Winnenden

Winnender Blasmusiker spielen Filmmusik von "Herr der Ringe" bis "Madagaskar"

Städtisches Blasorchester
Eine der letzten Proben des Städtischen Blasorchesters Winnenden vor dem ersten großen Auftritt. © Gabriel Habermann

Es gibt Leute, die waren vom Sound des Städtischen Blasorchesters Winnenden regelrecht „geflasht“: Musikschulleiter Mathias Mundl ging es so, als er mit den 35 Musikerinnen und Musikern in der Hermann-Schwab-Halle beim Neujahrsempfang der Stadt spielte. Das große Publikum aber saß zu Hause am Computer, die Musik wurde online nur mittelprächtig übertragen. Wer neugierig ist, wie das neue musikalische Aushängeschild der Stadt wirklich klingt, kann am Sonntag, 30. Januar, in die Hermann-Schwab-Halle zum Konzert im Rahmen der Konzerttage Winnenden gehen. Um 19 Uhr heißt Moderatorin Leonie König die Zuhörer willkommen, die Gemeinderätin und frühere Stadtrepräsentantin („Winnender Mädle“) war auch einmal Schülerin von Dirigent Thomas Kratzer. Er bat sie, die Titel des Abends vorzustellen.

Wiederhören mit „Herr der Ringe“, „Madagaskar“, „Les Miserables“

Das Motto lautet „Cinema in Concert“, Kino im Konzert: Melodien aus der Welt des Films stehen auf dem Programm. Da scheint für jeden etwas dabei zu sein. Dramatisches aus dem Fantasy-Dreiteiler „Herr der Ringe“, Witzig-Übermütiges von der Edel-Komponisten-Feder Hans Zimmer zum Animationsfilm „Madagaskar“, oder etwas, mit dem sich die Großelterngeneration wieder jung fühlen wird, „Saturday Night Fever“.

Wer auf Western steht oder wahlweise auf einen der berühmtesten Filmmusikkomponisten Ennio Morricone, der wird beim Medley „Moments for Morricone“ die Ohren spitzen, auch Freunde einer weiteren Filmmusik-Ikone kommen auf ihre Kosten bei „The Best of Henry Mancini“ („Peter Gun“, „Der rosarote Panther“, „Moon River“). Und sogar das Musical ist vertreten, mit „Les Miserables“, hier gibt es ebenfalls einen Querschnitt aus beliebten Melodien zu hören. Eine ordentliche Bandbreite ist das, und vom Anspruch her ist hier eben mehr ein Orchester als eine Blaskapelle verlangt.

Die Pandemie sorgte für einen späten Probenbeginn und Absage-Frust

Im Telefoninterview sagt Thomas Kratzer, dass die Vorschläge zur Erweiterung des bisherigen Repertoires nicht nur von ihm, sondern auch aus den Reihen der Mitwirkenden gekommen sind. Die meisten der Musiker waren bereits beim Stadtorchester dabei, das für die Heimattage gegründet wurde, etwa zehn sind von der Stadtkapelle dazugestoßen, nicht alle können am Sonntag mitspielen. Die Bläser wollen aber einen gemeinsamen Weg gehen, weshalb der neue Name Städtisches Blasorchester gefunden wurde, abgekürzt SBOW.

Doch mehr als mit den vier sperrigen Buchstaben hatte Thomas Kratzer mit den Herausforderungen der Pandemie zu kämpfen. Erst seit Mitte Juni 2021, unterbrochen von den Sommerferien, kann er regelmäßig proben. Dann erlebte das SBOW gleich im Dezember eine Enttäuschung, weil es sein Sinfoniekonzert abblasen musste. Das war frustig, keine Frage. Für die Konzerttage konnte Thomas Kratzer daher eigentlich erst im Monat Januar so richtig intensiv proben, etwas mehr Zeit hätte allen gutgetan. Das Potenzial bei den Musikern ist allerdings vorhanden. „Mit dem Auftritt am Neujahrsempfang war auch ich sehr zufrieden, wir haben uns noch mal gesteigert gegenüber der Hauptprobe“, sagt Kratzer kurz vor der Feuertaufe des SBOW.

Allen Widrigkeiten zum Trotz zeigt sich Thomas Kratzer also zuversichtlich und blickt optimistisch in die Zukunft des Städtischen Blasorchesters Winnenden.

Es gibt noch Karten an der Abendkasse

Vielleicht ist bei den Zuhörern auch jemand, der anschließend gerne mitmachen will? Kein Problem: „Wir freuen uns über jeden Musikbegeisterten, der den Weg zu uns findet“, so Thomas Kratzer. Proben sind immer donnerstags um 19.30 Uhr in der Hermann-Schwab-Halle, wo die Einhaltung der Hygiene-Vorschriften möglich ist, also hauptsächlich der Abstand der Musiker zueinander. Um sich noch sicherer zu fühlen, testen sich die Mitwirkenden vor der Probe. Der nächste Auftritt ist am 4. Juni, da ist das Jahreskonzert in der Hermann-Schwab-Halle geplant. Dabei wird auch das 100-Jahr-Jubiläum der Stadtkapelle nachgeholt, das wegen der Corona-Einschränkungen verschoben wurde.

„Cinema in Concert“ beginnt am Sonntag, 30. Januar, um 19 Uhr in der Hermann-Schwab-Halle. Die Abendkasse öffnet um 18 Uhr. Der Eintritt kostet 15 Euro, auch ermäßigte Karten sind erhältlich. Besucher sollten sich auf die Regel 2G plus einstellen, also entweder geboostert sein oder, wenn die zweite Impfung oder die Genesung länger als drei Monate zurückliegen, einen negativen Schnelltest vorweisen. Eine Maske muss durchgehend getragen werden. 

Es gibt Leute, die waren vom Sound des Städtischen Blasorchesters Winnenden regelrecht „geflasht“: Musikschulleiter Mathias Mundl ging es so, als er mit den 35 Musikerinnen und Musikern in der Hermann-Schwab-Halle beim Neujahrsempfang der Stadt spielte. Das große Publikum aber saß zu Hause am Computer, die Musik wurde online nur mittelprächtig übertragen. Wer neugierig ist, wie das neue musikalische Aushängeschild der Stadt wirklich klingt, kann am Sonntag, 30. Januar, in die

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