Winterbach

Bewerbungsfrist für Wohnungen in der Remsstraße in Winterbach läuft

Remsstraße
Rechts, noch eingerüstet, das neue Haus der Kreisbau-Gesellschaft mit staatlich geförderten Wohnungen, links das alte kommunale Wohngebäude, das dieses Jahr noch abgerissen werden und dann durch ein weiteres Kreisbau-Haus ersetzt werden soll. © Gabriel Habermann

Die Kreisbau-Gesellschaft hat ein neues Mehrparteien-Wohnhaus in der Remsstraße in Winterbach fast fertiggestellt. Ab 1. April können dort die Mieter einziehen. Ein Teil der Wohnungen ist bereits vergeben, aber für acht davon können sich noch Mieter bei der Gemeinde bewerben, die ganz bestimmte Voraussetzungen erfüllen und einen Wohnberechtigungsschein haben. Die Wohnungen sind staatlich gefördert und dadurch um ein Drittel günstiger als die auf dem freien Markt in Winterbach. Ein weiterer, nach dem gleichen Muster angelegter Neubau entsteht direkt daneben, sobald das jetzt fertiggestellte Gebäude bezogen werden konnte.

In der Remsstraße hatte die Gemeinde Winterbach mehrere eigene Gebäude mit Wohnungen, in denen Obdachlose untergebracht oder die an Menschen mit Wohnberechtigungsschein vermietet waren. Nach dem Abriss des Hauses mit der Nummer 31 hat die Kreisbau-Gesellschaft nun ein neues errichten lassen. Das Grundstück dazu hat die Gemeinde per Erbpachtvertrag überlassen. Dafür hat Winterbach das Vorschlagsrecht bei der Vergabe der Wohnungen, weswegen die Gemeindeverwaltung nun auch die Adresse für Bewerbungen von interessierten Mietern ist, obwohl die Kreisbau-Gesellschaft Vermieterin ist.

Wer bekommt einen Wohnberechtigungsschein?

Wichtig ist: Wer eine der Wohnungen will, braucht einen Wohnberechtigungsschein. Diesen stellen die Kommunen auf Antrag aus. Dafür gelten als Voraussetzungen unter anderem bestimmte Einkommensgrenzen – die höher liegen, als mancher vielleicht denkt. Laut Info des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg kann zum Beispiel ein Haushalt mit zwei Personen mit einem Haushaltseinkommen von bis zu 51.850 Euro pro Jahr einen Wohnberechtigungsschein bekommen (hier mehr Infos in einer Broschüre des Wirtschaftsministeriums). Umgangssprachlich ist in diesem Zusammenhang immer von „Sozialwohnungen“ die Rede.

Der Winterbacher Bauamtsleiter Rainer Blessing sagt: Allgemein hätten viele, denen die Gemeinde solche Wohnungen zur Verfügung stelle, „sehr kleine Einkommen“, viele der Menschen hätten Migrationshintergrund. Es gehe generell um eine Personengruppe, die sich auf dem normalen Wohnungsmarkt sehr schwertue und das Nachsehen habe, wenn die Vermieter sich die Mieter raussuchen könnten.

Viele Wohnungen sind nicht mehr frei im neuen Gebäude der Kreisbau-Gesellschaft. Ein großer Teil davon ist schon an die Menschen vermietet, die derzeit noch im Nachbarhaus wohnen. Dieses soll auch abgerissen und durch ein neues ersetzt werden. Die Bewohner ziehen deswegen um in das jetzt fertiggestellte.

Zu vergeben sind noch sechs Einzimmerwohnungen mit einer Größe von rund 29 Quadratmetern, eine Dreizimmerwohnung mit knapp 64 Quadratmetern und eine Vierzimmerwohnung mit rund 78 Quadratmetern. Die Kaltmiete für die Wohnungen bewegt sich je nach Größe zwischen 8,48 Euro pro Quadratmeter und 9,77 Euro pro Quadratmeter. Für eine normale Wohnung in Winterbach müsse man sicherlich mit 14 Euro „plus X“ rechnen, meint Rainer Blessing. „Das ist deswegen schon eine tolle Sache.“

Soziale Kriterien bei der Auswahl der Mieter

Feste Kriterien für die Auswahl der neuen Mieter für den Fall, dass die Nachfrage das Angebot übersteigt, gibt es außer dem notwendigen Wohnberechtigungsschein keine. Laut Hauptsatzung liege die Entscheidung beim Bürgermeister, sagt Bauamtsleiter Blessing. Man werde sicherlich auf soziale Kriterien schauen. Wenn sich zum Beispiel eine Familie bewerbe, die sehr viele Kinder habe und bisher in einer sehr kleinen Wohnung wohne, seien das Argumente, dieser Familie die Vierzimmerwohnung zu geben.

Wichtig: Bewerbungsschluss ist der 30. Januar. Infos und ein Bewerbungsformular zum Herunterladen gibt es auf www.winterbach.de. Für Rückfragen steht im Rathaus Sabine Deckert unter der Telefonnummer 0 71 81/70 06-12 05 zur Verfügung.

Ein weiteres Projekt mit Sozialwohnungen hat die Gemeinde im neuen Baugebiet Riedwiesen vor, voraussichtlich auch wieder zusammen mit der Kreisbau-Gesellschaft. Die Realisierung dieses Baugebiets dauert aber noch ein paar Jahre. 2023 könnte es erschlossen werden, so ist derzeit der Plan. Die Gemeinde baut dort eine Kindertagesstätte. Im gleichen Gebäude sind auch eine öffentlich nutzbare Begegnungsstätte sowie einige Wohnungen angedacht. Diese sollen wie die in der Remsstraße staatlich geförderte, sogenannte Sozialwohnungen sein, die an Menschen mit Wohnberechtigungsschein vergeben werden. „Wir sind gerade dazu im Gespräch mit der Kreisbaugruppe“, sagt Bauamtsleiter Rainer Blessing.

Die Kreisbau-Gesellschaft hat ein neues Mehrparteien-Wohnhaus in der Remsstraße in Winterbach fast fertiggestellt. Ab 1. April können dort die Mieter einziehen. Ein Teil der Wohnungen ist bereits vergeben, aber für acht davon können sich noch Mieter bei der Gemeinde bewerben, die ganz bestimmte Voraussetzungen erfüllen und einen Wohnberechtigungsschein haben. Die Wohnungen sind staatlich gefördert und dadurch um ein Drittel günstiger als die auf dem freien Markt in Winterbach. Ein

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