Winnenden

Winnendens Buslinie 332 schließt das Neubaugebiet Adelsbach an das Netz an - Weiter kein Halt am Degenhof

Buslinie 332
Die Buslinie 332 am Baacher Weg. Künftig soll die Linie das Wohngebiet Adelsbach an das Busnetz anschließen. © Benjamin Büttner

Die Buslinie 332, die zwischen Hanweiler und Hertmannsweiler pendelt, schließt ab Dezember auch das Neubaugebiet Adelsbach an das Winnender Busnetz an. „Die dortige Haltestelle soll wie das Wohngebiet, ‘Adelsbach’ genannt werden“, erzählte Beatrice Hertel, Amtsleiterin des Ordnungsamtes. Die Busse 332 in Richtung Hertmannsweiler biegen deshalb ab Sonntag, 13. Dezember, auf den Rotweg ein und gelangen über die Hungerbergstraße und die Straße Am Adelsbach wieder zurück auf die Backnanger Straße, von wo aus die Strecke wieder ihren gewohnten Lauf nehmen soll. Von Hertmannsweiler aus wird das Gebiet ebenfalls angefahren, dementsprechend in umgekehrter Reihenfolge über die Straße Am Adelsbach (siehe Kartengrafik).

Geänderte Vorfahrtsregel und Parkverbot im Rotweg

Gemeinsam mit dem Stadtbauamt und der Polizei habe man laut Beatrice Hertel entschieden, die Rechts-vor-links-Regelung im Rotweg zwischen der Backnanger Straße und dem Paul-Schneider-Haus (Rotweg 15) zugunsten des Busverkehrs aufzuheben. „Das ist notwendig, damit der Bus nicht immer anfahren muss“, sagt die Leiterin des Ordnungsamtes. Außerdem gilt im oberen, kurvigen Bereich des Rotwegs Parkverbot, damit der Bus die Straße einfacher passieren kann. „Wir haben auch überlegt, ob wir die Bushaltestelle in der Backnanger Straße nicht in den Rotweg verlegen können. Das ist dort allerdings nicht möglich“, erzählte Hertel.

„Zeitpuffer reicht nicht aus, um Verspätungen einzufangen“

Ebenfalls überprüft hat die Stadt gemeinsam mit dem Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS), ob eine Haltestelle am Hertmannsweiler Degenhof möglich ist. „Dabei ist herausgekommen, dass das nicht geht. Jede Buslinie hat immer eine gewisse Pufferzeit, für Verspätungen. Bei der Linie 332 reicht dieser Puffer bereits jetzt manchmal nicht aus, um Verspätungen einzufangen“, schilderte Hertel.

Bereits im Jahr 2012 sei eine Anbindung an den Degenhof Thema gewesen, als es im Gemeinderat um ein neues Konzept für den Personennahverkehr ging. Im November 2018 stellte die Freie Wählervereinigung (FWV) den Antrag auf eine erneute Prüfung. „Wir müssten den Linienverlauf teilweise ändern und bräuchten eine Wendemöglichkeit für den Bus, bei der der Fahrer nicht zurücksetzen muss“, erklärte Hertel.

"Dieses Ergebnis ist für mich enttäuschend"

Der FWV-Fraktion, in Person von Erich Pfleiderer im technischen Ausschuss, gefiel das nicht. „Dieses Ergebnis ist für mich enttäuschend“, kommentierte er in der jüngsten Sitzung. „Wir haben bereits vor längerer Zeit eine Unterschriftenliste erhalten, mit über 50 Leuten, die sich für eine dortige Haltestelle einsetzen.“ Schließlich gehe es am Degenhof sehr steil den Berg nach oben. Gerade ältere Leute würden sich hier schwertun. „Wer auf dem Paulinenhof arbeitet, würde ebenfalls gerne mit dem Bus fahren“, meinte Pfleiderer. Oberbürgermeister Holzwarth versprach, den Degenhof weiter auf dem Schirm behalten zu wollen. „Ich denke allerdings, dass wir jetzt erst einmal beobachten sollten, wie sich die Buslinie mit der neuen Streckenführung durch den Adelsbach entwickelt. Genau kann man das erst einschätzen, wenn die Baustellen dort weg sind und der Bus regelmäßig freie Fahrt hat“, vermutete Holzwarth.

Die Buslinie 332, die zwischen Hanweiler und Hertmannsweiler pendelt, schließt ab Dezember auch das Neubaugebiet Adelsbach an das Winnender Busnetz an. „Die dortige Haltestelle soll wie das Wohngebiet, ‘Adelsbach’ genannt werden“, erzählte Beatrice Hertel, Amtsleiterin des Ordnungsamtes. Die Busse 332 in Richtung Hertmannsweiler biegen deshalb ab Sonntag, 13. Dezember, auf den Rotweg ein und gelangen über die Hungerbergstraße und die Straße Am Adelsbach wieder zurück auf die Backnanger

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