Winnenden

Winnendens Kirchengemeinden planen Präsenzgottesdienste über Ostern

Ostern 2021
Die Pfarrer Reimar Krauß (links) und Gerald Warmuth in der Schlosskirche. Warmuth erklärt den katholischen Brauch der Ratschen. © Benjamin Büttner

„Normalerweise ist die Kirche an Ostern total überfüllt“, erzählt Gerald Warmuth, Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde. Die Betonung legt Warmuth auf das Wörtchen „normalerweise“, denn was ist in diesen Pandemiezeiten schon normal? Feiern die Kirchengemeinden in Winnenden Ostern angesichts steigender Corona-Fallzahlen im Rems-Murr-Kreis überhaupt in Präsenzgottesdiensten? „Wir von der evangelischen Kirchengemeinde haben mit unseren Kirchengemeinderäten gemeinsam entschieden, dass wir bis zu einer Inzidenz von 300 bei der Präsenz bleiben. Sollten wir die 200 übersteigen, dann werden wir uns allerdings kurzfristig erneut beraten“, berichtet Pfarrer Reimar Krauß am Dienstagmorgen in der Schlosskirche.

Vor dem Gottesdienst kann ein Blick ins Internet nicht schaden

Die Diözese Rottenburg-Stuttgart um Bischof Gebhard Fürst habe entschieden, dass man bis zu einer Inzidenz von 200 bei der Präsenz bleibe, erklärt Warmuth. Daran wolle man sich halten. „Ein Blick auf unsere Internetseite lohnt sich auf alle Fälle, bevor man einen Gottesdienst besucht. So kann man sichergehen, dass nichts abgesagt wurde“, rät Warmuth. Für die Gottesdienste in der katholischen Gemeinde habe man sich ohnehin bis Dienstag, 30. März, anmelden müssen. Der Pfarrer hofft, dass sich alle daran halten. „Es war schon einmal der Fall, dass wir einige Menschen wieder wegschicken mussten, weil wir nicht genügend Plätze hatten. Das ist natürlich nicht schön, aber wir müssen unser Hygienekonzept einhalten und da sind wir auch streng“, erklärt der Pfarrer.

Ordner achten auf die Einhaltung der Abstände

Wer sich hingegen für einen Gottesdienst der evangelischen Kirchengemeinde anmelden möchte, der hat noch Zeit bis Mittwoch, 31. März, um 12 Uhr. „Wir achten auf einen Abstand von zwei Metern zwischen den Besuchern. Unsere Kirchengemeinderäte passen auf, dass sich alle daran halten“, erklärt Krauß. Maximal könne man 90 Menschen in die Schlosskirche lassen, verteilt auf 45 Sitzinseln. Bei der katholischen Kirchengemeinde fungieren Mitglieder der Malteser als Ordner. „Es kann schon mal vorkommen, dass sie die Besucher an die Regeln erinnern“, so Warmuth.

Üblicherweise etwa fünfmal mehr Besucher

Ändert sich für Besucher überhaupt etwas, außer der Anmeldung und den Abstands- und Hygieneregeln? „Für Menschen, die in letzter Zeit unsere Gottesdienste besucht haben, nicht. Für diejenigen, die die Ostergottesdienste aus der Vergangenheit kennen, allerdings schon“, berichtet Warmuth. Denn gemeinsam gesungen wird momentan weder in den katholischen noch in den evangelischen Gottesdiensten. „Für viele war die Musik an Ostern ein sehr wichtiger Grund, um in die Kirche zu kommen. In der Vergangenheit sind an Ostern etwa fünfmal so viele Menschen gekommen“, weiß Warmuth.

Neben gemeinsamem Gesang fehlen auch Bräuche

Auch in der evangelischen Gemeinde sei das der Fall, ergänzt Krauß. Gerade die Gottesdienste mit musikalischer Gestaltung von Gerhard Paulus seien sonst immer sehr beliebt gewesen. Neben dem gemeinsamen Gesang werden in diesem Jahr auch Bräuche fehlen. So verzichtet die katholische Kirchengemeinde unter anderem an Gründonnerstag auf die Fußwaschung, die evangelische Gemeinde verzichtet auf das Abendmahl.

Info

Einen Überblick über die geplanten Gottesdienste gibt es im Internet unter www.evangelisch-winnenden.de und unter www.se-winnenden.de. Dort finden sich auch Videoaufzeichnungen der Gottesdienste.

„Normalerweise ist die Kirche an Ostern total überfüllt“, erzählt Gerald Warmuth, Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde. Die Betonung legt Warmuth auf das Wörtchen „normalerweise“, denn was ist in diesen Pandemiezeiten schon normal? Feiern die Kirchengemeinden in Winnenden Ostern angesichts steigender Corona-Fallzahlen im Rems-Murr-Kreis überhaupt in Präsenzgottesdiensten? „Wir von der evangelischen Kirchengemeinde haben mit unseren Kirchengemeinderäten gemeinsam entschieden, dass wir bis

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