Winterbach

Bewerbungsplanspiel "Ready-Steady-Go" an der Lehenbachschule Winterbach

Berufsplanspiel
Realistische Übung einer Bewerbungssituation an der Lehenbachschule. © ALEXANDRA PALMIZI

Vor zehn Jahren wurde das Projekt „Ready-Steady-Go“ an der Lehenbachschule in Winterbach zum ersten Mal veranstaltet. Darin bekommen Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen die Chance, sich für ausgestellte Jobangebote der Bildungspartner zu bewerben und sich im Anschluss bei den Firmenvertretern an der Gemeinschaftsschule bei einem simulierten Bewerbungsgespräch zu präsentieren. Vor Ort waren dieses Jahr unter anderem folgende Firmen: Peter Hahn, Schnaithmann, Gartenbau Merkt, Remsgold, Frech und Andreas Maier.

Wie bei einer echten Bewerbung

An dem Bewerbungstraining nahmen dieses Jahr 60 Neuntklässlerinnen und Neuntklässler teil und durchliefen verschiedene Aufgabenstellungen so wie bei einer echten Bewerbung. Organisiert hat den Tag Matthias Luckert, der an der Schule für die Berufsorientierung zuständig ist. Schülerinnen und Schüler, die auf einen Realschulabschluss hinarbeiten, hatten ihre Bewerbungsmappe im Vorfeld online eingereicht, die, die einen Hauptschulabschluss anstreben, vor Ort.

„Firmen konnten sich mit den Bewerbungsunterlagen schon auseinandersetzen“, berichtet Lehrerin Melanie Zivkovic. „In den ersten drei Wochen des Schuljahres findet die Vorbereitung statt, alle kümmern sich und schieben Extrastunden. Die Schüler sollten die Chance haben, zu lernen.“ Zivkovic sagt zudem auch: „Bewerbungen schreiben ist immer ein Abenteuer.“ Unterstützt wurden die angehenden Bewerber außerdem von Lehrer Helmut Hinderer, der zur besonderen Situation an der Gemeinschaftsschule meint: „Wir schlüpfen schon manchmal in die Rollen der Eltern. Wir haben eine andere Beziehung zu den Schülern als andere Schulen.“

Herausforderungen, Aufregung und Unterstützung

Zu Beginn mussten die Schülerinnen und Schüler von einem Telefon bei der Schulsozialarbeit das Gespräch mit dem gewählten Betrieb vereinbaren. Ansprechpartner war dort Schulsozialarbeiter Manuel Schmid, der meint: „Ready-Steady-Go“ sei „ein Bewerbungsplanspiel mit ernsthaften Absichten“. Zusätzlich konnten sich die Teilnehmer an eine Vertreterin der Agentur für Arbeit wenden. Das Hauptaugenmerk war jedoch auf das Bewerbungsgespräch gerichtet. „Es fiebern dann alle wirklich mit“, so Melanie Zivkovic. Konrektor Peter Hutzel: „Ganz aufgeregt haben sie sich schon stylisch für diesen Tag vorbereitet.“

Schüler Luis Barreiß kommentierte: „Das Gespräch ist herausfordernd.“ Svea Martin, eine andere Neuntklässlerin, führte die Unterhaltung mit der Firma Frech. Sie wurde über ihre Stärken und Ziele in diesem Berufszweig gefragt und warum sie sich für sie entschieden hat. „Ich war schon ziemlich aufgeregt, ich habe gezittert, aber es ist sehr gut gelaufen.“ Auf die Frage, wie wichtig dieser Tag für ihn war, antwortete Schüler Phillipp Silabetzschky: „Ich find’s gut, weil man sonst nirgendwo so ein Bewerbungsgespräch üben kann.“

Nicht nur ist „Ready-Steady-Go“ für Übungszwecke gedacht, sondern es dient auch als Sprungbrett und Türöffner. „Die Firmen können das Angebot für eine echte Bewerbung stellen und Schüler können somit Chancen bekommen. Jobangebote gab es auch schon“, berichtet Melanie Zivkovic. „Ich find’s toll, dass die Schüler es so wahrnehmen, wie es gedacht war. Es ist schon ein Highlight.“

Selbst in Zeiten der Corona-Pandemie wurde das Projekt „immer durchgezogen. Mit Masken und drei Tischen dazwischen als Abstand“, sagt Matthias Luckert.

Vor zehn Jahren wurde das Projekt „Ready-Steady-Go“ an der Lehenbachschule in Winterbach zum ersten Mal veranstaltet. Darin bekommen Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen die Chance, sich für ausgestellte Jobangebote der Bildungspartner zu bewerben und sich im Anschluss bei den Firmenvertretern an der Gemeinschaftsschule bei einem simulierten Bewerbungsgespräch zu präsentieren. Vor Ort waren dieses Jahr unter anderem folgende Firmen: Peter Hahn, Schnaithmann, Gartenbau Merkt,

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