Winnenden

Winnenden und Umgebung: Wo Bedürftige günstig Kleidung kriegen

Kleiderstube
Die Kleiderstube des Deutschen Roten Kreuzes in Winnenden. © Benjamin Büttner

In Weinstadt ist am Wochenende eine ukrainische Frau tödlich verunglückt, als sie Altkleider aus einem Container fischen wollte. Aus gegebenem Anlass stellen wir die Stellen in Winnenden, Leutenbach, Berglen und Schwaikheim vor, an denen Bedürftige für ganz kleines Geld oder umsonst mit Klamotten versorgt werden. Auch wer gut erhaltene Kleidung abzugeben hat, kann sich an sie wenden.

In Winnenden ist die Kleiderstube des Deutschen Roten Kreuzes die Anlaufstelle für bedürftige Menschen, die sehr günstig Klamotten kaufen wollen. Jeden Montag von 9 bis 11 Uhr hat die Kleiderstube in der Wiesenstraße 10 geöffnet, außerdem jeden ersten und dritten Mittwoch im Monat von 17 bis 19 Uhr. Zu diesen Zeiten können hier auch gut erhaltene Klamotten abgegeben werden. Zu erreichen ist die Kleiderstube (auch in dringenden Fällen) unter 0160/97 88 49 95 – den Anrufbeantworter hört Gaby Sauer täglich ab. Die Mailadresse für entsprechende Anfragen lautet: info@drk-winnenden.de.

Gaby Sauer ist beim DRK ehrenamtlich für die Kleiderstube zuständig und berichtet von stetig steigenden Kundenzahlen: „Es ist wirklich sehr, sehr viel los. Es kommen nicht nur Flüchtlinge, sondern auch andere, die Geldmittel nicht mehr haben, um Kleidung zu kaufen.“ Ein Notstand an Klamotten herrsche aber nicht, es gingen zum Glück ausreichend Spenden ein.

T-Shirts und Hosen gibt es für einen Euro, Winterjacken sind ein bisschen teurer, „aber die Damen sind, wenn Not am Mann ist, sehr großzügig“, sagt Gaby Sauer. Das Unglück von Weinstadt hat sie schwer erschüttert: „Mein dringender Aufruf ist, sich bei uns zu melden. Es ist nicht nötig, in irgendwelche Container reinzukriechen. Es gibt so viele Hilfsangebote und Vereine, die sich gegründet haben für Flüchtlingshilfe. Ich war fassungslos, als ich das gehört habe.“

In Leutenbach verweist Simon Fröhlich vom Ordnungsamt auf Nachfrage darauf, dass die Flüchtlinge aus der Ukraine eine Whatsapp-Gruppe eingerichtet haben, untereinander somit sehr gut vernetzt seien. In der Gruppe seien auch die einheimischen ehrenamtlichen Helfer, die Kommunikation, der Austausch dort funktioniere hervorragend. Wenn etwas gebraucht werde, werde das eben dort angefragt. Beim Freundeskreis für Flüchtlinge sei vor allem Pfarrerin Susanne Blatt die Ansprechpartnerin. Und schließlich gebe es im Rathaus mit Jutta Künzel eine Ehrenamtskoordinatorin, die auch für die Flüchtlinge zuständig ist. Sie ist, für beide Seiten, also die, die etwas spenden wollen, und die, die etwas brauchen, unter 0 71 95/1 89 30 erreichbar. Man könne allerdings auch jederzeit die Zentrale im Rathaus unter-1890 anrufen, von dort werde das Anliegen weitergeleitet, verspricht Fröhlich.

Susanne Blatt verweist auf Nachfrage darauf, dass es außer des Vereins Freundeskreis Flüchtlinge Winnenden und Leutenbach noch eine zweite, eher informelle, Gruppe in Leutenbach gibt, die Flüchtlingen hilft, mit einem „harten Kern“ von Frauen, die sich ehrenamtlich engagieren und die von der Diakonin Clarissa Böckle, 0176/43 34 28 13, koordiniert wird. Dorthin wird bei Anfrage, Bedarf, gezielt Kleidung gespendet.

In Berglen gibt es ein Integrationsteam. Dessen Büro ist bei der Bushaltestelle in der Ortsmitte von Oppelsbohm, schräg gegenüber vom Rathaus, dort, wo früher der Pflegedienst KSP war. Telefonisch erreichbar ist es am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag jeweils von 10 bis 12 Uhr, am Mittwoch von 14 bis 17 Uhr, unter der Nummer 0 71 95/97 57 16- oder 15. Ein zweites Büro ist in der Lindenstraße in Steinach, telefonisch erreichbar am Montag von 14 bis 17 Uhr, unter der Nummer 0 71 95/9 78 96 47. Heike Utsch vom Integrationsmanagement weist darauf hin, dass man aber auch direkt im Rathaus, unter0 71 95/97 57 10 bei Gudrun Boschatzke anrufen kann. Diese Telefonnummern gelten für beide Seiten: die, die etwas spenden möchten, und die, die etwas brauchen. Außerdem sei jederzeit, soweit das Büro besetzt ist, es auch möglich, einfach dort direkt vorbeizukommen. Ferner sei auch, falls jemand was gezielt brauche, eine entsprechende Anzeige im Amtsblatt möglich. In der Regel finde sich auch dafür ein Spender.

Im vorhandenen Spendensortiment seien Kinderbetten, -hochstühle, Wickeltische, überhaupt seien Babysachen reichlich da, so Heide Utsch. Weiter können angeboten werden Haushaltssachen, vor allem Töpfe. Zu spendende Kleidung sei vor allem für Kinder vorhanden, spärlich sehe es bislang mit der für Erwachsene aus.

In Schwaikheim gibt es die Ukraine-Hilfe Domdai, als Verein betrieben und organisiert seit vielen Jahren von Lilly Domdai, Wilhelmstraße 8,0 71 95/5 19 99. Sie sammelt Hilfsgüter für die Ukraine, auch schon lange vor dem Krieg, und schickt die per Lkw dorthin. Sie betreibt also eigentlich nicht direkt Hilfe für die hiesigen Flüchtlinge. Heiko Jung vom örtlichen DRK-Verein verweist darauf, dass bis zur Pandemie dieser Spendenkleidung gesammelt hat, die am damaligen Feuerwehrgerätehaus an der Bismarckstraße abgegeben werden konnte (auch Sitz des DRK) und die dann entweder in die Kleiderkammer nach Winnenden oder Schorndorf gebracht wurde. Seit Corona haben diese Sammlungen aber nicht mehr stattgefunden, sie wiederaufleben zu lassen, sei eine Idee, die man im Verein besprechen könne, meint Jung.

In Weinstadt ist am Wochenende eine ukrainische Frau tödlich verunglückt, als sie Altkleider aus einem Container fischen wollte. Aus gegebenem Anlass stellen wir die Stellen in Winnenden, Leutenbach, Berglen und Schwaikheim vor, an denen Bedürftige für ganz kleines Geld oder umsonst mit Klamotten versorgt werden. Auch wer gut erhaltene Kleidung abzugeben hat, kann sich an sie wenden.

In Winnenden ist die Kleiderstube des Deutschen Roten Kreuzes die Anlaufstelle für

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