Winnenden

Winnenden: Haben die Schulen zum Start des neuen Schuljahres ausreichend Lehrer?

neues Schuljahr
Die Winnender Schulen starten ins neue Schuljahr: Wie ist die Lage dort? © Alexandra Palmizi

Na, aufgeregt wegen des ersten Schultags? Was wird dieser Montag wohl bringen außer wieder vollere Busse und Straßen, weniger freie Parkplätze am Straßenrand und Schülerschlangen an den Mittagessen-Stationen? Und, wer Kinder hat: Welche Stundenpläne bringen sie wohl mit nach Hause? Noch spannender die Anschlussfrage: Findet der geplante Unterricht auch statt? Dazu kann zum Beispiel die Leiterin der Geschwister-Scholl-Realschule, Sabine Klass, Habhaftes beitragen: „Wir sind personaltechnisch dieses Mal ganz gut aufgestellt“, sagt sie. Aber bevor nun einer denkt, das sei ja wohl die Insel der Glückseligen, schiebt sie ein klitzekleines, bedeutsames Wort hinterher: „Noch.“ Das heißt, wenn eine Lehrerin schwanger wird oder jemand aus der Mannschaft krank, „kann sich das rasch ändern“, so die erfahrene Schulleiterin. Die Großwetterlage, was die Lehrerversorgung angeht, sieht so aus: „Wir verwalten immer noch den Mangel.“ Und diesbezüglich beneidet Sabine Klass auch die Kolleginnen im Staatlichen Schulamt nicht.

Fehlanzeige bei Arbeitsgemeinschaften - aber an einer Lösung wird gearbeitet

Die Geschwister-Scholl-Realschule, um beim Beispiel zu bleiben, ist auch deshalb keine Oase in der Wüste, „weil Arbeitsgemeinschaften anbieten immer noch nicht geht“, so Sabine Klass. Wohl wissend, dass sie für ehemalige Schülergenerationen mitunter das Salz in der Schulsuppe waren, in denen ganz andere Fähigkeiten von Schülerinnen und Schülern hervorgekitzelt und gefördert werden als im Unterricht. Möglicherweise aber wird sich hierbei im Lauf des Schuljahrs etwas tun, Sabine Klass hat Wind von einem Förderprogramm bekommen ...

Welche ukrainischen Kinder sind noch da, welche sind neu eingetroffen?

Auf Überraschungen stellt sich Sabine Klass auch in Bezug auf die Zahl der ukrainischen Schüler ein: „Ich muss am Montag erst einmal gucken, wer noch da ist und wer neu gekommen ist.“ Als das vergangene Schuljahr endete, waren zwei Vorbereitungsklassen an der Geschwister-Scholl-Realschule eingerichtet, damit die ukrainischen Jugendlichen gezielt im Erlernen der deutschen Sprache gefördert werden können. Zusätzlich besuchen sie normale Unterrichtsstunden.

Apropos Integration: Drei Schüler oder Schülerinnen vom Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum Lernen werden im neuen Schuljahr Klassen der Geschwister-Scholl-Realschule besuchen, das Modell wird erstmals hier umgesetzt. Die Jugendlichen mit Lernschwäche und ihre Lehrer bekommen acht Stunden pro Woche Unterstützung von einer Inklusionslehrerin der Haselsteinschule Winnenden.

Nicht mehr so extrem: Der Wechsel vom Gymnasium an die Realschule

Auch das also eine spannende Geschichte, wie sie wohl laufen wird. Da ist Sabine Klass froh, dass es zu diesem Schuljahr nicht so viele Gymnasiasten wie früher gibt, die in Klasse 8 doch lieber in die Realschule wechseln wollen. „Die haben sich erfahrungsgemäß sehr schwergetan, sich zu integrieren.“ Sie begrüßt es, dass die Eltern der Viertklässler mittlerweile offenbar genauer überlegen, wo ihr Kind am besten aufgehoben ist, so haben die beiden Gemeinschaftsschulen in Schwaikheim und Leutenbach, die auch von Kindern aus Winnenden besucht werden, erfreulich hohe Anmeldezahlen, aber auch die Geschwister-Scholl-Realschule (auf der man seit wenigen Schuljahren auch den Hauptschulabschluss ablegen kann, wenn man will), hat 20 Kinder mehr als im Vorjahr. Sie bleibt weiterhin dreizügig. Das heißt, dass sich die vormals „relativ kleinen Klassen nun ordentlich gefüllt haben“.

Corona ist zum Schulstart kein Thema: „Wir starten ohne Masken und Tests“

Zwei Punkte gibt’s aber noch, die Sabine Klass entspannt, ja fast erleichtert ins neue Schuljahr blicken lassen. Da ist zum einen die Corona-Lage: „Wir starten ohne Masken, Abstand und Tests. Ich rechne zwar damit, dass wir im Winter wieder lüften müssen, aber mittlerweile sind wir die Kälte gewohnt.“ Wichtig ist auch hier, dass nicht zu viele Lehrer auf einmal wegen Corona oder des kalten Luftzugs krank werden ...

Neuer Aufenthaltsraum, und der Schulhof-Campus ist auch bald fertig

Schön und erfreulich sind die baulichen und strukturellen Veränderungen, an denen die Stadt Winnenden einen großen Anteil hat. Der neue gemeinsame Schulhof-Campus mit der Grundschule und dem Georg-Büchner-Gymnasium (die drei bilden mit der Ganztagsschule Tomate das Bildungszentrum I) wird Ende des Monats, Anfang Oktober fertig. In neuen Büroräumen können die Schulsozialarbeiter durchstarten und auch die Realschüler haben einen neuen Aufenthaltsraum bekommen.

Schließlich hat sich auch bei der Digitalisierung ein großer Fortschritt ergeben: „Alle digitalen Tafeln sind aufgebaut. Und dadurch, dass die Schulen nun an den Server der Stadt angeschlossen sind, haben wir von der Schulverwaltung nun auch von zu Hause Zugriff auf alle Dateien.“

Na, aufgeregt wegen des ersten Schultags? Was wird dieser Montag wohl bringen außer wieder vollere Busse und Straßen, weniger freie Parkplätze am Straßenrand und Schülerschlangen an den Mittagessen-Stationen? Und, wer Kinder hat: Welche Stundenpläne bringen sie wohl mit nach Hause? Noch spannender die Anschlussfrage: Findet der geplante Unterricht auch statt? Dazu kann zum Beispiel die Leiterin der Geschwister-Scholl-Realschule, Sabine Klass, Habhaftes beitragen: „Wir sind personaltechnisch

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