Winterbach

Corona-Maßnahmen enden: Maskenpflicht fällt in Supermärkten rund um Schorndorf

Normalität: Einkaufen mit Maske
Die Maskenpflicht fällt ab Sonntag weg. © Alexandra Palmizi

Ab diesem Sonntag enden trotz der derzeit hohen Infektionszahlen viele Corona-Maßnahmen, unter anderem die Maskenpflicht im Einzelhandel. Die Politik begründet das damit, dass das Gesundheitssystem zurzeit nicht überlastet ist, zumindest nicht bundesweit. Auch das Land hat signalisiert, dass es keine Hotspot-Regelung in Kraft setzen will. Einzelhändler haben theoretisch trotzdem die Möglichkeit, per Hausrecht eine Maskenpflicht zu verhängen. Wir haben uns bei Supermärkten in Schorndorf und Umgebung erkundigt, ob sie davon Gebrauch machen wollen.

Der Winterbacher Abramzik-Markt will die Regeln der Landesregierung übernehmen. „Wir sprechen aber eine Empfehlung aus, eine Maske zu tragen“, gibt Katja Abramzik Auskunft. Die Kundschaft werde dann über ein Schild am Eingang darauf hingewiesen, dass keine Maskenpflicht mehr besteht, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes aber weiterhin empfohlen wird. Als Begründung nennt Katja Abramzik den Schutz der Kundschaft aber auch ihrer Mitarbeiter.

Eine Maskenpflicht durchzusetzen, würde die Mitarbeiter viel Mühe kosten

„Es wäre auch viel Arbeit, eine Maskenpflicht zu überprüfen“, sagt sie zudem. Der eine wolle sie nicht weiter tragen, der andere verstehe die Regeln nicht - schon bei der Einführung der Maskenpflicht habe das Team gemerkt, dass es viel Mühe mache, alle Kundinnen und Kunden aufzuklären. Außerdem würden Sicherheitsbedenken für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestehen, wenn sie unwillige Personen bitten, eine Maskenpflicht zu befolgen, besonders wenn diese vom Land nicht mehr gesetzlich vorgeschrieben ist.

„Viele im Team haben nachgefragt, wie wir es in Zukunft machen“, sagt Katja Abramzik. Sie habe auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern empfohlen, weiterhin eine Maske zu tragen und sie besonders bei Kundenkontakt hochzuziehen.

Auch beim Edeka Lämmle in Rudersberg müssen ab Montag keine Masken mehr getragen werden. Ob Kundinnen oder Kunden das trotzdem tun, unterliege der Verantwortungen jedes Einzelnen. „Ich persönlich empfehle es aber“, sagt Renate Lämmle. In einem entsprechenden Text werde sie darauf hinweisen. Auch ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wolle sie das Tragen einer Maske erst einmal weiterhin empfehlen, gezwungen werde dazu aber natürlich niemand.

Supermarkt-Ketten schreiben keine Pflicht vor

Ein ähnliches Stimmungsbild ergibt sich bei einer Anfrage an verschiedene Supermarkt-Ketten, die Filialen in Schorndorf und Umgebung betreiben. Bei Aldi Süd will man laut der Pressestelle noch abwarten, wie die konkrete Ausgestaltung der Corona-Schutzverordnungen der Bundesländer nach dem Auslaufen der Übergangsfrist an diesem Wochenende aussehen wird. „Die darin festgelegten Regelungen werden für uns maßgebend sein“, so eine Sprecherin. Wo die Verordnungen eine Maskenpflicht vorsehen, werde diese gesetzliche Vorgabe auch umgesetzt. Wird keine Maskenpflicht vorgeschrieben, dann will sich Aldi Süd vorbehalten, weiterhin an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Kundschaft der Märkte eine Empfehlung zum Tragen der Maske auszusprechen.

Ein Rewe-Pressesprecher antwortet auf die Frage, ob in Rewe-Märkten in Zukunft Masken getragen werden müssen oder nicht, dass die Märkte die von den Behörden gemachten Anordnungen einheitlich umsetzen werden - also auch in Baden-Württemberg. „Dies ist bundesweit für unsere Mitarbeitenden in den Märkten bereits seit Beginn der Pandemie gelebte Praxis und wird auch bei neuen Beschlüssen so bleiben.“

Wer weiter Maske tragen will, darf das auch

Ähnlich wird es in den Lidl-Märkten aussehen. „Hinsichtlich der Maskenpflicht beobachten wir die Entwicklungen in den einzelnen Bundesländern“, so ein Pressesprecher. „Sollten die jeweiligen Landesverordnungen die Aufhebung der Maskenpflicht für Kunden vorsehen, werden wir diesen folgen.“ Ein Hygiene- und Schutzmaßnahmenkonzept soll es auf Basis der gültigen Rechtslage aber weiterhin in den Filialen geben.

Generell wird das Einkaufen im Supermarkt in Zukunft also erst einmal wieder ohne Maske möglich sein. Wie viele Menschen sie trotzdem tragen, wird sich zeigen.

Ab diesem Sonntag enden trotz der derzeit hohen Infektionszahlen viele Corona-Maßnahmen, unter anderem die Maskenpflicht im Einzelhandel. Die Politik begründet das damit, dass das Gesundheitssystem zurzeit nicht überlastet ist, zumindest nicht bundesweit. Auch das Land hat signalisiert, dass es keine Hotspot-Regelung in Kraft setzen will. Einzelhändler haben theoretisch trotzdem die Möglichkeit, per Hausrecht eine Maskenpflicht zu verhängen. Wir haben uns bei Supermärkten in Schorndorf und

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