper