Winnenden

Wohnraum für Flüchtlinge gesucht: Hilft eine Erweiterung der Unterkunft an der Albertviller Straße?

Fluechtlingsheim
Die Flüchtlingsunterkunft an der Albertviller Straße. © Gaby Schneider

Der Mietvertrag für die Flüchtlingsunterkunft an der Albertviller Straße endet zum Jahresende 2021. Der Landkreis braucht diese Plätze für die Unterbringung von geflüchteten Menschen, die aus Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes kommen. Der Mietvertrag an der Friedrich-Jakob-Heim-Straße schon früher, nämlich in knapp drei Wochen. Das erhöht den Druck auf die Stadt, die für die Unterbringung von Flüchtlingen verantwortlich ist, die bereits seit zwei Jahren in Deutschland leben. Hilft eine Erweiterung der Unterkunft an der Albertviller Straße?

Aktuell stehen an der Albertviller Straße bereits sechs Häuser, in denen Flüchtlinge leben. Die Kreisbau plant hier nun zwei weitere Gebäude in Richtung des Sportgeländes, die sich in Form und Optik nahtlos an die bereits bestehenden Gebäude anpassen. Die Stadt würde diese Wohnungen von der Kreisbaugesellschaft anmieten, die Platz für 37 Bewohner bieten. Neben Flüchtlingen kämen die Wohnungen laut Verwaltung auch für Obdachlose infrage. Außerdem soll dort ein Fahrradpavillon für 19 Räder und drei Parkplätze entstehen. Dafür müsse laut Verwaltung ein bestehendes Pavillon abgerissen werden.

Können die Gebäude dreistöckig werden?

Oberbürgermeister Holzwarth erklärte in der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses, dass man ehrlich sein müsse und die Stadt ein klares Interesse daran habe, dass diese zwei Gebäude dort entstehen. „Das Auslaufen der Mietverträge bringt uns unter den Druck, zu schnellen Lösungen zu kommen“, sagte er.

Stadtrat Hanspeter Luckert von der Freien Wählervereinigung erkundigte sich, ob die Wohnungen wie bisher eher von Einzelpersonen bewohnt werden sollen, oder ob sie auch für Familien infrage kommen würden. „Der Platz wird weiterhin überwiegend für Einzelpersonen sein“, antwortete der Oberbürgermeister. Man brauche im Stadtgebiet knapp 200 Wohnplätze für Flüchtlinge. „Diese 37 wären ein Baustein, um dies zu realisieren“, sagte Holzwarth.

FDP-Stadträtin Nicole Steiger, die sich via Computer in die Sitzung geschalten hatte, fragte dahingehend nach, ob man nicht dreistöckig bauen könnte, um so dem Bedarf gerecht zu werden. „Das würde ich nicht empfehlen, da wir dort bisher auch zweistöckig sind“, lautete die Antwort Holzwarths. „Im Übrigen wären die Brandschutzrichtlinien bei drei Stockwerken sehr aufwendig. Dann bräuchte man eventuell ein weiteres Treppenhaus.“

Die Mitglieder des Technischen Ausschusses stimmten dem Vorhaben einstimmig zu.

Sozialarbeiter durch Größe der Einrichtung vor Ort

Wie geht es an der Albertviller Straße jetzt weiter? „Der Neubau wurde auf Initiative der Stadt Winnenden geplant“, schreibt Emely Rehberger, Pressesprecherin der Stadt, auf Nachfrage. Es sei in der Tat geplant, dass der Landkreis den Neubau an die Stadt Winnenden vermiete, um einige Personen, die derzeit noch in den Bestandsgebäuden wohnen, in den Neubau umziehen zu lassen. „Die Erweiterung hat den Vorteil, dass Synergien genutzt werden können. Aufgrund der Größe der Einrichtung ist dann gewährleistet, dass auch ein Sozialarbeiter vor Ort sein kann“, so Rehberger weiter. Die Kreisbau plane mit einem Baubeginn für das Frühjahr 2021, vorausgesetzt die Baugenehmigung werde erteilt.

Martina Keck, Pressesprecherin des Landkreises, erklärt auf Nachfrage, dass über ein Jahr in dieser Thematik eine sehr, sehr lange Zeit seien. „Wer weiß, was nächstes Jahr passiert. Vielleicht kommen viele Geflüchtete, vielleicht aber auch sehr wenige. Stand jetzt übernimmt der Landkreis die Unterkunft wieder komplett. So war es auch schon, bevor die Stadt einen Teil davon angemietet hat.“

In der aktuellen Pandemiezeit sei es so, dass der Landkreis in seine Unterkünfte „ausreichend Luft reinplanen muss“, damit sie bei möglichen Corona-Fällen nicht so voll seien.

Der Mietvertrag für die Flüchtlingsunterkunft an der Albertviller Straße endet zum Jahresende 2021. Der Landkreis braucht diese Plätze für die Unterbringung von geflüchteten Menschen, die aus Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes kommen. Der Mietvertrag an der Friedrich-Jakob-Heim-Straße schon früher, nämlich in knapp drei Wochen. Das erhöht den Druck auf die Stadt, die für die Unterbringung von Flüchtlingen verantwortlich ist, die bereits seit zwei Jahren in Deutschland leben. Hilft eine

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