Winnenden

Wunnebad-Baustelle: Baden neben Baggern in Winnenden

Wunnebad Winnenden
Schwimmmeister Emanuel Froese auf der Baustelle. © Gabriel Habermann

Das Wunnebad wird saniert und erweitert, es ist die teuerste Baustelle der Stadt. Den Schwimm- und Badebetrieb haben die Stadtwerke aber nicht eingestellt. Im Außenbecken ziehen die Sportschwimmer weitestgehend unbehelligt ihre Bahnen, während nebenan ein Bagger alte Mauern einreißt. Der Abbruch läuft nach Plan. Wo einst der Kiosk war, entsteht ab kommender Woche der neue Sanitärtrakt mit Umkleidekabinen. Ein Blick hinter die Kulissen der Baustelle.

Im Hallenbad ist von den Abrissarbeiten nichts zu hören oder zu sehen

„Hauptsache wir können draußen schwimmen, das ist das Wichtigste“, sagt die ältere Dame. Bis eben hat sie im Sportbecken Meter gemacht, gemeinsam im Wasser mit rund einem Dutzend weiterer Schwimmer. Jetzt steigt sie zum Aufwärmen noch kurz ins Hallenbad. Am Montagvormittag ist hier außerdem noch eine Schulklasse zu Gast. Von den Abrissarbeiten, die draußen und ein Stockwerk höher im Gange sind, ist überhaupt nichts zu hören. Das bereits komplett entkernte Foyer liegt verborgen hinter einer eigens dafür eingezogenen Wand.

Den Stadtwerken Winnenden gelingt im Wunnebad aktuell der Spagat zwischen Baustelle und Badegästen. Diese werden vorübergehend durch den Hintereingang und einen provisorischen Kassenraum vorbei am Wunnebad-Shop in die Umkleidekabinen geleitet. Die Besucherführung kann sich aber bald schon wieder ändern, je nachdem, wo gerade abgerissen oder neugebaut wird. Für die Sommersaison ist außerdem ein Zugang für Freibadgäste geplant.

„Bis jetzt nehmen es alle den Begebenheiten entsprechend gut an“, berichtet Schwimmmeister Emanuel Froese. Sicherheit stehe an oberster Stelle, durch Bauzäune sind zum Beispiel die Sportschwimmer vom Baustellenberich getrennt. „Sehr darauf bedacht“ sei das verantwortliche Abrissunternehmen auch, die Nebenerscheinungen der Baustelle von den Badegästen fernzuhalten: „Die beregnen das, wenn es zu sehr staubt.“ Seine Kollegin Leila Darwiche, bei den Stadtwerken in der Öffentlichkeitsarbeit tätig, sagt: „Die Badegäste sind gottfroh, dass sie weiter schwimmen können. Theoretisch gibt es für sie keine Einschränkungen, bis auf vielleicht die Geräuschkulisse – aber wenn man sich dem Baden hingibt, vergisst man das auch ...“

Am 30. April soll die Freibadsaison beginnen – mit glücklichen Gästen

Für eine Woche war das Wunnebad bislang wegen der Bauarbeiten geschlossen, gleich zu Beginn, Anfang März. Jetzt lautet das Ziel, ohne Schließzeiten durchs Jahr zu kommen. „Der gesamte Freibadbereich bleibt, wie er ist, und wird für den Sommer hergerichtet“, erklärt Schwimmmeister Emanuel Froese. „Wir gehen jetzt in die Auswinterung, so dass wir ab 30. April in die Sommersaison starten können.“ Emanuel Froese hofft „nach zwei coronageplagten Jahren“ auf einen Sommer „mit gutem Wetter und vielen Besuchern, die alle glücklich sind mit unserer Interimslösung“.

Die Badegäste können dann quasi aus dem Becken heraus beobachten, wie das Wunnebad wächst. Beim Eispark, wo früher der Kiosk stand, hat die Abbruchfirma den Boden bereitet für die Rohbauarbeiten, die in der kommenden Woche beginnen sollen. Hier wird der neue Sanitär- und Umkleidetrakt für draußen wie drinnen gebaut, zudem Hausmeister- und Serviceräume und Garagen. Daneben wird der neue Eispark entstehen.

Abbrucharbeiten finden noch an zwei weiteren Stellen statt: Der alte Kassenbereich wird fallen, der Saunabereich aktuell von einem Trupp junger Männer freigeräumt. „Den Rohbauzustand herstellen“ nennt Emanuel Froese das. Die Sauna wird teils an selber Stelle neu errichtet, teils verlegt. Überall entstehen in diesem Bereich neue Räume, zum Beispiel für die Gastronomie. Wo sich früher der Ruheraum befand, ist künftig das Treppenhaus, über das der Wellnessbereich erreichbar sein wird.

Wo aktuell Lastwagen fahren, wird irgendwann wieder eine Liegewiese sein

Der größte Teil des Dachs ist ebenfalls schon abgeräumt – schließlich werden auch hier Mauern eingerissen und das alte mit einem neuen Gebäude zusammengeführt: Zum Sportbecken im Freien hin ist eine neue Schwimmhalle mit 25-Meter-Becken geplant. Bis zu 14 Meter tief wird die Baugrube laut Emanuel Froese sein, schon allein das unterkellerte neue Becken wird ja eine Tiefe von zwei, drei Metern haben.

Bis zum Sommer 2024 soll das neue Wunnebad, das nach aktuellem Stand rund 26 Millionen Euro kosten wird, fertiggestellt sein. Im Süden der Anlage, wo Lastwagen derzeit tonnenweise Schutt über eine neu geschaffene Baustellenzufahrt abtransportieren, soll dann wieder eine Liegewiese entstehen.

Das Wunnebad wird saniert und erweitert, es ist die teuerste Baustelle der Stadt. Den Schwimm- und Badebetrieb haben die Stadtwerke aber nicht eingestellt. Im Außenbecken ziehen die Sportschwimmer weitestgehend unbehelligt ihre Bahnen, während nebenan ein Bagger alte Mauern einreißt. Der Abbruch läuft nach Plan. Wo einst der Kiosk war, entsteht ab kommender Woche der neue Sanitärtrakt mit Umkleidekabinen. Ein Blick hinter die Kulissen der Baustelle.

Im Hallenbad ist von den

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