Winnenden

Wunnebad-Umbau in Winnenden liegt im Zeitplan – aber wird teurer

Wunnebad
Die Rohbauarbeiten für das neue Kursbecken sind in vollem Gange. © Benjamin Büttner

Die Wunnebad-Baustelle in Winnenden liegt sehr zur Freude von Jochen Mulfinger, Geschäftsführer der Stadtwerke, im Zeitplan. Die Kosten steigen jedoch weiter, was die Stimmung zumindest etwas trübt.

Momentan sind die Arbeiten an mehreren Stellen im vollen Gange. So läuft am künftigen Kursbecken der Rohbau. „Die Arbeiter schalen das Becken momentan ein“, erklärt Mulfinger. Zudem wird auf dem Wunnebad-Parkplatz an der Alfred-Kärcher-Halle kräftig gewerkelt. Dort rollen Bagger und Walzen. „Es steht einiges an Erdarbeiten an“, sagt der Geschäftsführer der Stadtwerke. Und auch dort, wo die Sommerumkleiden zu finden sind, sind die Handwerker unterwegs.

Umkleiden sollen im Sommer fertig sein

Zumindest die Umkleiden und Toiletten sollen zur kommenden Freibadsaison bereits fertig sein. Warmwasser wird es an den dortigen Duschen dann allerdings noch nicht geben. Ebenso wird der Kiosk noch nicht so weit sein, um die Gäste von den neuen Räumlichkeiten aus zu versorgen. Laut Mulfinger wird es allerdings einen geeigneten Ersatz geben, so dass der gewohnten Freibad-Kulinarik nichts im Wege stehen wird.

Die laufenden Umbauarbeiten haben allerdings auch ihren Preis. Im Frühjahr, genauer im Februar, haben die Wunnebad-Planer mit Gesamtkosten von 26,15 Millionen gerechnet.

Seither ist rund um den Globus einiges geschehen. Die Umbaukosten für das Millionenprojekt in Winnenden kennen in den vergangenen Monaten nur einen Weg: nach oben. Einer der Gründe: Materialpreisanpassungen für das kommende Jahr.

In der jüngsten Sitzung des Aufsichtsrates der Stadtwerke präsentierte Jochen Mulfinger einen Anstieg der Kosten um mehr als 200.000 Euro, verglichen mit den Daten aus dem Oktober. Lagen die vorläufigen Gesamtkosten damals bei 27,65 Millionen Euro, so sind es nun 27,88 Millionen Euro. Kostentreiber ist in neuerlichem Fall der Saunagarten, der um mehr als 100.000 Euro teurer wird als geplant.

Wo sind Einsparungen möglich?

Die Aufsichtsräte der Stadtwerke haben sich daher Gedanken gemacht, wo Einsparungen möglich sind, und sich Potenziale von Fachplanern vorstellen lassen. Immer mit dem Ziel, dass die Wohlfühlatmosphäre nicht leidet, der Gast von den Einsparungen nichts merkt. So stand es unter anderem zur Diskussion, ob die Saunaumkleiden sowie Spinde aus HPL-Kunststoffplatten statt Glaselementen entstehen sollen (Einsparung 16.000 Euro).

Die Mehrheit der Räte entschied sich letztendlich jedoch für die teurere Variante. Wohl auch, weil Bäderleiter Sascha Seitz in der Sitzung ausführte, dass Glas den Mitarbeitern deutlich lieber wäre, da es wertiger und besser zu reinigen sei. Ebenso hielt eine Mehrheit der Räte an einem teureren Sichtschutz für den Saunagarten fest.

Dieser soll unter anderem aus Lärchenlamellen entstehen. Die Alternative wäre ein Maschendrahtzaun, versehen mit einem Stoffbanner, gewesen. Die Saunalandschaft solle sich schließlich sehen lassen, den Gästen wolle man für ihren Eintrittspreis auch einen entsprechenden Standard bieten.

Probebetrieb ab April 2024

Billiger werden nun unter anderem Malerarbeiten im Inneren (Ersparnis von 9000 Euro). Auch sollen im Außenbereich weniger Scheinwerfer (22 statt 27) als ursprünglich geplant angebracht werden.

Im April/Mai 2024 ist im Wunnebad ein Probetrieb geplant. Im Juni 2024 wollen die Planer dann regulär öffnen. „Wir liegen gut im Zeitplan“, freut sich Jochen Mulfinger.

Die Wunnebad-Baustelle in Winnenden liegt sehr zur Freude von Jochen Mulfinger, Geschäftsführer der Stadtwerke, im Zeitplan. Die Kosten steigen jedoch weiter, was die Stimmung zumindest etwas trübt.

Momentan sind die Arbeiten an mehreren Stellen im vollen Gange. So läuft am künftigen Kursbecken der Rohbau. „Die Arbeiter schalen das Becken momentan ein“, erklärt Mulfinger. Zudem wird auf dem Wunnebad-Parkplatz an der Alfred-Kärcher-Halle kräftig gewerkelt. Dort rollen Bagger und

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