Winnenden

Wunnebad: Wiedereröffnung der sanierten Becken

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Blau schimmert das Licht im Sportbecken wie hier beim Nachtschwimmen. © Hans Martin Fischer
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Sprung ins neu ausgekleidete Becken: Das Beste bei 33 Grad im Schatten. © Ralph Steinemann

Winnenden. Der Sprungturm ist eine Lust, das Erlebnisbecken blitzsauber und schadstellenfrei, und im Sportbecken strahlen jetzt nachts Unterwasserlichter – das gute, alte Wunnebad hat ein paar Sanierungen hinter sich und sich am Wochenende ein bisschen dafür gefeiert.

Zur Feier des Tages durften die Badegäste in der lauen Sommernacht von Samstag auf Sonntag ganz offiziell bis 24 Uhr in den beiden Außenbecken schwimmen, und erlebten somit einmal das blaue Wunder der nagelneuen Unterwasserbeleuchtung des Sportbeckens.

Kein Symphonieorchester für das Sprungbecken

Das Sprungbecken wurde am Samstag vergleichsweise bescheiden eröffnet. Kein Symphonieorchester, keine Wassermusik und keine Europahymne. Ganz einfach: Schwimmmeisterin Silke Jantz machte die Kette weg am Ein-Meter-Brett, und ein Dutzend Jungs, die nur drauf gewartet hatten, schritten nach und nach aufs Sprungbrett, schauten rüber zum Pressefotografen und überlegten, was sie dem bieten könnten: Hochspringen, Knie anwinkeln und den Hintern als volle Breitseite einsetzen, so dass die stärksten Spritzer die Fotolinse erreichen. Schelmisch grinsend defilierten sie dann am Fotografen vorbei.

Salto rückwärts und seitwärts zur Eröffnung des Sprungbeckens

Danach betrat Dominik (15) die Szene, nahm Anlauf, hüpfte aufs äußerste Ende des Sprungbretts und sprang mit einem seitlichen Salto rückwärts ins Wasser – das war wohl die angemessene Eröffnungszeremonie für das Sprungbecken, dessen Innenauskleidung komplett neu gemacht wurde. Es ist eine neue Folie eingezogen, die in der Rinne und am Beckenrand weitergeht, wie Bäderleiter Sascha Seitz erklärte. Neu ist auch die Außendusche, jetzt ganz ohne Durchschreitebecken. Aber der Bäderleiter wünscht sich schon, dass die Schwimmer die Dusche nutzen, bevor sie in Becken gehen.

Stufenrutsche für Rollstuhlfahrer

Wege und Plätze am Beckenrand sind neu angelegt. Das Sportbecken hat am Hang eine kleine Tribüne für Zuschauer und Sonnenbader bekommen. Und, sehr aktuell: Eine neue Stufenrutsche macht es Rollstuhlfahrern möglich, direkt ins Wasser zu gleiten. Außerdem ist ein Anschluss für einen im Bad vorhandenen mobilen Personenlift eingebaut worden. Der ramponierte Rasen zwischen den Wegen wurde auch ersetzt. Das junge Gras kämpft zurzeit allerdings schwer mit der Hitze, deshalb sind einige Grasflächen noch nicht freigegeben als Liegewiese.


Die nächste Baustelle stört weniger

So ein älteres Spaßbad braucht so viel Pflege wie ein Oldtimer-Auto, wo kaum die Ölwanne abgedichtet ist, und es kommt schon das Cabriodach. Beim Wunnebad waren die Beckenfolien noch nicht ganz verlegt, da fing schon die nächste Baustelle ab, die aber jetzt im Sommer nicht arg stört.

Im Inneren des Bads sind ja die Duschen bereits saniert, aber die Umkleideräume noch nicht. Dort sind Firmen schwer am Arbeiten. Der Verputz ist weg. Alles wird erneuert, Fliesen, Leitungen, Möblierung, wie Bäderleiter Sascha Seitz erklärte. Wenn die Freibadsaison beendet ist, soll die Baustelle fertig sein.