Winnenden

Winnender Ingenieur Claus Funk setzt auf Wärmepumpe und feiert Energie-Ersparnis

autark
Claus Funk (links) mit Mieter Ulrich Huber auf dem Dach des Gebäudes an der Marbacher Straße 25. © Benjamin Büttner

Diplom-Ingenieur Claus Funk hat das Gebäude an der Marbacher Straße 25, in dem sein Ingenieurbüro für technische Gebäudeausrüstung und zwei Wohnungen beheimatet sind, zu einem großen Teil auf regenerative Energiequellen umgestellt. So hat er auf dem Dach eine thermische Solaranlage und Photovoltaikmodule installiert, zudem eine Wärmepumpe angeschafft. „Wir müssen weg vom fossilen Scheiß“, sagt er deutlich.

Als er sich im vergangenen Sommer die Energiekosten der beiden Wohnungen im Obergeschoss des Gebäudes anschaut, umschleicht den Ingenieur ein mulmiges Gefühl. „Ich bin zusammengezuckt und habe mich gefragt, wo die Strom- und Gasrechnung hingeht, wenn die Preise weiter steigen“, erinnert er sich.

„Bei den momentanen Preisen mussten wir die Notbremse ziehen“

Die beiden Wohnungen, die ein Freund angemietet hat, sind mit einer Gasheizung ausgestattet, Gesamtfläche: 240 Quadratmeter.

Demnach lag der Gasverbrauch bisher bei über 40.000 Kilowattstunden im Jahr, beim Strom kam der Mieter im selben Zeitraum auf mehr als 4.000 Kilowattstunden. „Bei den momentanen Preisen mussten wir die Notbremse ziehen. Hätten wir nichts gemacht, wären wir in diesem Jahr bei den aktuellen, ungedeckelten Preisen auf eine Gesamtsumme in Höhe von knapp 10.000 Euro für Strom und Gas gekommen“, hat Funk berechnet. Rechnet er mit gedeckelten Preisen, kommt er auf knapp 7.000 Euro. Also fasst er den Entschluss, auf erneuerbare Energiequellen umzurüsten. Mit seinem Büro setzt der Ingenieur seit Februar 2022 nur noch auf diese Technik.

So lässt er auf dem Dach eine Photovoltaikanlage installieren. Außerdem bestellt er eine thermische Solaranlage sowie eine Wärmepumpe. Der Ingenieur kennt sich im Gewerbe bestens aus, schließlich hat sich sein Büro auf die technische Gebäudeausrüstung spezialisiert.

Durch Kontakte muss er nur wenige Tage auf die einzelnen Bauteile warten. Privatpersonen müssen sich auf wochen- oder gar monatelange Lieferzeiten gefasst machen. „Bei Wärmepumpen liegen wir momentan etwa bei zehn Monaten Wartezeit. An Photovoltaik-Module und Thermie-Kollektoren kommt man allerdings ran“, sagt der Experte.

Der Ingenieur ist von der Technik begeistert

Inzwischen sind die neuen Anlagen einige Wochen in Betrieb. Claus Funk ist zufrieden. „Ich würde sofort wieder in die Technik investieren“, sagt er.

Der Energieverbrauch im Jahr wird, so wie es aktuell aussieht, auf etwa 33.000 Kilowattstunden sinken. Ganz ohne Gas geht es nicht. Funk erklärt, dass man generell davon ausgeht, dass etwa zwei Drittel über die Wärmepumpe abgedeckt wird, ein Drittel über Gas. Je wärmer die Außentemperatur, desto weniger Gas ist nötig. Zwar könnte man das Haus auch nur mittels Wärmepumpe beheizen, das wiederum würde sich bei den aktuellen Strompreisen jedoch nicht rechnen.

„Für das Gebäude sind unsere Zahlen phänomenal“, sagt Funk. Schließlich kombiniere man Wärmepumpen gewöhnlich mit einer Fußboden- und Niedertemperaturheizung, statt, wie in diesem Fall, einer gewöhnlichen Heizung.

Funk kommt auf ein Ersparnis von 6.000 Euro im Jahr

Laut den Hochrechnungen kommt der Mieter der Wohnungen nun auf Energiekosten von etwa 3.700 Euro. „Das ist pro Jahr eine Ersparnis von über 6.000 Euro“, vergleicht Funk mit den ungedeckelten Preisen.

Dem gegenüber stehen die Anschaffungskosten der Technik von 45.000 Euro. „Die haben sich bei der erwarteten Ersparnis in sieben Jahren amortisiert“, sagt Funk. Zudem geht er davon aus, dass sich die Zahlen weiter verbessern, da er konservativ gerechnet habe.

Zugleich schränkt Claus Funk jedoch auch ein. „Natürlich ist man auf die Sonne angewiesen und die hat sich zum Beispiel im Dezember kaum blicken lassen“, seufzt er.

Erfahrungsgemäß wird sich das jedoch in den kommenden Wochen wieder ändern, es sei denn, das Wetter spielt völlig verrückt.

Diplom-Ingenieur Claus Funk hat das Gebäude an der Marbacher Straße 25, in dem sein Ingenieurbüro für technische Gebäudeausrüstung und zwei Wohnungen beheimatet sind, zu einem großen Teil auf regenerative Energiequellen umgestellt. So hat er auf dem Dach eine thermische Solaranlage und Photovoltaikmodule installiert, zudem eine Wärmepumpe angeschafft. „Wir müssen weg vom fossilen Scheiß“, sagt er deutlich.

Als er sich im vergangenen Sommer die Energiekosten der beiden Wohnungen im

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 6,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 83,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper